Kabul Street Art. Rückeroberung der Stadt mit Farbe
Diskussion und Kommentar mit Dr. Stefan Kroll (Exzellenzcluster „Die Herausbildung normativer Ordnungen“), Niklas Schenck (Journalist) und Ronja von Wurmb-Seibel (Journalistin und Autorin) am 8. März 2017 innerhalb des Rahmenprogramms des Exzellenzclusters „Die Herausbildung normativer Ordnungen“ zur Ausstellung „Unter Waffen. Fire & Forget 2“.
Eines der sichtbarsten Zeichen der Interventionsgesellschaft in Kabul sind Sprengschutzmauern, die die Stadt durchziehen. Die Mauern dienen dem Schutz von Regierungsgebäuden, Botschaften und Wohnkomplexen lokaler und ausländischer Eliten. Die Mauern verändern die Gestalt der Stadt und konstruieren Räume vermeintlicher Sicherheit und Unsicherheit. Zugleich bieten sie eine Projektionsfläche für lokale Künstler und Aktivisten, die sich den Eingriffen in ihre Lebenswelt widersetzen.
Graffitis, die auf den Mauern angebracht werden, sind zugleich eine ästhetische und politische Reaktion auf die Transformation der Stadt. Um die Künstler, die die Mauern bemalen, gruppiert sich eine kleine Szene von Schauspielern, Dichtern, Malern und Musikern, die ihre Gesellschaft von innen verändern wollen. 2014 wurden sie zum Ziel eines Anschlags der Taliban. Die meisten kämpfen seither noch lauter – aber auch noch riskanter. Im Rahmen dieses Podiumsgesprächs werden Bilder gezeigt sowie ein kurzer Ausschnitt aus dem Kino-Dokumentarfilm „True Warriors“.
Veranstalter:
Museum Angewandte Kunst, gefördert durch die Kulturstiftung des Bundes, in Kooperation mit dem Exzellenzcluster „Die Herausbildung normativer Ordnungen“
News from the research center
Vom rechtshistorischen Erkenntniswert antiker Tragödiendichtung: Überlegungen anhand Euripides’ Medeia
Pfeifer, Guido (2026): "Vom rechtshistorischen Erkenntniswert antiker Tragödiendichtung: Überlegungen anhand Euripides’ Medeia". In: Gsell, Beate; Rüfner, Thomas; Babusiaux, Ulrike (Hrsg.): Die unverzichtbare Wissenschaft – The Indispensable Science, Mohr Siebeck, S. 663-671.
more information ›"Das Andere in uns selbst" (Marcel Gauchet). Das Ideal gesellschaftlicher Autonomie und die Denkfigur der Alterität
Langner-Pitschmann, Annette (2026): „Das Andere in uns selbst“ (Marcel Gauchet). Das Ideal gesellschaftlicher Autonomie und die Denkfigur der Alterität. In: Schlette, Magnus et. al. (Hrsg.): Ordnung im Übergang Zur Funktion von Transzendenzbezügen in der Konstitution und Transformation politischer Gemeinschaft, Tübingen: Mohr Siebeck, S. 185-205.
more information ›Die neuen Warlords. Gewaltdynamiken einhegen / Friedensgutachten 2026
Die imperialistische Großmachtpolitik ändert die Vorzeichen von Krieg, Frieden und Sicherheit. Staaten agieren zunehmend wie Warlords und setzen Krieg als Mittel der Politik ein. Übergänge von Gewaltkonflikten zu Frieden werden als „Deals“ behandelt, Mittelmächte treten mit neuem Selbstbewusstsein, aber ambivalentem Kurs auf, und technologische Innovation verändert Kriege und erschwert die Regulierung. Zugleich befindet sich die internationale Kooperation in der Friedenssicherung in ihrer schwersten Krise. Das Friedensgutachten 2026 analysiert Optionen, dennoch Frieden zu fördern.
more information ›Governing the Subject of Populism
Biebricher, Thomas: "Governing the Subject of Populism". In: European Journal of Social Theory, OnlineFirst.
more information ›Das Recht der Gewalt. Warum Waffen allein keinen Frieden schaffen
Simon, Hendrik (2026): Das Recht der Gewalt. Warum Waffen allein keinen Frieden schaffen. Ditzingen: Reclam.
more information ›Schnittstellen im Gesundheitsrecht
Kießling, Andrea (Hrsg.) (2026): „Schnittstellen im Gesundheitsrecht“. Nomos.
more information ›International symposium honours the lifework of Jürgen Habermas
On Friday 19 June 2026, the Research Centre Normative Orders, in collaboration with Suhrkamp Verlag, paid tribute to the late Jürgen Habermas with an international symposium at Goethe University Frankfurt.
more information ›Identitätsbasierte Führung: Vom ICH zum WIR. Als Führungskraft gesunde und leistungsstarke Gruppen, Teams und Organisationen fördern
van Dick, Rolf; Kratzer, Benedik E., Steffens, Niklas K., Kerschreiter, Rudolf (2026): „Identitätsbasierte Führung: Vom ICH zum WIR. Als Führungskraft gesunde und leistungsstarke Gruppen, Teams und Organisationen fördern“. Springer Berlin.
more information ›Friedensgutachten 2026: Die neuen Warlords. Gewaltdynamiken einhegen
Nicole Deitelhoff, Christopher Daase (2026)
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