23.07.2026

Dr. Jonas Heller mit Maria-Weber-Grant ausgezeichnet

Kaum eine Woche vergeht, ohne dass in den Nachrichten von multiplen Krisen die Rede ist: Klimakrise, Wirtschaftskrise oder – wie zuletzt Thema der Normative Orders-Jahreskonferenz – die Krise der Demokratie. Statt sie als Moment der Veränderung zu verstehen, wird die Krise zunehmend zu einem Dauerzustand. Der Philosoph und Historiker Jonas Heller sieht darin ein spezifisches Problem: „Ich gehe davon aus, dass die Problematik unserer Gegenwart gerade in diesem Verweilen in der Krise besteht – einem Verweilen, das die Krise vertieft, weil der Gedanke unverständlich geworden ist, dass das krisengeschüttelt Bestehende sich ändern muss und kann“.

Für seine Forschung an einem neuen, philosophisch fundierten Konzept historischen Wandels wurde Heller nun mit dem Maria-Weber-Grant der Hans-Böckler-Stiftung ausgezeichnet. Der Preis wird seit 2018 an herausragende Wissenschaftler*innen aus allen Fachgebieten vergeben und ist mit bis zu 60.000€ dotiert. Mit diesen Mitteln können die Preisträger*innen für bis zu 12 Monate eine Vertretung für Teilaufgaben in der Lehre beantragen, um sich so stärker auf ihre Forschung zu konzentrieren. Benannt ist der Preis nach der Gewerkschafterin Maria Weber, die sich zeitlebens für Bildungsgerechtigkeit engagierte.

Dr. Jonas Heller ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Fachbereich 8 – Philosophie und Geschichtswissenschaften der Goethe Universität und assoziiertes Mitglied des Forschungszentrums Normative Ordnungen. Er kam als Stipendiat des internationalen Graduiertenprogramms des Exzellenzclusters „Normative Orders“ nach Frankfurt. Als Gastwissenschaftler war er an der Columbia University in New York, der Universität Chicago und der Pariser Sorbonne.

Aktuelles aus dem Forschungszentrum

Veranstaltung
24.09.2026 | Frankfurt am Main

Die neuen Warlords. Gewaltdynamiken einhegen / Friedensgutachten 2026

Buchvorstellung

Die imperialistische Großmachtpolitik ändert die Vorzeichen von Krieg, Frieden und Sicherheit. Staaten agieren zunehmend wie Warlords und setzen Krieg als Mittel der Politik ein. Übergänge von Gewaltkonflikten zu Frieden werden als „Deals“ behandelt, Mittelmächte wie die Golfstaaten treten mit neuem Selbstbewusstsein, aber ambivalentem Kurs auf, und technologische Innovation verändert Kriege und erschwert die Regulierung. Zugleich befindet sich die internationale Kooperation in der Friedenssicherung – etwa in der Entwicklungszusammenarbeit oder in den Vereinten Nationen – in ihrer schwersten Krise. Innenpolitisch nehmen auch in Deutschland rassistische Einstellungen zu. Das Friedensgutachten 2026 analysiert Optionen, dennoch Frieden zu fördern.

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News
23.07.2026

Dr. Jonas Heller mit Maria-Weber-Grant ausgezeichnet

Dr. Jonas Heller, assoziiertes Mitglied von Normative Orders, erforscht, wie sich geschichtlicher Wandel als Überwindung geschichtlicher Blockaden verstehen lässt. Hierfür wurde er nun mit einem Preis der Hans-Böckler-Stiftung ausgezeichnet.

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News
16.07.2026

Was verteidigen wir, wenn wir Demokratie verteidigen?

Die Krise der Demokratie stand im Mittelpunkt der diesjährigen Jahreskonferenz. Angesichts des weltweiten Erstarkens autoritärer und populistischer Bewegungen diskutierten internationale Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aktuelle Gefährdungen demokratischer Ordnungen und die grundlegende normative Frage: Was genau verteidigen wir eigentlich, wenn wir Demokratie verteidigen?

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News
15.07.2026

Von der normativen Kraft des Rechts in Zeitenwenden

Erleben wir gegenwärtig den Übergang von einer regelbasierten internationalen Ordnung zu einer Machtordnung? Dieser weitverbreiteten Diagnose widerspricht Hendrik Simon in seinem neuen Buch „Das Recht der Gewalt. Warum Waffen allein keinen Frieden schaffen“, das am 15. Juli im Reclam-Verlag erschienen ist.

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Publikation
15.07.2026 | Monographie

Das Recht der Gewalt. Warum Waffen allein keinen Frieden schaffen

Simon, Hendrik (2026): Das Recht der Gewalt. Warum Waffen allein keinen Frieden schaffen. Ditzingen: Reclam.

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Publikation
10.07.2026 | Sammelband

Schnittstellen im Gesundheitsrecht

Kießling, Andrea (Hrsg.) (2026): „Schnittstellen im Gesundheitsrecht“. Nomos.

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