Entfesseltes Ich – 1968 und das Experiment mit neuen Lebensformen
Podiumsdiskussion im Rahmen der Frankfurter Bürger-Universität „50 Jahre in Bewegung – 1968 und die Folgen“ am 08. Juni 2018 im Foyer des PA-Gebäudes auf dem Uni Campus Westend
Podiumsgäste sind:
Prof. i.R. Sibylla Flügge (Juristin und Frauenrechtlerin, Frankfurt University of Applied Sciences),
Gisela Getty (Fotografin, Regisseurin, Schriftstellerin, ehemaliges Mitglied der Kommune 1),
Matthias Horx (Trend- und Zukunftsforscher),
Prof. Till van Rahden (Historiker, Université de Montréal)
Mit 68 scheint die Befreiung des Individuums von Konventionen, Bindungen, Ressentiments und Grenzen einen historischen Schub erfahren zu haben. Das Leben – vor allem der jungen Bildungsbürger – inszenierte sich als großes Experiment. Dabei spielte auch die Kunst als individuelle Inszenierungs- und Darstellungsform eine wichtige Rolle. Ob die Infragestellung der Ehe Legalisierung gleichgeschlechtlicher Lebenspartnerschaften, sexuelle Befreiung, Drogenkonsum, antiautoritäre Erziehung – das Individuum schien die Ketten eines „überkommenen Spießertums“ regelrecht sprengen zu wollen.
Der zweite Bürger-Uni-Abend geht der Frage nach, inwieweit diese Experimente in der heutigen gesellschaftlichen Wirklichkeit nachwirken und wie viel Selbstinszenierung das Geschehen rund um die 68er-Bewegung begleitete.
Moderation:
Thomas Thiel (Frankfurter Allgemeine Zeitung)
Veranstalter:
Eine Kooperation der Goethe-Universität mit dem Exzellenzcluster „Die Herausbildung normativer Ordnungen“ und der Frankfurter Allgemeinen Zeitung
Aktuelles aus dem Forschungszentrum
Dr. h.c. Gerhard Wiese – Wirken als Ankläger im Auschwitz Prozess
Der Frankfurter Auschwitz-Prozess von 1963 bis 1965 gilt als ein zentraler Wendepunkt in der juristischen und öffentlichen Auseinandersetzung mit den nationalsozialistischen Verbrechen in der Bundesrepublik Deutschland. Dr. h.c. Gerhard Wiese, der als junger Staatsanwalt zum Anklägerteam des Prozesses gehörte, berichtet aus seiner Perspektive auf die damaligen Ermittlungen und die Hauptverhandlung. Im Gespräch mit der Historikerin Dr. Katharina Rauschenberger (Fritz Bauer Institut) wird die Bedeutung des Prozesses für die strafrechtliche Aufarbeitung der NS-Verbrechen in den Blick genommen.
weitere Infos ›Dimensionen wehrhafter Demokratie in unsicheren Zeiten
Abich, Leon; Adams, Cosima; Biebricher, Thomas; Britz, Gabriele; Daase, Christopher; Deitelhoff, Nicole; Dönges, Jan; Krause, Leon; Nitzschner, Patrick; Siebert, Hannes; Siefert, Julian; Stephanblome, Isabelle (2026): "Dimensionen wehrhafter Demokratie in unsicheren Zeiten". DemoReg Working Paper 3.1.
weitere Infos ›Shifting Visions of Peace and Security
Podiumsdiskussion im Rahmen der Ringvorlesung “Peace and Security in Post-Liberal Times” mit Lisbeth Zimmermann (Goethe University/Normative Orders), Antonia Witt (PRIF), Siddarth Tripathi (University of Erfurt). Moderation: Jonas Wolff (Goethe University/PRIF/Normative Orders).
weitere Infos ›AI, War, and Big Tech
Vortrag von Ingvild Bode (University of Southern Denmark)im Rahmen der Ringvorlesung “Peace and Security in Post-Liberal Times”.
weitere Infos ›International arms control in a world of uncertainties
Vortrag von Malte Göttsche (TU Darmstadt/PRIF) im Rahmen der Ringvorlesung “Peace and Security in Post-Liberal Times”.
weitere Infos ›Enabling Authoritarianism: UN Peacekeeping and the Politics of Authoritarianism
Vortrag von Sarah von Billerbeck (University of Reading) im Rahmen der Ringvorlesung “Peace and Security in Post-Liberal Times”.
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