30.04.2024

„Check-up Demokratie“ mit Wissenschaftsminister Timon Gremmels am Forschungszentrum „Normative Ordnungen“

Die Demokratie sieht sich von innen und von außen zunehmenden Angriffen ausgesetzt, das Vertrauen in demokratische Institutionen schwindet, gesellschaftliche Polarisierung und Radikalisierung nehmen immer weiter zu. Angesichts dieser Krisendiagnosen traf sich am vergangenen Mittwoch der Hessische Minister für Wissenschaft und Forschung, Kunst und Kultur, Timon Gremmels, mit Forscher*innen und Studierenden zu einem Austausch am Forschungszentrum Normative Ordnungen der Goethe-Universität, um über die Lage der Demokratie und insbesondere den Ausbau der Demokratieforschung in Hessen zu sprechen.

Eingeleitet wurde die Veranstaltung von drei kurzen Impulsen zu den vielfältigen Projekten, die sich mit diesen Forschungsfragen am Forschungszentrum „Normative Ordnungen“,  dem Peace Research Institute Frankfurt (PRIF), dem Forschungsinstitut Gesellschaftlicher Zusammenhalt (FGZ)  und am Fachbereich Gesellschaftwissenschaften der Goethe-Universität befassen. Für die Institutionen sprachen stellvertretend Prof. Dr. Nicole Deitelhoff, Prof. Dr. Rainer Forst und Prof. Dr. Christopher Daase.

Anschließend trat Gremmels in regen Austausch mit den Studierenden der Goethe-Universität. Die Fragen und Diskussionen drehten sich dabei sowohl um aktuelle Herausforderungen und Gefährdungen der Demokratie als auch um die Wünsche und Erwartungen der Studierenden an die Politik in Hessen. Ein großes Thema war die Frage, wie die zunehmende Verrohung des öffentlichen Diskurses – auch in den Sozialen Medien – und die sinkende Bereitschaft zur Auseinandersetzung mit abweichenden gesellschaftspolitischen Ansichten zu erklären sind. Auch wurde darüber diskutiert, welche Rolle Enttäuschungen und Frustrationen bei der Entfremdung von Demokratie spielen und wie man demokratiefeindlichen Positionen in öffentlichen Debatten auch auf emotionaler Ebene entgegentreten kann. Einig war man sich am Schluss der Veranstaltung, dass die Demokratie von gegenseitigem Zuhören, Streit und Zusammenarbeit lebt.

Zum Nachbericht der Goethe-Universität: Hier…

Aktuelles aus dem Forschungszentrum

Publikation
19.08.2026 | Sammelband

Sokrates revised and revisited

Bohl, Judith K.; Brandis, Veronika; Pfeifer, Guido (Hrsg.) (2026): „Sokrates revised and revisited. Überlieferung, Diskurs, Inszenierung“. Heidelberg: Propylaeum. 

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Publikation
14.08.2026 | Buchkapitel

Vom rechtshistorischen Erkenntniswert antiker Tragödiendichtung: Überlegungen anhand Euripides’ Medeia

Pfeifer, Guido (2026): "Vom rechtshistorischen Erkenntniswert antiker Tragödiendichtung: Überlegungen anhand Euripides’ Medeia". In: Gsell, Beate; Rüfner, Thomas; Babusiaux, Ulrike (Hrsg.): Die unverzichtbare Wissenschaft – The Indispensable Science, Mohr Siebeck, S. 663-671.

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Publikation
01.08.2026 | Buchkapitel

"Das Andere in uns selbst" (Marcel Gauchet). Das Ideal gesellschaftlicher Autonomie und die Denkfigur der Alterität

Langner-Pitschmann, Annette (2026): „Das Andere in uns selbst“ (Marcel Gauchet). Das Ideal gesellschaftlicher Autonomie und die Denkfigur der Alterität. In: Schlette, Magnus et. al. (Hrsg.): Ordnung im Übergang Zur Funktion von Transzendenzbezügen in der Konstitution und Transformation politischer Gemeinschaft, Tübingen: Mohr Siebeck, S. 185-205.

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Veranstaltung
24.09.2026 | Frankfurt am Main

Die neuen Warlords. Gewaltdynamiken einhegen / Friedensgutachten 2026

Buchvorstellung

Die imperialistische Großmachtpolitik ändert die Vorzeichen von Krieg, Frieden und Sicherheit. Staaten agieren zunehmend wie Warlords und setzen Krieg als Mittel der Politik ein. Übergänge von Gewaltkonflikten zu Frieden werden als „Deals“ behandelt, Mittelmächte treten mit neuem Selbstbewusstsein, aber ambivalentem Kurs auf, und technologische Innovation verändert Kriege und erschwert die Regulierung. Zugleich befindet sich die internationale Kooperation in der Friedenssicherung in ihrer schwersten Krise. Das Friedensgutachten 2026 analysiert Optionen, dennoch Frieden zu fördern.

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News
23.07.2026

Dr. Jonas Heller mit Maria-Weber-Grant ausgezeichnet

Dr. Jonas Heller, assoziiertes Mitglied von Normative Orders, erforscht, wie sich geschichtlicher Wandel als Überwindung geschichtlicher Blockaden verstehen lässt. Hierfür wurde er nun mit einem Preis der Hans-Böckler-Stiftung ausgezeichnet.

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Publikation
23.07.2026 | Zeitschriftenartikel

Governing the Subject of Populism

Biebricher, Thomas: "Governing the Subject of Populism". In: European Journal of Social Theory, OnlineFirst.

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