21.11.2024
ConTrust

Hendrik Simon erhält den 3. Jost-Delbrück-Preis 2024

Am 19. November 2024 wurde Dr. Hendrik Simon (Mitglied der Forschungsinitiative ConTrust) für sein Buch „A Century of Anarchy? War, Normativity, and the Birth of Modern International Order“ mit dem 3. Jost-Delbrück-Preis des Walther-Schücking-Instituts für Internationales Recht ausgezeichnet.

Damit würdigte das Institut Hendrik Simons Dissertation, in der er sich kritisch mit der weitverbreiteten Vorstellung auseinandergesetzt hat, das „freie Recht auf Krieg“ des internationalen Völkerrechts (das liberum ius ad bellum) sei erst mit der Gründung von Institutionen wie dem Völkerbund, dem Kellogg-Briand-Pakt und der UN-Charta geächtet worden. Der Politikwissenschaftler hinterfragt dieses Narrativ des Fortschritts in der Geschichte internationaler Politik und verortet die Geburtsstunde des modernen völkerrechtlichen Kriegsverbots stattdessen bereits in den Debatten des frühen 19. Jahrhunderts.

Der Jost-Delbrück-Preis wird vom Walther-Schücking-Institut für Internationales Recht an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel verliehen. Alle zwei Jahre ehrt das Institut damit in Erinnerung an seinen langjährigen, ehemaligen Direktor herausragende Dissertationsprojekte. Der Preis ist mit 1.000 € dotiert und wird für akademische Arbeiten auf dem Gebiet der Friedenssicherung und des Konfliktvölkerrechts verliehen, welche an Universitäten oder Forschungseinrichtungen in Deutschland, Österreich oder der Schweiz entstanden sind.

Aktuelles aus dem Forschungszentrum

Veranstaltung
24.09.2026 | Frankfurt am Main

Die neuen Warlords. Gewaltdynamiken einhegen / Friedensgutachten 2026

Buchvorstellung

Die imperialistische Großmachtpolitik ändert die Vorzeichen von Krieg, Frieden und Sicherheit. Staaten agieren zunehmend wie Warlords und setzen Krieg als Mittel der Politik ein. Übergänge von Gewaltkonflikten zu Frieden werden als „Deals“ behandelt, Mittelmächte treten mit neuem Selbstbewusstsein, aber ambivalentem Kurs auf, und technologische Innovation verändert Kriege und erschwert die Regulierung. Zugleich befindet sich die internationale Kooperation in der Friedenssicherung in ihrer schwersten Krise. Das Friedensgutachten 2026 analysiert Optionen, dennoch Frieden zu fördern.

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News
23.07.2026

Dr. Jonas Heller mit Maria-Weber-Grant ausgezeichnet

Dr. Jonas Heller, assoziiertes Mitglied von Normative Orders, erforscht, wie sich geschichtlicher Wandel als Überwindung geschichtlicher Blockaden verstehen lässt. Hierfür wurde er nun mit einem Preis der Hans-Böckler-Stiftung ausgezeichnet.

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Publikation
23.07.2026 | Zeitschriftenartikel

Governing the Subject of Populism

Biebricher, Thomas: "Governing the Subject of Populism". In: European Journal of Social Theory, OnlineFirst.

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News
16.07.2026

Was verteidigen wir, wenn wir Demokratie verteidigen?

Die Krise der Demokratie stand im Mittelpunkt der diesjährigen Jahreskonferenz. Angesichts des weltweiten Erstarkens autoritärer und populistischer Bewegungen diskutierten internationale Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aktuelle Gefährdungen demokratischer Ordnungen und die grundlegende normative Frage: Was genau verteidigen wir eigentlich, wenn wir Demokratie verteidigen?

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News
15.07.2026

Von der normativen Kraft des Rechts in Zeitenwenden

Erleben wir gegenwärtig den Übergang von einer regelbasierten internationalen Ordnung zu einer Machtordnung? Dieser weitverbreiteten Diagnose widerspricht Hendrik Simon in seinem neuen Buch „Das Recht der Gewalt. Warum Waffen allein keinen Frieden schaffen“, das am 15. Juli im Reclam-Verlag erschienen ist.

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Publikation
15.07.2026 | Monographie

Das Recht der Gewalt. Warum Waffen allein keinen Frieden schaffen

Simon, Hendrik (2026): Das Recht der Gewalt. Warum Waffen allein keinen Frieden schaffen. Ditzingen: Reclam.

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