Babes Behind Bars – Gesetz und Gewalt im Frauengefängnisfilm
Vortrag von Verena Lueken (F.A.Z.) am 25. April 2014 zur Ringvorlesung „Gesetz und Gewalt im Kino“ über „Caged“ (John Cromwell, USA 1950)
Verena Lueken, Filmkritikerin der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, stellt in ihrer Einführung in den wenig bekannten Frauengefängnisfilm „Caged“ von John Cromwell (USA 1950) mehrere differenzierte Bezüge zum übergeordneten Thema der Veranstaltung her. Im Mittelpunkt von Luekens Ausführungen stehen vier einander überlappende Systeme normativer Ordnungen, die sie zum Teil als Objekt der Darstellung im Film selbst, zum Teil aber auch als wesentliches Wirkungsprinzip seiner Entstehungsumstände identifiziert.
Nachdem sie den Film in das Genre des Frauengefängnisfilms sowohl eingeordnet als auch von bestimmten Klischees abgegrenzt hat, beschreibt Lueken das narrative Geschehen im Film als Konflikt zwischen der staatlichen Ordnung der Institution Gefängnis und der gewalttätigen Ordnung, die das Leben der Insassen kennzeichne. Ausgehend von diesen Deutungen arbeitet Lueken heraus, inwieweit sich der Film bestehenden Genrekonventionen widersetzte. Als vierte Ordnung wird schließlich mit dem Verweis auf die erschwerten Entstehungsbedingungen des Films die Selbstzensur in Hollywood vor allem während der 50er und 60er Jahre genannt, was Lueken zum Anlass nimmt, auch die gesellschaftskritische Dimension des Films auszuloten.
Veranstalter:
Exzellenzcluster „Die Herausbildung normativer Ordnungen“ mit dem Kulturamt der Stadt Frankfurt am Main
Aktuelles aus dem Forschungszentrum
„Dass niemand wirklich frei ist, bevor es nicht alle sind.“
International Symposium in Memory of Jürgen Habermas. Featuring international panels on the rise of authoritarianism and the threats to democracy as well as on the communicative turn in philosophy and sociology, followed by a keynote from by Axel Honneth.
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Derzeit verändert Künstliche Intelligenz, wie Wissen und Wahrheit produziert und verstanden werden. Menschen werden zunehmend von Subjekten und aktiven Gestalter*innen zu bloßen Objekten automatisierter epistemischer Prozesse. In Rahmen dieser Veranstaltung sollen die kritische Beurteilung dieser Entwicklung sowie mögliche widerständige Praxen diskutiert werden. Mit Antonio Somaini, Júlia Nueno Guitart (Forensic Architecture) und Medico International.
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A two-day workshop on Howard Williams‘ new book about Immanuel Kant‘s political philosophy.
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Die Diskussion knüpft an den Sammelband „Rechtsextremismus als Herausforderung für Polizei und Gesellschaft“ an, der aktuelle Perspektiven aus Wissenschaft, Praxis und Zivilgesellschaft zusammenführt.
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Mit „Our Planet, Our Health“ startet eine neue Videopodcast-Reihe zu Fragen globaler Gesundheitsgerechtigkeit. Die Reihe, gehostet von Dr. Romina Rekers, ist eine Initiative des Global Health Justice Postdoctoral Programme (GHJ), gefördert von der Höppschen Stiftung.
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Im Rahmen der Gesprächsreihe Frankfurter Schule hat die Professorin für Filmwissenschaft gemeinsam mit dem Journalisten und Filmkritiker Bert Rebhandl über die Aktualität des Begriffs Kulturindustrie und sein Verständnis im Kontext digitaler und globaler Medien gesprochen.
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