30.07.2024

Karl-Heinz Kohl mit dem Sigmund-Freud-Preis ausgezeichnet

Der Ethnologe und Religionswissenschaftler Karl-Heinz Kohl erhält den Sigmund-Freud-Preis für wissenschaftliche Prosa 2024. Die Auszeichnung gehe an den Wissenschaftler, da sein Werk durch eine „Klarheit der Darstellung besticht und damit unsere historische Urteilskraft zu schärfen vermag“, so die Deutsche Akademie für Sprache und Dichtung in ihrer Pressemitteilung.

Karl-Heinz Kohl ist Mitglied des Forschungszentrums Normative Orders und war bis zu seiner Emeritierung Professor für Ethnologie an der Goethe-Universität sowie Leiter des Frobenius-Instituts für kulturanthropologische Forschung. Seine Arbeiten drehen sich um das Verhältnis von Europäer:innen zu indigenen Kulturen. Dazu betrieb der Ethnologe unter anderem Feldforschung in Ostindonesien und analysierte den Fetischbegriff von Karl Marx und Sigmund Freut aus der Perspektive indigener Kulturen. In seinem neuesten, in diesem Jahr erscheinenen Buch „Neun Stämme. Das Erbe der Indigenen und die Wurzeln der Moderne“ beleuchtet Karl-Heinz Kohl die Wechselwirkungen und Vermittlungen zwischen indigenen Kulturen und dem Westen. Seine Werke leben stets besonders von der Vermittlung zwischen Reflexion und Anschauung.

Der Sigmund-Freud-Preis für wissenschaftliche Prosa wird jährlich von der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung vergeben. Er ist mit 20.000 Euro dotiert und wird in diesem Jahr zusammen mit dem Gorg-Büchner-Preis am 2. November 2024 in Darmstadt verliehen.

Weitere Informationen zum Sigmund-Freud-Preis: Hier…

Aktuelles aus dem Forschungszentrum

Veranstaltung
24.09.2026 | Frankfurt am Main

Die neuen Warlords. Gewaltdynamiken einhegen / Friedensgutachten 2026

Buchvorstellung

Die imperialistische Großmachtpolitik ändert die Vorzeichen von Krieg, Frieden und Sicherheit. Staaten agieren zunehmend wie Warlords und setzen Krieg als Mittel der Politik ein. Übergänge von Gewaltkonflikten zu Frieden werden als „Deals“ behandelt, Mittelmächte treten mit neuem Selbstbewusstsein, aber ambivalentem Kurs auf, und technologische Innovation verändert Kriege und erschwert die Regulierung. Zugleich befindet sich die internationale Kooperation in der Friedenssicherung in ihrer schwersten Krise. Das Friedensgutachten 2026 analysiert Optionen, dennoch Frieden zu fördern.

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News
23.07.2026

Dr. Jonas Heller mit Maria-Weber-Grant ausgezeichnet

Dr. Jonas Heller, assoziiertes Mitglied von Normative Orders, erforscht, wie sich geschichtlicher Wandel als Überwindung geschichtlicher Blockaden verstehen lässt. Hierfür wurde er nun mit einem Preis der Hans-Böckler-Stiftung ausgezeichnet.

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Publikation
23.07.2026 | Zeitschriftenartikel

Governing the Subject of Populism

Biebricher, Thomas: "Governing the Subject of Populism". In: European Journal of Social Theory, OnlineFirst.

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News
16.07.2026

Was verteidigen wir, wenn wir Demokratie verteidigen?

Die Krise der Demokratie stand im Mittelpunkt der diesjährigen Jahreskonferenz. Angesichts des weltweiten Erstarkens autoritärer und populistischer Bewegungen diskutierten internationale Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aktuelle Gefährdungen demokratischer Ordnungen und die grundlegende normative Frage: Was genau verteidigen wir eigentlich, wenn wir Demokratie verteidigen?

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News
15.07.2026

Von der normativen Kraft des Rechts in Zeitenwenden

Erleben wir gegenwärtig den Übergang von einer regelbasierten internationalen Ordnung zu einer Machtordnung? Dieser weitverbreiteten Diagnose widerspricht Hendrik Simon in seinem neuen Buch „Das Recht der Gewalt. Warum Waffen allein keinen Frieden schaffen“, das am 15. Juli im Reclam-Verlag erschienen ist.

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Publikation
15.07.2026 | Monographie

Das Recht der Gewalt. Warum Waffen allein keinen Frieden schaffen

Simon, Hendrik (2026): Das Recht der Gewalt. Warum Waffen allein keinen Frieden schaffen. Ditzingen: Reclam.

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