20.02.2025
Monographie

Kritik der strafenden Vernunft. Studien zu Recht, Verletzlichkeit und Schmerz

Das Strafen gehört zu unserem Alltag und ist doch vehementer Kritik ausgesetzt. Wenn der vorliegende Essay dieses Unbehagen am Strafen erneut aufgreift, dann nicht um Altes zu wiederholen. Vielmehr geht es in diesem Essay darum, der Kritik eine neue Seite abzugewinnen. Dafür soll an der aktuellen Debatte um Verletzlichkeit und verletzliche Leben angeknüpft werden. Die heute übliche Rede von Verletzlichkeit betont das Verbindende und Prekäre, das Fragile und Konflikthafte freier Lebensformen. Das Strafrecht versucht, diese lebensweltlichen Erfahrungen durch ein expressives Schmerzregime zu stabilisieren. Dass es daran allzu oft scheitert, ist kein Geheimnis. Aus der Perspektive der Verletzlichkeit lässt sich aber besser verstehen, warum. Denn auf erfahrenes Leid mit Strafschmerz zu reagieren zeigt, dass auch noch das liberale Recht einem Mythos aufsitzt: Es glaubt verletzliche Rechtssubjekte durch Leiden zur Vernunft bringen und auf diese Weise der existentiellen Not der Opfer gerecht werden zu können. Ein Recht, das den darin liegenden Widerspruch erkennt, muss andere Antworten finden.

Aktuelles aus dem Forschungszentrum

Publikation
08.09.2026 | Monographie

Bedingungen unserer Existenz. Zur Aktualität Michel Foucaults

Saar, Martin; Vogelmann, Frieder (2026): Bedingungen unserer Existenz. Zur Aktualität Michel Foucaults. Berlin: Suhrkamp. 

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Veranstaltung
10.10.2026 | Frankfurt

Von der East West Street zum Anthropozän: Das Recht gegen Gewalt und Zerstörung

Podiumsdiskussion

Auf der Frankfurter Buchmesse spricht der diesjährige Preisträger des Friedenspreises des Deutschen Buchhandels Philippe Sands mit dem Friedensforscher und Historiker Hendrik Simon über die Geschichte, Gegenwart und Zukunft des Völkerrechts, über Ökozid und über die Frage, welche Rolle das Recht in einer von massiver Gewalt und globaler Zerstörung geprägten Welt spielen kann: von der East West Street bis zum Anthropozän.

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Veranstaltung
10.10.2026 | Frankfurt am Main

Das Recht der Gewalt. Warum Waffen allein keinen Frieden schaffen

Buchvorstellung

»Der Krieg ist zurück in Europa!«, heißt es – und mit ihm die Angst. Müssen wir wieder die Sprache der Machtpolitik lernen, um den Frieden zu sichern? Stehen wir wirklich vor dem Ende der regelbasierten Ordnung? Dr. Hendrik Simon bezieht im Gespräch mit Dr. Stefan Kroll in dieser hitzigen Debatte Stellung.

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Publikation
07.09.2026 | Monographie

The Examined Illness. A Philosopher's Confrontation with Deadly Disease

Moellendorf, Darrel (2026): The Examined Illness: A Philosopher Confronts Deadly Disease, Bristol: intellect.

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Publikation
20.08.2026 | Buchkapitel

Abschied vom Neoliberalismus im Zeichen des Postliberalismus?

Biebricher, Thomas (2026): Abschied vom Neoliberalismus im Zeichen des Postliberalismus? In: Selk, Veith; Hofmann, Julian Nicolai (Hrsg.): Postliberalismus? Eine transatlantische Debatte. Berlin: Suhrkamp, S. 222-246.

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Publikation
20.08.2026 | Buchkapitel

Krise oder Verfall der Weltordnung? Liberale und postliberale Erklärungen internationalen Wandels

Daase, Christopher (2026): Krise oder Verfall der Weltordnung? Liberale und postliberale Erklärungen internationalen Wandels. In: Selk, Veith; Hofmann, Julian Nicolai (Hrsg.): Postliberalismus? Eine transatlantische Debatte. Berlin: Suhrkamp, S. 205-221.

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