19.10.2023
Buchkapitel

Workshop „Recht und Technik: Datenschutz im Diskurs“

Aus dem Vorwort:

Der Workshop „Recht und Technik – Datenschutz im Diskurs“ ist nach zehn Jahren ein kontinuierlicher und fester Bestandteil der Jahrestagung der Gesellschaft für Informatik. Nach dem pandemiebedingten zweimaligen Ausweichen auf das Online-Format kann er nun zum zweiten Mal wieder in Präsenz stattfinden. Bei aller erfreulichen Lebendigkeit der Online-Treffen war es uns im letzten Jahre eine große Freude, Gastgeber eines sehr gut besuchten und intensiv diskutierenden Workshops der Jahrestagung sein zu dürfen.

Inhaltlich bleibt die Ausrichtung wie gewohnt: Wir bieten ein Forum für Beiträge von Informatiker/innen, Juristen/innen und Vertreter/innen benachbarter Fächer, die an Fragestellungen des technikbasierten Datenschutzes arbeiten. Wie schon in den Vorjahren werden Themen adressiert, die anwendungsorientiertes Potential für interdisziplinären Diskurs und Zusammenarbeit bieten und die Möglichkeiten aufzeigen, wie Datenschutz durch Technik präzisiert und umgesetzt werden kann.

Die Beiträge, die wir aus der Vielzahl an qualitätsvollen Einreichungen in einem peer-reviewed-Verfahren mit Unterstützung unserer Gutachter/innen auswählen konnten, zeigen die thematische und disziplinären Bandbreite der derzeit im Spannungsfeld von Recht und Technik diskutierten Themen. Die Einreichungen ordnen sich zu folgenden drei Themenfeldern:

1. Governance und Enforcement des Datenschutzrechts am Beispiel der aktuellen
Bußgeldpraxis der Aufsichtsbehörden

2. Transparenzfragen an der Schnittstelle zwischen rechtlichen Informationspflichten und konkreter technischer Umsetzung

3. Datenschutz und Künstliche Intelligenz am Beispiel der geplanten „KI-Reallabore“

Aktuelles aus dem Forschungszentrum

Veranstaltung
08.07.2026 | Frankfurt am Main

Krisenhafter Wandel der Gegenwart. Einige soziologische Beobachtungen

Vortrag

Der Vortrag von Prof. Dr. Steffen Mau beschäftigt sich mit den Krisensymptomen des liberalen Gesellschaftmodells. Krisenhafter sozialer Wandel ist dadurch zu charakterisieren, dass er nicht allmählich, sondern abrupt vor sich geht und zur Destabilisierung bestehender Institutionen, Ordnungen und Normen führt. Zugleich sollte er von den Menschen auch als krisenhaft erlebt werden und mit Orientierungslosigkeit, Vertrauensverlust und erhöhten Spannungen einhergehen. Der Vortrag findet im Rahmen der Kantorowicz Lectures in Political Language statt.

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Veranstaltung
18.04.2026 | Frankfurt am Main

Das Prinzip Donald Trump und die Verrohung der Welt

Podiumsdiskussion, Vortrag

Ein neuer Politikstil macht international Karriere. Er ist gekennzeichnet von Vulgarität, Verrohung und erklärter Rechtsfeindschaft. Machtinteressen werden nicht mehr juristisch bemäntelt. Stattdessen wird das angebliche Recht des Stärkeren zur Staatsdoktrin gemacht – innenpolitisch wie außenpolitisch. Treibende Kraft hinter dieser Verrohung der politischen Sitten ist ein US-Präsident, der nicht nur die amerikanische Gesellschaft und Kultur, sondern auch die globale Ordnung nach seinen Vorstellungen und Interessen umgestaltet. Die Römerberggespräche wollen diesen Politikstil verstehen.

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Veranstaltung
29.04.2026 | Frankfurt am Main

Kulturindustrie heute?

Podiumsdiskussion

Das Gespräch „Kulturindustrie heute?“ widmet sich der Aktualität und Tragfähigkeit eines zentralen Begriffs der Kritischen Theorie. Die Filmwissenschaftlerin Gertrud Koch diskutiert im Rahmen der Gesprächsreihe "Frankfurter Schule" mit dem Filmkritiker Bert Rebhandl die gegenwärtigen Formen kultureller Produktion und Verbreitung vor dem Hintergrund von Digitalisierung, Plattformen und globalen Medienmärkten.

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News
19.02.2026

Call for Applications – Postdoctoral Fellowships

Am Forschungszentrum Normative Ordnungen sind für das akademische Jahr 2026/2027 mehrere Postdoctoral Fellowships mit einer Laufzeit von 10 Monaten (Beginn: 1. Oktober 2026) ausgeschrieben. Bewerbungsschluss für alle Programme ist der 15. März 2026.

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Veranstaltung
20.03.2026 | Frankfurt am Main

40 Jahre Schengen-Raum

Kolloqium

Der 1984 geschlossene Schengen-Vertrag schuf einen heute 29 Staaten umfassenden Raum ohne Binnengrenzen, doch Migration über die Außengrenzen führte zuletzt zur Wiedereinführung von Kontrollen, auch durch die Bundesregierung ab 8. Mai 2025. Das Walter Hallstein-Kolloquium diskutiert die rechtliche Zulässigkeit, wirtschaftliche Folgen insbesondere für Arbeitsmigration und Arbeitsmarkt sowie die Zukunft des Schengen-Raums.

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News
12.02.2026

Satanistische Politik und der Niedergang der Vernunft in liberalen Demokratien

Ein letztes Mal im Wintersemester 2025/26 lud das Forschungszentrum zur Ringvorlesung „Am Scheidepunkt. Zur Krise der Demokratie“. Zum Abschluss hat der Philosoph Michael Rosen von der Harvard University sein Konzept der „satanic politics“ als eine Variante der politischen Deutung der Welt vorgestellt.

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News
09.02.2026

Zur Aktualität des Gewaltbegriffs anhand von Camus und Derrida

Prof. Dr. Christine Abbt von der Universität St. Gallen hat im Rahmen der Ringvorlesung „Am Scheidepunkt? Zur Krise der Demokratie“ einen Vortrag über Demokratien und den Gewaltbegriff gehalten. Unter dem Titel „Demokratien verteidigen. Zur Aktualität des Gewaltbegriffs bei Camus und Derrida“ besprach die Philosophin Formen von Gewalt und Revolte und ordnete diese im Hinblick auf ein demokratisches Setting ein.

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Publikation
04.02.2026 | Zeitschriftenartikel

New Perspectives on Trust in International Conflicts

Wille, Tobias; Simon, Hendrik; Daase, Christopher; Deitelhoff, Nicole; Wheeler, Nicholas J.; Holmes, Marcus; Rathbun, Brian C.; Acharya, Amitav; Mitzen, Jennifer (2026): „New Perspectives on Trust in International Conflicts“. In: International Studies Review 28 (1), viaf027. 

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News
02.02.2026

Staatlicher Wettbewerb um Menschen – David Owen über civil geopolitics

Im Rahmen der Ringvorlesung „Am Scheidepunkt – Zur Zukunft der Demokratie“ präsentierte David Owen von der Universität Southampton sein Konzept der civil geopolitics.

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