Was bleibt von der Verantwortung jenseits der Strafe übrig?
Über das Buch
Strafen scheint – auch in aufgeklärt liberalen Gesellschaften – alternativlos. Dabei ist der Streit um Alternativen zu Strafe und Strafrecht so alt wie diese Institutionen selbst. In den vergangenen Jahren ist eine neue gesellschaftliche, aber auch rechts- und sozialwissenschaftliche Sensibilität für das Thema entstanden, die die Debatte erneut angefacht hat.
Die Beiträge des vorliegenden Bandes greifen diese Debatte mit dem Ziel auf, den interdisziplinären Austausch zu fördern und das Problembewusstsein in Theorie und Praxis zu schärfen. Vor diesem Hintergrund geht es etwa um Gefängniskritik, die Kritik der Ersatzfreiheitsstrafe, die Kontroverse um den carceral feminism oder die Polizeikritik. Der Band versammelt verschiedene Perspektiven auf das Strafrecht zwischen Wandel und Abschaffung des Strafens, ein besonderer Fokus liegt auf den Alternativen im, zum und durch das Strafrecht.