Entfesseltes Ich – 1968 und das Experiment mit neuen Lebensformen

Podiumsdiskussion im Rahmen der Frankfurter Bürger-Universität „50 Jahre in Bewegung – 1968 und die Folgen“ am 08. Juni 2018 im Foyer des PA-Gebäudes auf dem Uni Campus Westend

Podiumsgäste sind:

Prof. i.R. Sibylla Flügge (Juristin und Frauenrechtlerin, Frankfurt University of Applied Sciences),
Gisela Getty (Fotografin, Regisseurin, Schriftstellerin, ehemaliges Mitglied der Kommune 1),
Matthias Horx (Trend- und Zukunftsforscher),
Prof. Till van Rahden (Historiker, Université de Montréal)

Mit 68 scheint die Befreiung des Individuums von Konventionen, Bindungen, Ressentiments und Grenzen einen historischen Schub erfahren zu haben. Das Leben – vor allem der jungen Bildungsbürger – inszenierte sich als großes Experiment. Dabei spielte auch die Kunst als individuelle Inszenierungs- und Darstellungsform eine wichtige Rolle. Ob die Infragestellung der Ehe Legalisierung gleichgeschlechtlicher Lebenspartnerschaften, sexuelle Befreiung, Drogenkonsum, antiautoritäre Erziehung – das Individuum schien die Ketten eines „überkommenen Spießertums“ regelrecht sprengen zu wollen.

Der zweite Bürger-Uni-Abend geht der Frage nach, inwieweit diese Experimente in der heutigen gesellschaftlichen Wirklichkeit nachwirken und wie viel Selbstinszenierung das Geschehen rund um die 68er-Bewegung begleitete.

 

Moderation:
Thomas Thiel (Frankfurter Allgemeine Zeitung)

Veranstalter:
Eine Kooperation der Goethe-Universität mit dem Exzellenzcluster „Die Herausbildung normativer Ordnungen“ und der Frankfurter Allgemeinen Zeitung

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Auf der Frankfurter Buchmesse spricht der diesjährige Preisträger des Friedenspreises des Deutschen Buchhandels Philippe Sands mit dem Friedensforscher und Historiker Hendrik Simon über die Geschichte, Gegenwart und Zukunft des Völkerrechts, über Ökozid und über die Frage, welche Rolle das Recht in einer von massiver Gewalt und globaler Zerstörung geprägten Welt spielen kann: von der East West Street bis zum Anthropozän.

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10.10.2026 | Frankfurt am Main

Das Recht der Gewalt. Warum Waffen allein keinen Frieden schaffen

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»Der Krieg ist zurück in Europa!«, heißt es – und mit ihm die Angst. Müssen wir wieder die Sprache der Machtpolitik lernen, um den Frieden zu sichern? Stehen wir wirklich vor dem Ende der regelbasierten Ordnung? Dr. Hendrik Simon bezieht im Gespräch mit Dr. Stefan Kroll in dieser hitzigen Debatte Stellung.

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Publikation
07.09.2026 | Monographie

The Examined Illness. A Philosopher's Confrontation with Deadly Disease

Moellendorf, Darrel (2026): The Examined Illness: A Philosopher Confronts Deadly Disease, Bristol: intellect.

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20.08.2026 | Buchkapitel

Abschied vom Neoliberalismus im Zeichen des Postliberalismus?

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20.08.2026 | Buchkapitel

Krise oder Verfall der Weltordnung? Liberale und postliberale Erklärungen internationalen Wandels

Daase, Christopher (2026): Krise oder Verfall der Weltordnung? Liberale und postliberale Erklärungen internationalen Wandels. In: Selk, Veith; Hofmann, Julian Nicolai (Hrsg.): Postliberalismus? Eine transatlantische Debatte. Berlin: Suhrkamp, S. 205-221.

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