40 Jahre Schengen-Raum
XXV. Walter Hallstein-Kolloquium
Am 14. Juni 1984 wurde der Vertrag von Schengen unterzeichnet, zunächst von Deutschland, Frankreich und den Benelux-Staaten. Das in der Folge entstandene Schengen-System umfasst heute 29 Staaten und hat einen in der Welt einmaligen Raum ohne Binnengrenzen geschaffen. Von Anfang an begleitete ihn das Thema der Migration über die Außengrenzen, die zu Veränderungen des Asylrechts in Europa führte. In den letzten Jahren hat eine Reihe von Schengen-Staaten die eigentlich abgeschafften Grenzkontrollen wie-der eingeführt, um irregulärer Migration und durch sie ausgelösten Überfremdungsängsten, seien sie berechtigt oder nicht, zu begegnen. Mit Wirkung vom 8. Mai 2025 ist die amtierende Bundesregierung diesen Schritt gegangen. Das diesjährige Walter Hallstein-Kolloquium will die Gelegenheit bieten, sich über die rechtlichen und ökonomischen Folgefragen dieser Politik auszutauschen. So wird zuerst die rechtliche Zulässigkeit der Wiedereinführung von Grenz-kontrollen aus der Sicht des europäischen und des innerstaatlichen Rechts das Thema sein. Der zweite Vortrag wird sich mit Arbeitsmigration und den Implikationen der neuen Lage für den Wirtschaftsstandort Europa, insbesondere den Arbeitsmarkt befassen. Drittens schließlich ist aus europäischer Sicht zu fragen, wie es mit dem Schengen-Raum weitergehen soll.
Die Veranstaltung richtet sich an Angehörige aller Fachbereiche der Universität und die interessierte Öffentlichkeit.
Anmeldungen richten Sie bitte bis zum 17. März 2026 an Psaila@jur.uni-frankfurt.de.
