Kabul Street Art. Rückeroberung der Stadt mit Farbe
Diskussion und Kommentar mit Dr. Stefan Kroll (Exzellenzcluster „Die Herausbildung normativer Ordnungen“), Niklas Schenck (Journalist) und Ronja von Wurmb-Seibel (Journalistin und Autorin) am 8. März 2017 innerhalb des Rahmenprogramms des Exzellenzclusters „Die Herausbildung normativer Ordnungen“ zur Ausstellung „Unter Waffen. Fire & Forget 2“.
Eines der sichtbarsten Zeichen der Interventionsgesellschaft in Kabul sind Sprengschutzmauern, die die Stadt durchziehen. Die Mauern dienen dem Schutz von Regierungsgebäuden, Botschaften und Wohnkomplexen lokaler und ausländischer Eliten. Die Mauern verändern die Gestalt der Stadt und konstruieren Räume vermeintlicher Sicherheit und Unsicherheit. Zugleich bieten sie eine Projektionsfläche für lokale Künstler und Aktivisten, die sich den Eingriffen in ihre Lebenswelt widersetzen.
Graffitis, die auf den Mauern angebracht werden, sind zugleich eine ästhetische und politische Reaktion auf die Transformation der Stadt. Um die Künstler, die die Mauern bemalen, gruppiert sich eine kleine Szene von Schauspielern, Dichtern, Malern und Musikern, die ihre Gesellschaft von innen verändern wollen. 2014 wurden sie zum Ziel eines Anschlags der Taliban. Die meisten kämpfen seither noch lauter – aber auch noch riskanter. Im Rahmen dieses Podiumsgesprächs werden Bilder gezeigt sowie ein kurzer Ausschnitt aus dem Kino-Dokumentarfilm „True Warriors“.
Veranstalter:
Museum Angewandte Kunst, gefördert durch die Kulturstiftung des Bundes, in Kooperation mit dem Exzellenzcluster „Die Herausbildung normativer Ordnungen“
Aktuelles aus dem Forschungszentrum
Dr. h.c. Gerhard Wiese – Wirken als Ankläger im Auschwitz Prozess
Der Frankfurter Auschwitz-Prozess von 1963 bis 1965 gilt als ein zentraler Wendepunkt in der juristischen und öffentlichen Auseinandersetzung mit den nationalsozialistischen Verbrechen in der Bundesrepublik Deutschland. Dr. h.c. Gerhard Wiese, der als junger Staatsanwalt zum Anklägerteam des Prozesses gehörte, berichtet aus seiner Perspektive auf die damaligen Ermittlungen und die Hauptverhandlung. Im Gespräch mit der Historikerin Dr. Katharina Rauschenberger (Fritz Bauer Institut) wird die Bedeutung des Prozesses für die strafrechtliche Aufarbeitung der NS-Verbrechen in den Blick genommen.
weitere Infos ›Dimensionen wehrhafter Demokratie in unsicheren Zeiten
Abich, Leon; Adams, Cosima; Biebricher, Thomas; Britz, Gabriele; Daase, Christopher; Deitelhoff, Nicole; Dönges, Jan; Krause, Leon; Nitzschner, Patrick; Siebert, Hannes; Siefert, Julian; Stephanblome, Isabelle (2026): "Dimensionen wehrhafter Demokratie in unsicheren Zeiten". DemoReg Working Paper 3.1.
weitere Infos ›Shifting Visions of Peace and Security
Podiumsdiskussion im Rahmen der Ringvorlesung “Peace and Security in Post-Liberal Times” mit Lisbeth Zimmermann (Goethe University/Normative Orders), Antonia Witt (PRIF), Siddarth Tripathi (University of Erfurt). Moderation: Jonas Wolff (Goethe University/PRIF/Normative Orders).
weitere Infos ›AI, War, and Big Tech
Vortrag von Ingvild Bode (University of Southern Denmark)im Rahmen der Ringvorlesung “Peace and Security in Post-Liberal Times”.
weitere Infos ›International arms control in a world of uncertainties
Vortrag von Malte Göttsche (TU Darmstadt/PRIF) im Rahmen der Ringvorlesung “Peace and Security in Post-Liberal Times”.
weitere Infos ›Enabling Authoritarianism: UN Peacekeeping and the Politics of Authoritarianism
Vortrag von Sarah von Billerbeck (University of Reading) im Rahmen der Ringvorlesung “Peace and Security in Post-Liberal Times”.
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