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23.06.2026 | Frankfurt am Main
Podiumsdiskussion

KI Wahrheitsregime

Mit Antonio Somaini (Sorbonne Nouvelle), Júlia Nueno Guitart/ Forensic Architecture (Goldsmith) und Medico International

Derzeit verändert Künstliche Intelligenz, wie Wissen und Wahrheit produziert und verstanden werden. Menschen werden zunehmend von Subjekten und aktiven Gestalter*innen zu bloßen Objekten automatisierter epistemischer Prozesse. Dass dieser Vorgang macht- und gewaltförmig ist, wird unter anderem durch rassistische und sexistische Verzerrungen KI-basierter biometrischer Modelle, dystopische KI-Überwachungstechnologien von Unternehmen wie Palantir und polizeiliche und militärische Einsätze analytischer KI-Werkzeuge wie der Software Lavender deutlich.

Wie können wir kritisch mit diesen Entwicklungen umgehen? Was können wir ihnen entgegensetzen? Im Gespräch mit Antonio Somaini, dem Kurator der Ausstellung The World Through AI und der Künstlerin und KI-Forscherin Júlia Nueno Guitart von Forensic Architecture und Medico International gehen wir diesen Fragen nach. Wir diskutieren, welche künstlerischen, aktivistischen und counter-forensischen Verfahren und Praxen subversiv gegen das neue KI-gestützte Wahrheitsregime vorgehen können. Und wir erörtern, welche Möglichkeiten maschinelles Lernen bietet, humanitäre Gegenuntersuchungen durchzuführen und epistemischen Widerstand zu leisten.

Im Rahmen der Veranstaltungsreihe Visual Truth Regimes, organisiert von Laliv Melamed (Goethe-Universität Frankfurt), Felix Trautmann (HBK Braunschweig / Institut für Sozialforschung) und Franziska Wildt (Institut für Sozialforschung).

Aktuelles aus dem Forschungszentrum

News
16.07.2026

Was verteidigen wir, wenn wir Demokratie verteidigen?

Die Krise der Demokratie stand im Mittelpunkt der diesjährigen Jahreskonferenz. Angesichts des weltweiten Erstarkens autoritärer und populistischer Bewegungen diskutierten internationale Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aktuelle Gefährdungen demokratischer Ordnungen und die grundlegende normative Frage: Was genau verteidigen wir eigentlich, wenn wir Demokratie verteidigen?

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News
15.07.2026

Von der normativen Kraft des Rechts in Zeitenwenden

Erleben wir gegenwärtig den Übergang von einer regelbasierten internationalen Ordnung zu einer Machtordnung? Dieser weitverbreiteten Diagnose widerspricht Hendrik Simon in seinem neuen Buch „Das Recht der Gewalt. Warum Waffen allein keinen Frieden schaffen“, das am 15. Juli im Reclam-Verlag erschienen ist.

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Publikation
15.07.2026 | Monographie

Das Recht der Gewalt. Warum Waffen allein keinen Frieden schaffen

Simon, Hendrik (2026): Das Recht der Gewalt. Warum Waffen allein keinen Frieden schaffen. Ditzingen: Reclam.

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News
01.07.2026

Stadtgespräch debattiert Chancen und Grenzen des Parteiverbots

Wie soll eine Demokratie mit politischen Kräften umgehen, die ihre eigenen Grundlagen in Frage stellen? Dieser Frage widmete sich das XXIV. Frankfurter Stadtgespräch am 23. Juni 2026 im Frankfurter Museum für Kommunikation.

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News
19.06.2026

Internationales Symposium würdigt Lebenswerk von Jürgen Habermas

Am Freitag, den 19. Juni 2026, würdigte das Forschungszentrum Normative Orders gemeinsam mit dem Suhrkamp-Verlag den verstorbenen Jürgen Habermas mit einem internationalen Symposium an der Goethe-Universität Frankfurt.

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News
03.06.2026

Crisis Talk zu Vertrauen, Zusammenhalt und Demokratie in Europa

Vertrauen, Zusammenhalt, Demokratie – drei große Begriffe, die in Europa derzeit allgegenwärtig sind und am 02. Juni 2026 im "Crisis Talk" in Brüssel diskutiert wurden.

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