Waffen für alle? Die Pistole aus dem 3D-Drucker
Podiumsgespräch mit Prof. Dr. Christopher Daase (Professor für Internationale Organisationen der Goethe-Universität Frankfurt am Main, Exzellenzcluster „Die Herausbildung normativer Ordnungen“, Leibniz-Institut Stfitung Hessische Friedens- und Konfliktforschung) und Marco Fey (Leibniz-Institut Stiftung Hessische Friedens- und Konfliktforschung) am 13. Januar 2017 innerhalb des Rahmenprogramms des Exzellenzclusters „Die Herausbildung normativer Ordnungen“ zur Ausstellung „Unter Waffen. Fire & Forget 2“.
Funktionsfähige Kleinwaffen aus dem 3D-Drucker sind längst keine Zukunftsfantasie mehr. Was für so genannte Wiki-Waffen für den Privatgebrauch gilt, gilt aber auch im großen Stil: Staaten, Guerillaorganisationen und Terrorgruppen können sich mit Hilfe additiver Fertigungstechniken Waffen verschaffen, an die sie auf legalem Wegen nicht gelangen konnten. Selbst Raketen, Drohnen und Komponenten von Massenvernichtungswaffen sind auf diesem Wege für jedermann zugänglich. Die Möglichkeit, Waffen zu drucken untergräbt nationale und internationale Programme, die Verbreitung von Waffen einzuschränken. Wenn sich potenziell jeder eine Waffe nach seinen Wünschen drucken kann, was hat das für Auswirkungen auf unsere Sicherheit und das Zusammenleben von Menschen, Gruppen und Staaten? Welche Herausforderungen stellen sich für die Sicherheitspolitik und welche Möglichkeiten gibt es, das massenhafte Drucken von Waffen zu verhindern?
Veranstalter:
Museum Angewandte Kunst, gefördert durch die Kulturstiftung des Bundes, in Kooperation mit dem Exzellenzcluster „Die Herausbildung normativer Ordnungen“
Aktuelles aus dem Forschungszentrum
Dr. h.c. Gerhard Wiese – Wirken als Ankläger im Auschwitz Prozess
Der Frankfurter Auschwitz-Prozess von 1963 bis 1965 gilt als ein zentraler Wendepunkt in der juristischen und öffentlichen Auseinandersetzung mit den nationalsozialistischen Verbrechen in der Bundesrepublik Deutschland. Dr. h.c. Gerhard Wiese, der als junger Staatsanwalt zum Anklägerteam des Prozesses gehörte, berichtet aus seiner Perspektive auf die damaligen Ermittlungen und die Hauptverhandlung. Im Gespräch mit der Historikerin Dr. Katharina Rauschenberger (Fritz Bauer Institut) wird die Bedeutung des Prozesses für die strafrechtliche Aufarbeitung der NS-Verbrechen in den Blick genommen.
weitere Infos ›Dimensionen wehrhafter Demokratie in unsicheren Zeiten
Abich, Leon; Adams, Cosima; Biebricher, Thomas; Britz, Gabriele; Daase, Christopher; Deitelhoff, Nicole; Dönges, Jan; Krause, Leon; Nitzschner, Patrick; Siebert, Hannes; Siefert, Julian; Stephanblome, Isabelle (2026): "Dimensionen wehrhafter Demokratie in unsicheren Zeiten". DemoReg Working Paper 3.1.
weitere Infos ›Shifting Visions of Peace and Security
Podiumsdiskussion im Rahmen der Ringvorlesung “Peace and Security in Post-Liberal Times” mit Lisbeth Zimmermann (Goethe University/Normative Orders), Antonia Witt (PRIF), Siddarth Tripathi (University of Erfurt). Moderation: Jonas Wolff (Goethe University/PRIF/Normative Orders).
weitere Infos ›AI, War, and Big Tech
Vortrag von Ingvild Bode (University of Southern Denmark)im Rahmen der Ringvorlesung “Peace and Security in Post-Liberal Times”.
weitere Infos ›International arms control in a world of uncertainties
Vortrag von Malte Göttsche (TU Darmstadt/PRIF) im Rahmen der Ringvorlesung “Peace and Security in Post-Liberal Times”.
weitere Infos ›Enabling Authoritarianism: UN Peacekeeping and the Politics of Authoritarianism
Vortrag von Sarah von Billerbeck (University of Reading) im Rahmen der Ringvorlesung “Peace and Security in Post-Liberal Times”.
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