10.04.2025

Zukunft gestalten – Zwischen Klimawandel, Technologie und gesellschaftlicher Verantwortung

Vortragsreihe des Forschungszentrums Normative Ordnungen im Rahmenprogramm der Ausstellung „FIXING FUTURES: Planetare Zukünfte zwischen Spekulation und Kontrolle“ im Museum Giersch der Goethe-Universität

Die globale Erderwärmung ist eine der größten Herausforderungen unserer Zeit und stellt Gesellschaften vor drängende Fragen. Kontinuierlich steigende Emissionen und die Sorge vor katastrophalen klimatischen Kipppunkten wecken einerseits Befürchtungen, dem Klimawandel machtlos gegenüber zu stehen, und andererseits die Hoffnung auf einen grundlegenden Paradigmenwechsel in Wirtschaft, Technologie, Gesellschaft und Politik.

In den letzten Jahren ist daraus ein zunehmendes Bedürfnis entstanden, zukünftige Entwicklungen greifbarer und planbarer zu gestalten. So werden nicht nur unterschiedliche Klimaszenarien und alternative Zukunftsentwürfe intensiv erforscht, sondern verstärkt nach Wegen gesucht, sie zu beeinflussen und in eine bestimmte Richtung zu lenken.

Von Mai bis Juli 2025 diskutieren Expert:innen aus verschiedenen wissenschaftlichen Disziplinen in der Reihe „Zukunft gestalten – Zwischen Klimawandel, Technologie und gesellschaftlicher Verantwortung“ zentrale Fragestellungen und Herausforderungen des Umgangs mit unserer planetaren Zukunft. Im Fokus stehen Themen wie die gerechte Verteilung von Ressourcen, die Rolle der Künstlichen Intelligenz und von Algorithmen sowie alternative Zukunftsentwürfe.

Die Vortragsreihe bietet die Möglichkeit, die komplexen Wechselwirkungen zwischen sozialen Prozessen und gesellschaftlichen Normen zu hinterfragen, die der Klimawandel und die fortschreitende Technologisierung mit sich bringen. Dabei werden die ethischen, politischen, rechtlichen und sozialen Implikationen des Klimawandels und des technologischen Fortschritts und seiner Rolle in der Gestaltung einer nachhaltigen Zukunft diskutiert.

Die interdisziplinäre Vortragsreihe findet im Rahmen der Ausstellung „FIXING FUTURES: Planetare Zukünfte zwischen Spekulation und Kontrolle“ statt und ist eine Kooperation zwischen dem MGGU – Museum Giersch der Goethe-Universität und dem Forschungszentrum „Normative Ordnungen“.
Den Eröffnungsvortrag „Nachhaltigkeit und Gerechtigkeit“ am Donnerstag, dem 8. Mai 2025, um 18.00 Uhr, hält der Politische Philosoph und Direktor des Forschungszentrums Normative Ordnungen Prof. Dr. Rainer Forst im Museum Giersch der Goethe-Universität.

Aktuelles aus dem Forschungszentrum

Veranstaltung
24.09.2026 | Frankfurt am Main

Die neuen Warlords. Gewaltdynamiken einhegen / Friedensgutachten 2026

Buchvorstellung

Die imperialistische Großmachtpolitik ändert die Vorzeichen von Krieg, Frieden und Sicherheit. Staaten agieren zunehmend wie Warlords und setzen Krieg als Mittel der Politik ein. Übergänge von Gewaltkonflikten zu Frieden werden als „Deals“ behandelt, Mittelmächte treten mit neuem Selbstbewusstsein, aber ambivalentem Kurs auf, und technologische Innovation verändert Kriege und erschwert die Regulierung. Zugleich befindet sich die internationale Kooperation in der Friedenssicherung in ihrer schwersten Krise. Das Friedensgutachten 2026 analysiert Optionen, dennoch Frieden zu fördern.

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News
23.07.2026

Dr. Jonas Heller mit Maria-Weber-Grant ausgezeichnet

Dr. Jonas Heller, assoziiertes Mitglied von Normative Orders, erforscht, wie sich geschichtlicher Wandel als Überwindung geschichtlicher Blockaden verstehen lässt. Hierfür wurde er nun mit einem Preis der Hans-Böckler-Stiftung ausgezeichnet.

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Publikation
23.07.2026 | Zeitschriftenartikel

Governing the Subject of Populism

Biebricher, Thomas: "Governing the Subject of Populism". In: European Journal of Social Theory, OnlineFirst.

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News
16.07.2026

Was verteidigen wir, wenn wir Demokratie verteidigen?

Die Krise der Demokratie stand im Mittelpunkt der diesjährigen Jahreskonferenz. Angesichts des weltweiten Erstarkens autoritärer und populistischer Bewegungen diskutierten internationale Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aktuelle Gefährdungen demokratischer Ordnungen und die grundlegende normative Frage: Was genau verteidigen wir eigentlich, wenn wir Demokratie verteidigen?

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News
15.07.2026

Von der normativen Kraft des Rechts in Zeitenwenden

Erleben wir gegenwärtig den Übergang von einer regelbasierten internationalen Ordnung zu einer Machtordnung? Dieser weitverbreiteten Diagnose widerspricht Hendrik Simon in seinem neuen Buch „Das Recht der Gewalt. Warum Waffen allein keinen Frieden schaffen“, das am 15. Juli im Reclam-Verlag erschienen ist.

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Publikation
15.07.2026 | Monographie

Das Recht der Gewalt. Warum Waffen allein keinen Frieden schaffen

Simon, Hendrik (2026): Das Recht der Gewalt. Warum Waffen allein keinen Frieden schaffen. Ditzingen: Reclam.

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