30.01.2025

„The Record and the Narrative” – Neue Film- und Vortragsreihe mit Ra’anan Alexandrowicz

Ra’anan Alexandrowicz, geboren 1969 in Jerusalem, zählt zu den wichtigsten Dokumentarfilmautoren der Gegenwart. Seine Werke drehen sich um Fragen von Recht, Macht und Zeugenschaft in Israel und Palästina und erhielten vielfach internationale Auszeichnungen. Alexandrowicz arbeitet derzeit als Fellow an der Forschungsinitiative „ConTrust“ am Forschungszentrum „Normative Ordnugnen“ der Goethe-Universität an seinem neuen Projekt „1 Land 2 Cinemas“. Darin wird er in Kooperation mit Prof. Dr. Vinzenz Hediger die unterschiedlichen historischen Entwicklungen, Parallelen und Erzählungen des israelischen und des palästinensischen Kinos untersuchen.

Im Rahmen dieses Fellowships zeigt das Deutsche Filminstitut und Filmmuseum DFF am 11. und 12. Februar drei seiner Filme, jeweils mit einer Einführung und anschließender Diskussion mit Expert:innen. Alexandrowicz‘ bekanntester Film „The Law in These Parts“ (2011) geht anhand des israelisch-palästinensischen Rechtssystems der Frage nach, ob ein demokratischer Staat eine militärische Besatzung aufrechterhalten kann, ohne seine demokratischen Werte im Kern zu unterminieren. Sein Dokumentarfilm „The Inner Tour“ (2001) begleitet eine Gruppe von Palästinensern auf einer dreitägigen Bustour durch den Staat Israel. Sein jüngster Film „The Viewing Booth“ (2019) über eine amerikanisch-jüdische Studentin, die Videos über das Alltagsleben in der Westbank schaut, handelt von den Grenzen der Macht des Dokumentarischen im Kampf gegen Desinformation.

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Aktuelles aus dem Forschungszentrum

Veranstaltung
24.09.2026 | Frankfurt am Main

Die neuen Warlords. Gewaltdynamiken einhegen / Friedensgutachten 2026

Buchvorstellung

Die imperialistische Großmachtpolitik ändert die Vorzeichen von Krieg, Frieden und Sicherheit. Staaten agieren zunehmend wie Warlords und setzen Krieg als Mittel der Politik ein. Übergänge von Gewaltkonflikten zu Frieden werden als „Deals“ behandelt, Mittelmächte treten mit neuem Selbstbewusstsein, aber ambivalentem Kurs auf, und technologische Innovation verändert Kriege und erschwert die Regulierung. Zugleich befindet sich die internationale Kooperation in der Friedenssicherung in ihrer schwersten Krise. Das Friedensgutachten 2026 analysiert Optionen, dennoch Frieden zu fördern.

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News
23.07.2026

Dr. Jonas Heller mit Maria-Weber-Grant ausgezeichnet

Dr. Jonas Heller, assoziiertes Mitglied von Normative Orders, erforscht, wie sich geschichtlicher Wandel als Überwindung geschichtlicher Blockaden verstehen lässt. Hierfür wurde er nun mit einem Preis der Hans-Böckler-Stiftung ausgezeichnet.

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Publikation
23.07.2026 | Zeitschriftenartikel

Governing the Subject of Populism

Biebricher, Thomas: "Governing the Subject of Populism". In: European Journal of Social Theory, OnlineFirst.

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News
16.07.2026

Was verteidigen wir, wenn wir Demokratie verteidigen?

Die Krise der Demokratie stand im Mittelpunkt der diesjährigen Jahreskonferenz. Angesichts des weltweiten Erstarkens autoritärer und populistischer Bewegungen diskutierten internationale Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aktuelle Gefährdungen demokratischer Ordnungen und die grundlegende normative Frage: Was genau verteidigen wir eigentlich, wenn wir Demokratie verteidigen?

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News
15.07.2026

Von der normativen Kraft des Rechts in Zeitenwenden

Erleben wir gegenwärtig den Übergang von einer regelbasierten internationalen Ordnung zu einer Machtordnung? Dieser weitverbreiteten Diagnose widerspricht Hendrik Simon in seinem neuen Buch „Das Recht der Gewalt. Warum Waffen allein keinen Frieden schaffen“, das am 15. Juli im Reclam-Verlag erschienen ist.

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Publikation
15.07.2026 | Monographie

Das Recht der Gewalt. Warum Waffen allein keinen Frieden schaffen

Simon, Hendrik (2026): Das Recht der Gewalt. Warum Waffen allein keinen Frieden schaffen. Ditzingen: Reclam.

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