Fragile Kooperationen: Produktionskrisen des Kinos

Vorlesungsreihe „Kino“

Die Filmreihe nimmt die Diagnose einer „Fragilität normativer Ordnungen“ zum Anlass, die Krisenhaftigkeit solcher Ordnung an dem Mikrokosmos der an der Produktion von Filmen beteiligten Akteure zu untersuchen. Dies geschieht am Beispiel von Kinofilmen, die das Scheitern oder Misslingen solcher Produktionen in fiktionalen und dokumentarischen Formen zum Thema haben. Das Herstellen von Spielfilmen wird dabei als ein kooperatives Projekt mit erheblichem Konfliktpotential und höchst ungewissem Ausgang vergegenwärtigt. Was sich bei der Planung und Durchführung von Filmproduktionen ereignet, erweist sich als ein theatrum mundi im Kleinen, in dem sich das dissonante Kräftespiel der großen Welt spiegelt. Erkundet wird, wie sich an der Krisenanfälligkeit kreativer Prozesse diejenige gesellschaftlicher Verhältnisse in ihrer Polarität von Integration und Desintegration manifestiert. Die Präsentation jedes Films wird durch einen Vortrag eingeleitet, anschließend gibt es Gelegenheit zur Diskussion.

MUSEUM MMK FÜR MODERNE KUNST
Domstraße 10
60311 Frankfurt am Main

Die Veranstaltung ist öffentlich. Der Eintritt ist frei

Organisation: Prof. Dr. Angela Keppler (Principal Investigator des Exzellenzcluster „Die Herausbildung normativer Ordnungen“ und Professorin für Mediensoziologie der Universität Mannheim), Prof. Dr. Christoph Menke(Principal Investigator des Exzellenzclusters „Die Herausbildung normativer Ordnungen“ und Professor für Praktische Philosophie mit Schwerpunkt Politische Philosophie und Rechtsphilosophie an der Goethe-Universität) und Prof. Dr. Martin Seel (Principal Investigator des Exzellenzclusters „Die Herausbildung normativer Ordnungen“ und Professor für Philosophie an der Goethe-Universität Frankfurt am Main)

Programm:

Dienstag 30. April 2019, 19:00 Uhr
Fragile Zeitlichkeiten
Prof. Dr. Lisa Gotto (Universität Wien)
Geplantes Filmprogramm: Icíar Bollaín, También la Illuvia (Und dann der Regen), MEX/ESP/F 2010

Dienstag, 4. Juni 2019, 19:00 Uhr
Filme über Filme, die es nicht gibt: Das Un-Making-Of einer Don-Quixote-Verfilmung
Prof. em. Dr. Hans Jürgen Wulff (Kiel)
Geplantes Filmprogramm: Keith Fulton / Louis Pepe, Lost in La Mancha, USA 2002 (OV)

Dienstag, 25. Juni 2019, 19:00 Uhr
Komik der Krise. Kooperation à la Hollywood
Prof. Dr. Christiane Voss (Bauhaus-Universität Weimar)
Geplantes Filmprogramm: Robert Altman, The Player, USA 1992

Dienstag, 9. Juli 2019, 19:00 Uhr
Nach Tabernas!
Prof. Dr. Diedrich Diederichsen (Akademie der bildenden Künste Wien)
Geplantes Filmprogramm: Rainer Werner Fassbinder, Warnung vor einer heiligen Nutte, D 1971

Veranstalter: Exzellenzcluster „Die Herausbildung normativer Ordnungen“

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15.07.2026

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Erleben wir gegenwärtig den Übergang von einer regelbasierten internationalen Ordnung zu einer Machtordnung? Dieser weitverbreiteten Diagnose widerspricht Hendrik Simon in seinem neuen Buch „Das Recht der Gewalt. Warum Waffen allein keinen Frieden schaffen“, das am 15. Juli im Reclam-Verlag erschienen ist.

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Publikation
15.07.2026 | Monographie

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Simon, Hendrik (2026): Das Recht der Gewalt. Warum Waffen allein keinen Frieden schaffen. Ditzingen: Reclam.

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Wie soll eine Demokratie mit politischen Kräften umgehen, die ihre eigenen Grundlagen in Frage stellen? Dieser Frage widmete sich das XXIV. Frankfurter Stadtgespräch am 23. Juni 2026 im Frankfurter Museum für Kommunikation.

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Am Freitag, den 19. Juni 2026, würdigte das Forschungszentrum Normative Orders gemeinsam mit dem Suhrkamp-Verlag den verstorbenen Jürgen Habermas mit einem internationalen Symposium an der Goethe-Universität Frankfurt.

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