01.07.2025
Zeitschriftenartikel

Trusting under Extreme Uncertainty? Trust Relations and Institution-Building under ISIS Governance in Iraq

Abstract

How do trust relations evolve in situations of extreme uncertainty, such as during civil war, when both institutions and trust are precarious? Existing research in political science, conflict studies, and International Relations often assumes that trust either precedes institutions or emerges from them, leaving a critical gap in understanding how both develop simultaneously in conditions of systemic rupture, when system trust is suspended. This article addresses this gap by offering a theory-building approach to trust dynamics under extreme uncertainty. It uses the case of ISIS governance in Mosul (2014–2017) as an empirical lens, specifically focusing on the education sector. Drawing on field research, interviews, and primary documents, this study reveals that trust does not simply erode in civil war; rather, it transforms, with different forms of trust gaining or losing importance. While ISIS sought to establish political trust through institutional outputs, its efforts were undermined by civilians’ reliance on preexisting social trust relations and epistemic trust in past institutions and authorities. This study contributes to research on rebel governance by demonstrating that institutional trust is not easily manufactured in the absence of system trust. Furthermore, it shows that interpersonal and legacy-based trust relations can become powerful sources of resistance against new political orders. Finally, it extends IR debates by proposing a research agenda on trust in international systemic ruptures marked by a temporary loss of system trust.

Aktuelles aus dem Forschungszentrum

News
16.07.2026

Was verteidigen wir, wenn wir Demokratie verteidigen?

Die Krise der Demokratie stand im Mittelpunkt der diesjährigen Jahreskonferenz. Angesichts des weltweiten Erstarkens autoritärer und populistischer Bewegungen diskutierten internationale Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aktuelle Gefährdungen demokratischer Ordnungen und die grundlegende normative Frage: Was genau verteidigen wir eigentlich, wenn wir Demokratie verteidigen?

weitere Infos ›
News
15.07.2026

Von der normativen Kraft des Rechts in Zeitenwenden

Erleben wir gegenwärtig den Übergang von einer regelbasierten internationalen Ordnung zu einer Machtordnung? Dieser weitverbreiteten Diagnose widerspricht Hendrik Simon in seinem neuen Buch „Das Recht der Gewalt. Warum Waffen allein keinen Frieden schaffen“, das am 15. Juli im Reclam-Verlag erschienen ist.

weitere Infos ›
Publikation
15.07.2026 | Monographie

Das Recht der Gewalt. Warum Waffen allein keinen Frieden schaffen

Simon, Hendrik (2026): Das Recht der Gewalt. Warum Waffen allein keinen Frieden schaffen. Ditzingen: Reclam.

weitere Infos ›
News
01.07.2026

Stadtgespräch debattiert Chancen und Grenzen des Parteiverbots

Wie soll eine Demokratie mit politischen Kräften umgehen, die ihre eigenen Grundlagen in Frage stellen? Dieser Frage widmete sich das XXIV. Frankfurter Stadtgespräch am 23. Juni 2026 im Frankfurter Museum für Kommunikation.

weitere Infos ›
News
19.06.2026

Internationales Symposium würdigt Lebenswerk von Jürgen Habermas

Am Freitag, den 19. Juni 2026, würdigte das Forschungszentrum Normative Orders gemeinsam mit dem Suhrkamp-Verlag den verstorbenen Jürgen Habermas mit einem internationalen Symposium an der Goethe-Universität Frankfurt.

weitere Infos ›
News
03.06.2026

Crisis Talk zu Vertrauen, Zusammenhalt und Demokratie in Europa

Vertrauen, Zusammenhalt, Demokratie – drei große Begriffe, die in Europa derzeit allgegenwärtig sind und am 02. Juni 2026 im "Crisis Talk" in Brüssel diskutiert wurden.

weitere Infos ›