01.04.2025
Sammelband

Authoritarian Trends and Parliamentary Democracy in Europe

Über den Sammelband:

Die Weltfinanzkrise, Covid, die Ukraine-Aggression Russlands: Vor dem Hintergrund großer Krisen suchen europäische Gesellschaften nach Sicherheit, und viele finden diese Sicherheit in der Sehnsucht nach einer starken Führung, ohne Wahlen und Parlamente, wie etwa in Italien und Frankreich. Die wachsende Unzufriedenheit mit dem Funktionieren der Demokratie sind das zentrale Ergebnis einer Studie, die Oliver Rathkolb für das Institut für Kultur- und Zeitgeschichte an der Universität Wien in Auftrag gegeben hat: In acht europäischen Ländern wurden 2022 Menschen nach ihren Geschichtsbildern und demokratischen Dispositionen befragt und ihre Antworten mit einer Umfrage aus 2019 vor der Covid-Pandemie verglichen. Aus den Ergebnissen dieses Vergleichs und auf der Basis der Ursachenanalyse entwickeln anerkannte Wissenschaftler:innen in diesem Buch Modelle und Strategien zur Hebung des Demokratiebewusstseins, die einen Trend in Richtung eines autoritären Zeitalters zu reduzieren versuchen – ein Zeitalter, das der Soziologe Ralf Dahrendorf als Folge sozialer Krisen der neoliberalen Turboglobalisierung bereits in den 1990er-Jahren vorhergesehen hat. Vertieft werden diese wissenschaftlichen Befunde durch literarische Reflexionen der Themen Demokratie und Autoritarismus von europäischen Schrifsteller:innen.

Aktuelles aus dem Forschungszentrum

Veranstaltung
20.10.2026 | Frankfurt

Dr. h.c. Gerhard Wiese – Wirken als Ankläger im Auschwitz Prozess

Film, Podiumsdiskussion

Der Frankfurter Auschwitz-Prozess von 1963 bis 1965 gilt als ein zentraler Wendepunkt in der juristischen und öffentlichen Auseinandersetzung mit den nationalsozialistischen Verbrechen in der Bundesrepublik Deutschland. Dr. h.c. Gerhard Wiese, der als junger Staatsanwalt zum Anklägerteam des Prozesses gehörte, berichtet aus seiner Perspektive auf die damaligen Ermittlungen und die Hauptverhandlung. Im Gespräch mit der Historikerin Dr. Katharina Rauschenberger (Fritz Bauer Institut) wird die Bedeutung des Prozesses für die strafrechtliche Aufarbeitung der NS-Verbrechen in den Blick genommen.

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Publikation
21.09.2026 | Working Paper

Dimensionen wehrhafter Demokratie in unsicheren Zeiten

Abich, Leon; Adams, Cosima; Biebricher, Thomas; Britz, Gabriele; Daase, Christopher; Deitelhoff, Nicole; Dönges, Jan; Krause, Leon; Nitzschner, Patrick; Siebert, Hannes; Siefert, Julian; Stephanblome, Isabelle (2026): "Dimensionen wehrhafter Demokratie in unsicheren Zeiten". DemoReg Working Paper 3.1.

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Veranstaltung
10.02.2027 | Frankfurt am Main

Shifting Visions of Peace and Security

Podiumsdiskussion, Ringvorlesungen

Podiumsdiskussion im Rahmen der Ringvorlesung “Peace and Security in Post-Liberal Times” mit Lisbeth Zimmermann (Goethe University/Normative Orders), Antonia Witt (PRIF), Siddarth Tripathi (University of Erfurt). Moderation: Jonas Wolff (Goethe University/PRIF/Normative Orders).

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Veranstaltung
03.02.2027 | Frankfurt am Main

AI, War, and Big Tech

Ringvorlesungen, Vortrag

Vortrag von Ingvild Bode (University of Southern Denmark)im Rahmen der Ringvorlesung “Peace and Security in Post-Liberal Times”.

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Veranstaltung
16.12.2026 | Frankfurt am Main

International arms control in a world of uncertainties

Ringvorlesungen, Vortrag

Vortrag von Malte Göttsche (TU Darmstadt/PRIF) im Rahmen der Ringvorlesung “Peace and Security in Post-Liberal Times”.

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Veranstaltung
02.12.2026 | Frankfurt am Main

Enabling Authoritarianism: UN Peacekeeping and the Politics of Authoritarianism

Ringvorlesungen, Vortrag

Vortrag von Sarah von Billerbeck (University of Reading) im Rahmen der Ringvorlesung “Peace and Security in Post-Liberal Times”.

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