KI Wahrheitsregime
Mit Antonio Somaini (Sorbonne Nouvelle), Júlia Nueno Guitart/ Forensic Architecture (Goldsmith) und Medico International
Derzeit verändert Künstliche Intelligenz, wie Wissen und Wahrheit produziert und verstanden werden. Menschen werden zunehmend von Subjekten und aktiven Gestalter*innen zu bloßen Objekten automatisierter epistemischer Prozesse. Dass dieser Vorgang macht- und gewaltförmig ist, wird unter anderem durch rassistische und sexistische Verzerrungen KI-basierter biometrischer Modelle, dystopische KI-Überwachungstechnologien von Unternehmen wie Palantir und polizeiliche und militärische Einsätze analytischer KI-Werkzeuge wie der Software Lavender deutlich.
Wie können wir kritisch mit diesen Entwicklungen umgehen? Was können wir ihnen entgegensetzen? Im Gespräch mit Antonio Somaini, dem Kurator der Ausstellung The World Through AI und der Künstlerin und KI-Forscherin Júlia Nueno Guitart von Forensic Architecture und Medico International gehen wir diesen Fragen nach. Wir diskutieren, welche künstlerischen, aktivistischen und counter-forensischen Verfahren und Praxen subversiv gegen das neue KI-gestützte Wahrheitsregime vorgehen können. Und wir erörtern, welche Möglichkeiten maschinelles Lernen bietet, humanitäre Gegenuntersuchungen durchzuführen und epistemischen Widerstand zu leisten.
Im Rahmen der Veranstaltungsreihe Visual Truth Regimes, organisiert von Laliv Melamed (Goethe-Universität Frankfurt), Felix Trautmann (HBK Braunschweig / Institut für Sozialforschung) und Franziska Wildt (Institut für Sozialforschung).

