Fellow (ehemalig)

Prof. Dr. Norbert Frei

Professor für Neuere und Neueste Geschichte an der Friedrich-Schiller-Universität Jena und Leiter des Jena Center Geschichte des 20. Jahrhunderts

Forschungsprojekt:
“Niemand will Nazi gewesen sein”. Die Nachgeschichte des Dritten Reiches
(“Nobody wants to have been a Nazi.” The Aftermath of the Third Reich)

Abstract
Bei der im Entstehen begriffenen Monographie handelt es sich um den letzten Band der siebenbändigen Reihe  “Die Deutschen und der Nationalsozialismus“, die seit 2015 im Verlag  C.H. Beck München unter der Herausgeberschaft von Norbert Frei erscheint.

Veranstaltungen:
24. Januar 2019, 18.30 Uhr
Öffentlicher Vortrag
„Niemand will Nazi gewesen sein.“ Überlegungen zur Nachgeschichte des „Dritten Reiches“

25. Januar 2019, 9-13 Uhr
Masterclass
Die Deutschen und die NS-Vergangenheit seit 1945 Verweigerung, Engagement und Ermüdung im „Erinnerungsdienst“

25. Februar 2019, 19.30 Uhr
Buchpräsentation
Zur rechten Zeit: Wider die Rückkehr des Nationalismus
Mit Dr. Christina Morina (Friedrich-Schiller-Universität Jena), Dr. Franka Maubach (Friedrich-Schiller-Universität Jena) und Dr. Maik Tändler (Friedrich-Schiller-Universität Jena)

  • Biografische Angaben

    Prof. Dr. Norbert Frei ist Lehrstuhlinhaber für Neuere und Neueste Geschichte an der Friedrich-Schiller-Universität Jena und Leiter des Jena Center Geschichte des 20. Jahrhunderts. Von 1979 bis 1997 war er wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Zeitgeschichte in München, danach bis 2005 Lehrstuhlinhaber für Neuere und Neueste Geschichte an der Ruhr-Universität Bochum.
    Prof. Frei hatte zahlreiche Fellowships und Gastprofessuren inne, so unter anderem an der Harvard University, am Wissenschaftskolleg zu Berlin, am Institute for Advanced Study in Princeton und an der Hebrew University Jerusalem. 2010/11 war er Theodor-Heuss-Professor an der New School for Social Research in New York.
    Er gehörte mehreren Historikerkommissionen an, so der Unabhängigen Kommission zur Erforschung der Geschichte des Hauses Bertelsmann und der 2005 von Joschka Fischer eingesetzten Kommission zur Geschichte des Auswärtigen Amts.

  • Publikationen

    Der Führerstaat. Nationalsozialistische Herrschaft 1933 bis 1945. Zuerst erschienen 1987, in 13 Sprachen übersetzt, 8. Auflage München 2013

    Vergangenheitspolitik. Die Anfänge der Bundesrepublik und die NS-Vergangenheit. (= Habilitationsschrift 1996) 4. Auflage München 2012

    1945 und wir. Das Dritte Reich im Bewußtsein der Deutschen. München 2005, erweiterte 4. Auflage München 2009

    1968. Jugendrevolte und globaler Protest. München 2008 (erweiterte und aktualisierte Neuausgabe 2017, 2. Auflage 2018)

Aktuelles aus dem Forschungszentrum

Veranstaltung
18.04.2026 | Frankfurt am Main

Das Prinzip Donald Trump und die Verrohung der Welt

Podiumsdiskussion, Vortrag

Ein neuer Politikstil macht international Karriere. Er ist gekennzeichnet von Vulgarität, Verrohung und erklärter Rechtsfeindschaft. Machtinteressen werden nicht mehr juristisch bemäntelt. Stattdessen wird das angebliche Recht des Stärkeren zur Staatsdoktrin gemacht – innenpolitisch wie außenpolitisch. Treibende Kraft hinter dieser Verrohung der politischen Sitten ist ein US-Präsident, der nicht nur die amerikanische Gesellschaft und Kultur, sondern auch die globale Ordnung nach seinen Vorstellungen und Interessen umgestaltet. Die Römerberggespräche wollen diesen Politikstil verstehen.

weitere Infos ›
Veranstaltung
29.04.2026 | Frankfurt am Main

Kulturindustrie heute?

