Fellow (ehemalig)

Prof. Ingolf Dalferth

Professor für Religionsphilosophie, Claremont Graduate University, USA

Forschungsprojekt:
»Deus praesens: Gott und Gegenwart in der philosophischen Theologie«

Projektbeschreibung:
In a major strand of Western philosophical theology, God and the present are dynamically linked. The present cannot be thought without God, and God cannot be thought without his presence. Only a present God deserves to be called »God«, and a God who is not present cannot be God. Without God’s presence nothing would be possible, and nothing would be actual, nothing would be there and no one else would be present. If there is a God, then God is to be thought in such a way that God is present to every presence. But what does this mean? How is God’s presence different from other presences? How does this go together with the widespread feeling that God is not present, but absent, not accessible, but hidden? What do we understand by »presence« (Präsenz) and »the present« (Gegenwart), and how does this relate to presence (Anwesenheit) and absence (Abwesenheit), to givenness and perceivability, to accessibility and hiddenness? These are some of the questions I want to pursue during my stay at the FKH. (Ingolf Dalferth)

Veranstaltungen:

5. November 2020, 11 Uhr
Fellow Kolloquium am Forschungskolleg Humanwissenschaften der Goethe-Universität
„In God We Trust“

12. November 2020, 19 Uhr
Abendvortrag
Die Illusion der Unmittelbarkeit. Über einen missverstandenen Modus der Lebenswelt

  • Biografische Angaben

    Ingolf Dalferth ist Danforth Professor of Philosophy of Religion an der Claremont Graduate University sowie Professor em. an der theologischen Fakultät der Universität Zürich. Von 1998 bis 2012 war er Direktor des Instituts für Hermeneutik und Religionsphilosophie der Universität Zürich. Er wurde mit zahlreichen Einladungen an renommierte Forschungsinstitutionen ausgezeichnet, u.a. als Hulsean Lecturer der University of Cambridge, Samuel Ferguson Lecturer der Manchester University, Bapsybanoo Marchioness of Winchester Lecturer an der Universität Oxford, Fellow am Collegium Helveticum in Zürich und am Wissenschaftskolleg zu Berlin. Die Universität Kopenhagen und die Universität Uppsala verliehen ihm die Ehrendoktorwürde. Dalferth ist bzw. war Herausgeber viele Zeitschriften und Buchreihen, darunter die Theologische Literaturzeitung, die Hermeneutische Untersuchungen zur Theologie, Philosophy of Religion and Theology und Claremont Studies in Religion.

  • Publikationen

    – Sünde: Die Entdeckung der Menschlichkeit. Leipzig: Evangelische Verlagsanstalt 2020.
    – Die Kunst des Verstehens. Grundzüge einer Hermeneutik der Kommunikation durch Texte. Tübingen: Mohr Siebeck 2018.
    – Creatures of Possibility: The Theological Basis of Human Freedom. Grand Rapids, MI: Baker Academic 2016.
    – Transzendenz und säkulare Welt, Tübingen: Mohr Siebeck 2015 (engl.: Transcendence and the Secular World: Life in orientation to ultimate presence, übersetzt von Jo Bennet, Tübingen: Mohr Siebeck 2018).
    – Radikale Theologie. Glauben im 21. Jahrhundert. Leipzig: Evangelische Verlagsanstalt 2010 (engl.: Radical Theology: An Essay on Faith and Theology in the Twenty-First Century. Minneapolis, MN: Fortress Press 2016).
    – Hoffnung (Grundthemen der Philosophie). Berlin: de Gruyter 2016.
    – Selbstlose Leidenschaften. Christlicher Glaube und menschliche Passionen. Tübingen: Mohr Siebeck 2013.
    – Malum. Theologische Hermeneutik des Bösen. Tübingen: Mohr Siebeck 2008.
    – Die Wirklichkeit des Möglichen. Hermeneutische Religionsphilosophie. Tübingen: Mohr Siebeck 2003

Aktuelles aus dem Forschungszentrum

Veranstaltung
24.09.2026 | Frankfurt am Main

Die neuen Warlords. Gewaltdynamiken einhegen / Friedensgutachten 2026

Buchvorstellung

Die imperialistische Großmachtpolitik ändert die Vorzeichen von Krieg, Frieden und Sicherheit. Staaten agieren zunehmend wie Warlords und setzen Krieg als Mittel der Politik ein. Übergänge von Gewaltkonflikten zu Frieden werden als „Deals“ behandelt, Mittelmächte treten mit neuem Selbstbewusstsein, aber ambivalentem Kurs auf, und technologische Innovation verändert Kriege und erschwert die Regulierung. Zugleich befindet sich die internationale Kooperation in der Friedenssicherung in ihrer schwersten Krise. Das Friedensgutachten 2026 analysiert Optionen, dennoch Frieden zu fördern.

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News
23.07.2026

Dr. Jonas Heller mit Maria-Weber-Grant ausgezeichnet

Dr. Jonas Heller, assoziiertes Mitglied von Normative Orders, erforscht, wie sich geschichtlicher Wandel als Überwindung geschichtlicher Blockaden verstehen lässt. Hierfür wurde er nun mit einem Preis der Hans-Böckler-Stiftung ausgezeichnet.

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Publikation
23.07.2026 | Zeitschriftenartikel

Governing the Subject of Populism

Biebricher, Thomas: "Governing the Subject of Populism". In: European Journal of Social Theory, OnlineFirst.

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News
16.07.2026

Was verteidigen wir, wenn wir Demokratie verteidigen?

Die Krise der Demokratie stand im Mittelpunkt der diesjährigen Jahreskonferenz. Angesichts des weltweiten Erstarkens autoritärer und populistischer Bewegungen diskutierten internationale Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aktuelle Gefährdungen demokratischer Ordnungen und die grundlegende normative Frage: Was genau verteidigen wir eigentlich, wenn wir Demokratie verteidigen?

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News
15.07.2026

Von der normativen Kraft des Rechts in Zeitenwenden

Erleben wir gegenwärtig den Übergang von einer regelbasierten internationalen Ordnung zu einer Machtordnung? Dieser weitverbreiteten Diagnose widerspricht Hendrik Simon in seinem neuen Buch „Das Recht der Gewalt. Warum Waffen allein keinen Frieden schaffen“, das am 15. Juli im Reclam-Verlag erschienen ist.

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Publikation
15.07.2026 | Monographie

Das Recht der Gewalt. Warum Waffen allein keinen Frieden schaffen

Simon, Hendrik (2026): Das Recht der Gewalt. Warum Waffen allein keinen Frieden schaffen. Ditzingen: Reclam.

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