28.11.2024
ConTrust

Marie-Theres Piening, Julia Habermann und Tobias Singelnstein veröffentlichen Artikel zu Vertrauen in und Kontrolle von Polizei

In öffentlichen Debatten wird Forderungen nach einer intensiveren Kontrolle der Polizei regelmäßig entgegnet, dass die Bevölkerung ein hohes Vertrauen in die Polizei habe und solche Bestrebungen insofern entbehrlich seien. Vor diesem Hintergrund untersucht der Artikel „Polizei: Vertrauen ist gut, Kontrolle auch“ von Marie-Theres Piening, Julia Habermann und Tobias Singelnstein (ConTrust) Wahrnehmungen und Einstellungen in der Bevölkerung zu Problemen in der Polizei, zur Kontrolle der Polizei und zum Umgang mit Fehlverhalten sowie den Folgen für Legitimität und Vertrauen bezüglich der Polizei. Der Artikel wurde kürzlich in der Monatsschrift für Kriminologie und Strafrechtsreform veröffentlicht.

Die empirischen Befunde der Studie zeigen, dass die Gesellschaft zu einem differenzierten Blick auf die Polizei fähig ist: Kontrolle und Vertrauen stellen aus Sicht der Befragten keinen Widerspruch dar. Obwohl das Vertrauen in die Institution hoch ist, werden Probleme in der Polizei wie Ungleichbehandlung, Rassismus und übermäßige Gewalt wahrgenommen. Die Befragten favorisieren einen transparenten und sensibleren Umgang mit Fehlverhalten sowie externe und unabhängige Police Accountability-Mechanismen, während interne polizeiliche Ermittlungen und die Bearbeitung von mutmaßlichem Fehlverhalten durch die Judikative skeptisch bewertet werden.

Aktuelles aus dem Forschungszentrum

News
16.07.2026

Was verteidigen wir, wenn wir Demokratie verteidigen?

Die Krise der Demokratie stand im Mittelpunkt der diesjährigen Jahreskonferenz. Angesichts des weltweiten Erstarkens autoritärer und populistischer Bewegungen diskutierten internationale Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aktuelle Gefährdungen demokratischer Ordnungen und die grundlegende normative Frage: Was genau verteidigen wir eigentlich, wenn wir Demokratie verteidigen?

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News
15.07.2026

Von der normativen Kraft des Rechts in Zeitenwenden

Erleben wir gegenwärtig den Übergang von einer regelbasierten internationalen Ordnung zu einer Machtordnung? Dieser weitverbreiteten Diagnose widerspricht Hendrik Simon in seinem neuen Buch „Das Recht der Gewalt. Warum Waffen allein keinen Frieden schaffen“, das am 15. Juli im Reclam-Verlag erschienen ist.

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Publikation
15.07.2026 | Monographie

Das Recht der Gewalt. Warum Waffen allein keinen Frieden schaffen

Simon, Hendrik (2026): Das Recht der Gewalt. Warum Waffen allein keinen Frieden schaffen. Ditzingen: Reclam.

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News
01.07.2026

Stadtgespräch debattiert Chancen und Grenzen des Parteiverbots

Wie soll eine Demokratie mit politischen Kräften umgehen, die ihre eigenen Grundlagen in Frage stellen? Dieser Frage widmete sich das XXIV. Frankfurter Stadtgespräch am 23. Juni 2026 im Frankfurter Museum für Kommunikation.

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News
19.06.2026

Internationales Symposium würdigt Lebenswerk von Jürgen Habermas

Am Freitag, den 19. Juni 2026, würdigte das Forschungszentrum Normative Orders gemeinsam mit dem Suhrkamp-Verlag den verstorbenen Jürgen Habermas mit einem internationalen Symposium an der Goethe-Universität Frankfurt.

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News
03.06.2026

Crisis Talk zu Vertrauen, Zusammenhalt und Demokratie in Europa

Vertrauen, Zusammenhalt, Demokratie – drei große Begriffe, die in Europa derzeit allgegenwärtig sind und am 02. Juni 2026 im "Crisis Talk" in Brüssel diskutiert wurden.

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