Podiumsdiskussion

Das Gespräch „Kulturindustrie heute?“ widmet sich der Aktualität und Tragfähigkeit eines zentralen Begriffs der Kritischen Theorie. Die Filmwissenschaftlerin Gertrud Koch diskutiert im Rahmen der Gesprächsreihe "Frankfurter Schule" mit dem Filmkritiker Bert Rebhandl die gegenwärtigen Formen kultureller Produktion und Verbreitung vor dem Hintergrund von Digitalisierung, Plattformen und globalen Medienmärkten.

weitere Infos ›
News
19.02.2026

Call for Applications – Postdoctoral Fellowships

Am Forschungszentrum Normative Ordnungen sind für das akademische Jahr 2026/2027 mehrere Postdoctoral Fellowships mit einer Laufzeit von 10 Monaten (Beginn: 1. Oktober 2026) ausgeschrieben. Bewerbungsschluss für alle Programme ist der 15. März 2026.

weitere Infos ›
Veranstaltung
20.03.2026 | Frankfurt am Main

40 Jahre Schengen-Raum

Kolloqium

Der 1984 geschlossene Schengen-Vertrag schuf einen heute 29 Staaten umfassenden Raum ohne Binnengrenzen, doch Migration über die Außengrenzen führte zuletzt zur Wiedereinführung von Kontrollen, auch durch die Bundesregierung ab 8. Mai 2025. Das Walter Hallstein-Kolloquium diskutiert die rechtliche Zulässigkeit, wirtschaftliche Folgen insbesondere für Arbeitsmigration und Arbeitsmarkt sowie die Zukunft des Schengen-Raums.

weitere Infos ›
News
12.02.2026

Satanistische Politik und der Niedergang der Vernunft in liberalen Demokratien

Ein letztes Mal im Wintersemester 2025/26 lud das Forschungszentrum zur Ringvorlesung „Am Scheidepunkt. Zur Krise der Demokratie“. Zum Abschluss hat der Philosoph Michael Rosen von der Harvard University sein Konzept der „satanic politics“ als eine Variante der politischen Deutung der Welt vorgestellt.

weitere Infos ›
News
09.02.2026

Zur Aktualität des Gewaltbegriffs anhand von Camus und Derrida

Prof. Dr. Christine Abbt von der Universität St. Gallen hat im Rahmen der Ringvorlesung „Am Scheidepunkt? Zur Krise der Demokratie“ einen Vortrag über Demokratien und den Gewaltbegriff gehalten. Unter dem Titel „Demokratien verteidigen. Zur Aktualität des Gewaltbegriffs bei Camus und Derrida“ besprach die Philosophin Formen von Gewalt und Revolte und ordnete diese im Hinblick auf ein demokratisches Setting ein.

weitere Infos ›
Publikation
04.02.2026 | Zeitschriftenartikel

New Perspectives on Trust in International Conflicts

Wille, Tobias; Simon, Hendrik; Daase, Christopher; Deitelhoff, Nicole; Wheeler, Nicholas J.; Holmes, Marcus; Rathbun, Brian C.; Acharya, Amitav; Mitzen, Jennifer (2026): „New Perspectives on Trust in International Conflicts“. In: International Studies Review 28 (1), viaf027. 

weitere Infos ›
News
02.02.2026

Staatlicher Wettbewerb um Menschen – David Owen über civil geopolitics

Im Rahmen der Ringvorlesung „Am Scheidepunkt – Zur Zukunft der Demokratie“ präsentierte David Owen von der Universität Southampton sein Konzept der civil geopolitics.

weitere Infos ›
News
20.01.2026

Christine Hentschel über Neuorientierungen in katastrophischen Zeiten

Im Rahmen der Ringvorlesung „Am Scheidepunkt? Zur Krise der Demokratie“ sprach die Soziologin über das Leben in und den Umgang mit katastrophischen Zeiten. Vor dem Hintergrund der Zerstörung der Lebensbedingungen, Kriegen, dauerhafter Krisenhaftigkeit sowie der Bedrohungen der Demokratie widmete sich Hentschel dem Einsickern des Katastrophischen in den gesellschaftlichen Alltag und einem sich verändernden aktivistischen und literarischen Umgang mit der Zukunft.

weitere Infos ›