16.01.2023
Sammelband

Investigating, Punishing, Agitating. Nazi Perpetrator Trials in the Eastern Bloc

Über den Sammelband

Etwa 15 Jahre nach Kriegsende kam es in vielen Staaten des Ostblocks zu einer zweiten Welle von Gerichtsverfahren gegen NS-Verbrecher, die anderen Logiken folgte als die Prozesse unmittelbar nach Kriegsende. Auf dem Höhepunkt des Kalten Krieges in den 1960er Jahren verpflichteten die Prozesse einerseits zu einer Zusammenarbeit zwischen Ost und West, andererseits waren sie bestimmt durch die Abwehrhaltung gegenüber dem jeweiligen Gegner im Systemkonflikt. Innerhalb des Ostblocks sollte durch ein abgestimmtes Vorgehen auf der internationalen Bühne Einigkeit demonstriert werden, gleichzeitig führten nationale Interessen zu je eigenen Wegen in der Strafverfolgung. Die in diesem Band zusammengetragenen Aufsätze widmen sich der Geschichte der Strafprozesse zu nationalsozialistischen Verbrechen in Ungarn, der DDR, Polen, der Tschechoslowakei und der Sowjetunion nach der »Tauwetterphase« und fragen nach den Voraussetzungen und Eigenheiten dieser Verfahren. Welche Regeln galten für die Prozesse? Welche Ziele verfolgten sie? Und nicht zuletzt: Welchen Stellenwert hatte der Holocaust bei der Aufklärung der Verbrechen?
Der Band erscheint vollständig in englischer Sprache.

Aktuelles aus dem Forschungszentrum

Veranstaltung
20.10.2026 | Frankfurt

Dr. h.c. Gerhard Wiese – Wirken als Ankläger im Auschwitz Prozess

Film, Podiumsdiskussion

Der Frankfurter Auschwitz-Prozess von 1963 bis 1965 gilt als ein zentraler Wendepunkt in der juristischen und öffentlichen Auseinandersetzung mit den nationalsozialistischen Verbrechen in der Bundesrepublik Deutschland. Dr. h.c. Gerhard Wiese, der als junger Staatsanwalt zum Anklägerteam des Prozesses gehörte, berichtet aus seiner Perspektive auf die damaligen Ermittlungen und die Hauptverhandlung. Im Gespräch mit der Historikerin Dr. Katharina Rauschenberger (Fritz Bauer Institut) wird die Bedeutung des Prozesses für die strafrechtliche Aufarbeitung der NS-Verbrechen in den Blick genommen.

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Publikation
21.09.2026 | Working Paper

Dimensionen wehrhafter Demokratie in unsicheren Zeiten

Abich, Leon; Adams, Cosima; Biebricher, Thomas; Britz, Gabriele; Daase, Christopher; Deitelhoff, Nicole; Dönges, Jan; Krause, Leon; Nitzschner, Patrick; Siebert, Hannes; Siefert, Julian; Stephanblome, Isabelle (2026): "Dimensionen wehrhafter Demokratie in unsicheren Zeiten". DemoReg Working Paper 3.1.

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Veranstaltung
10.02.2027 | Frankfurt am Main

Shifting Visions of Peace and Security

Podiumsdiskussion, Ringvorlesungen

Podiumsdiskussion im Rahmen der Ringvorlesung “Peace and Security in Post-Liberal Times” mit Lisbeth Zimmermann (Goethe University/Normative Orders), Antonia Witt (PRIF), Siddarth Tripathi (University of Erfurt). Moderation: Jonas Wolff (Goethe University/PRIF/Normative Orders).

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Veranstaltung
03.02.2027 | Frankfurt am Main

AI, War, and Big Tech

Ringvorlesungen, Vortrag

Vortrag von Ingvild Bode (University of Southern Denmark)im Rahmen der Ringvorlesung “Peace and Security in Post-Liberal Times”.

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Veranstaltung
16.12.2026 | Frankfurt am Main

International arms control in a world of uncertainties

Ringvorlesungen, Vortrag

Vortrag von Malte Göttsche (TU Darmstadt/PRIF) im Rahmen der Ringvorlesung “Peace and Security in Post-Liberal Times”.

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Veranstaltung
02.12.2026 | Frankfurt am Main

Enabling Authoritarianism: UN Peacekeeping and the Politics of Authoritarianism

Ringvorlesungen, Vortrag

Vortrag von Sarah von Billerbeck (University of Reading) im Rahmen der Ringvorlesung “Peace and Security in Post-Liberal Times”.

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