31.12.2025
Zeitschriftenartikel

Kapitalismus und Konservatismus: Oder, wie konservativ ist die schwäbische Hausfrau?

Blickt man auf den real existierenden Konservatismus der (deutschen) Gegenwart, dann gewinnt man zum einen den Eindruck, dass Konservatismus und Kapitalismus eine natürliche Allianz bilden und zum anderen, dass die Figur der schwäbischen Hausfrau konservativ-kapitalistische Tugenden auf ideale Weise verkörpert. Im vorliegenden Beitrag werden beide vermeintlichen Selbstverständlichkeiten einer kritischen Überprüfung unterzogen, indem zunächst mit Verweis auf den US-amerikanischen Neokonservatismus gezeigt wird, dass das Verhältnis zwischen Konservatismus und Kapitalismus durchaus spannungsreicher ist, als es zunächst den Anschein hat. Im Folgenden wird auf der Grundlage einer pointierten Konzeptionalisierung eines zweipoligen Konservatismus als anti-revolutionäres Präventionsregime argumentiert, dass die Kombination aus Schwarzer Null und Schuldenbremse im Geist der schwäbischen Hausfrau mitnichten als ideal konservativer Politik gelten kann, sondern, im Gegenteil als ideologische Rechtfertigung einer zutiefst unkonservativen Politik des Zehrens von der Substanz auf Kosten der Zukunft diente.

Aktuelles aus dem Forschungszentrum

News
16.07.2026

Was verteidigen wir, wenn wir Demokratie verteidigen?

Die Krise der Demokratie stand im Mittelpunkt der diesjährigen Jahreskonferenz. Angesichts des weltweiten Erstarkens autoritärer und populistischer Bewegungen diskutierten internationale Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aktuelle Gefährdungen demokratischer Ordnungen und die grundlegende normative Frage: Was genau verteidigen wir eigentlich, wenn wir Demokratie verteidigen?

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News
15.07.2026

Von der normativen Kraft des Rechts in Zeitenwenden

Erleben wir gegenwärtig den Übergang von einer regelbasierten internationalen Ordnung zu einer Machtordnung? Dieser weitverbreiteten Diagnose widerspricht Hendrik Simon in seinem neuen Buch „Das Recht der Gewalt. Warum Waffen allein keinen Frieden schaffen“, das am 15. Juli im Reclam-Verlag erschienen ist.

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Publikation
15.07.2026 | Monographie

Das Recht der Gewalt. Warum Waffen allein keinen Frieden schaffen

Simon, Hendrik (2026): Das Recht der Gewalt. Warum Waffen allein keinen Frieden schaffen. Ditzingen: Reclam.

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News
01.07.2026

Stadtgespräch debattiert Chancen und Grenzen des Parteiverbots

Wie soll eine Demokratie mit politischen Kräften umgehen, die ihre eigenen Grundlagen in Frage stellen? Dieser Frage widmete sich das XXIV. Frankfurter Stadtgespräch am 23. Juni 2026 im Frankfurter Museum für Kommunikation.

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News
19.06.2026

Internationales Symposium würdigt Lebenswerk von Jürgen Habermas

Am Freitag, den 19. Juni 2026, würdigte das Forschungszentrum Normative Orders gemeinsam mit dem Suhrkamp-Verlag den verstorbenen Jürgen Habermas mit einem internationalen Symposium an der Goethe-Universität Frankfurt.

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News
03.06.2026

Crisis Talk zu Vertrauen, Zusammenhalt und Demokratie in Europa

Vertrauen, Zusammenhalt, Demokratie – drei große Begriffe, die in Europa derzeit allgegenwärtig sind und am 02. Juni 2026 im "Crisis Talk" in Brüssel diskutiert wurden.

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