Fellow (ehemalig)

Prof. Sally J. Scholz

Professor of Philosophy at Villanova University

Research project title:
Inclusive Trust

Research abstract:
Political societies facing a so-called crisis often turn to security measures to exert state dominance, police borders, and defend the parameters of citizenship in an effort to maintain the trust of citizens. In doing so, they frame the crisis using the terms of conflict and appeal to an exclusive form of solidarity with identity-based membership criteria for citizenship status. My research examines the appeal to exclusive solidarities and contrasts itwith a model of inclusive solidarity that privileges equity, inclusivity, and diversity. Using the history and practice of sanctuary – an idea with roots in the history of war and tied to the principle of civilian immunity in conflict situations – I demonstrate the potential of practices of belonging that extend beyond the narrow confines of political citizenship to develop new models of epistemic trust. These practices create a space for engagement that fosters democratic trust both within and across borders. Replacing security-focused citizenship political discourse with sanctuary-based civilian discourse expands the sources of knowledge for participatioh in civil society and reveals how the social conflict issuing from a so-called crisis can instead issue or foster positive social ties in solidarity.

Events:

19 November 2021
Workshop

The Meaning(s) of Solidarity

4 November 2021
Roundtable at the First Annual Conference of the Research Initiative „ConTrust: Trust in Conflict – Political Life under Conditions of Uncertainty“
With: Prof. Dr. Jan Delhey (Magdeburg), Prof. Dr. Sally J. Scholz (Villanova), Dr. Clara Weinhardt (Maastricht), Prof. Dr. Thomas Biebricher (PI ConTrust)
Moderation: Dr. Tobias Wille (Forschungskoordinator ConTrust)

  • Biografische Angaben

    Sally J. Scholz is Professor of Philosophy at Villanova University: Her research is in social and political philosophy and feminist theory. She has published extensively on solidarity, violence, oppression, just war theory, and related topics. She won the prestigious Lindback award.for Teaching Excellence in 2006, the Gallen Award for Faculty Service in 2011, and the Outstanding Faculty Research Award in 2014. Her books include On de Beauvoir, On Rousseau, Political Solidarity, and Feminism: A Beginner’s Guide. She co-edited Peacemaking: Lessons from the Past, Vision for the Future (with Judith Presler); The Contradictions of Freedom: Philosophical Essays on Simone de Beauvoir’s ‚Les Mandarins‘ (with Shannon Mussett); and Philosophica/ Perspectives on Democracy in the 21st Century (with Anh Cudd). Scholz is a former editor of the APA Newsletter on Feminism and Philosophy, former co-editor of the Journal for Peace and Justice Studies, and former editor of Hypatia. She is also a leader in the profession, serving as chair of the American Philosophical Association Committee on Lectures, Publications, and Research (2011-2014), as well as the APA Committee on the Status and Future of the Profession (2015-2018). She was President of the North American Society for Social Philosophy (2015-2019).

  • Publikationen

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Aktuelles aus dem Forschungszentrum

News
17.03.2026

Kommunikative Vernunft. Zum Tod von Jürgen Habermas

Von Rainer Forst und Klaus Günther. Mit Jürgen Habermas verlieren wir einen unvergleichlichen, weltweit die Geistes- und Sozialwissenschaften über viele Jahrzehnte prägenden Gelehrten und engagierten Intellektuellen, der, wie er selbst anlässlich seiner Rede zu seinem 90. Geburtstag an der Goethe-Universität sagte, an dieser Universität drei glückliche Phasen seines akademischen Lebens erfahren hat. Er hat auch nach seiner Emeritierung an vielen unserer Diskussionen am Zentrum Normative Ordnungen aktiv teilgenommen, und seine Theorie war für uns stets ein zentraler Bezugspunkt der Forschung. Wir selbst verlieren unseren wichtigsten akademischen Lehrer, der uns über die Jahrzehnte hinweg freundschaftlich verbunden war.

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Veranstaltung
08.07.2026 | Frankfurt am Main

Krisenhafter Wandel der Gegenwart. Einige soziologische Beobachtungen

Vortrag

Der Vortrag von Prof. Dr. Steffen Mau beschäftigt sich mit den Krisensymptomen des liberalen Gesellschaftmodells. Krisenhafter sozialer Wandel ist dadurch zu charakterisieren, dass er nicht allmählich, sondern abrupt vor sich geht und zur Destabilisierung bestehender Institutionen, Ordnungen und Normen führt. Zugleich sollte er von den Menschen auch als krisenhaft erlebt werden und mit Orientierungslosigkeit, Vertrauensverlust und erhöhten Spannungen einhergehen. Der Vortrag findet im Rahmen der Kantorowicz Lectures in Political Language statt.

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Veranstaltung
18.04.2026 | Frankfurt am Main

Das Prinzip Donald Trump und die Verrohung der Welt

Podiumsdiskussion, Vortrag

Ein neuer Politikstil macht international Karriere. Er ist gekennzeichnet von Vulgarität, Verrohung und erklärter Rechtsfeindschaft. Machtinteressen werden nicht mehr juristisch bemäntelt. Stattdessen wird das angebliche Recht des Stärkeren zur Staatsdoktrin gemacht – innenpolitisch wie außenpolitisch. Treibende Kraft hinter dieser Verrohung der politischen Sitten ist ein US-Präsident, der nicht nur die amerikanische Gesellschaft und Kultur, sondern auch die globale Ordnung nach seinen Vorstellungen und Interessen umgestaltet. Die Römerberggespräche wollen diesen Politikstil verstehen.

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Veranstaltung
29.04.2026 | Frankfurt am Main

Kulturindustrie heute?

Podiumsdiskussion

Das Gespräch „Kulturindustrie heute?“ widmet sich der Aktualität und Tragfähigkeit eines zentralen Begriffs der Kritischen Theorie. Die Filmwissenschaftlerin Gertrud Koch diskutiert im Rahmen der Gesprächsreihe "Frankfurter Schule" mit dem Filmkritiker Bert Rebhandl die gegenwärtigen Formen kultureller Produktion und Verbreitung vor dem Hintergrund von Digitalisierung, Plattformen und globalen Medienmärkten.

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News
19.02.2026

Call for Applications – Postdoctoral Fellowships

Am Forschungszentrum Normative Ordnungen sind für das akademische Jahr 2026/2027 mehrere Postdoctoral Fellowships mit einer Laufzeit von 10 Monaten (Beginn: 1. Oktober 2026) ausgeschrieben. Bewerbungsschluss für alle Programme ist der 15. März 2026.

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Veranstaltung
20.03.2026 | Frankfurt am Main

40 Jahre Schengen-Raum

Kolloqium

Der 1984 geschlossene Schengen-Vertrag schuf einen heute 29 Staaten umfassenden Raum ohne Binnengrenzen, doch Migration über die Außengrenzen führte zuletzt zur Wiedereinführung von Kontrollen, auch durch die Bundesregierung ab 8. Mai 2025. Das Walter Hallstein-Kolloquium diskutiert die rechtliche Zulässigkeit, wirtschaftliche Folgen insbesondere für Arbeitsmigration und Arbeitsmarkt sowie die Zukunft des Schengen-Raums.

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News
12.02.2026

Satanistische Politik und der Niedergang der Vernunft in liberalen Demokratien

Ein letztes Mal im Wintersemester 2025/26 lud das Forschungszentrum zur Ringvorlesung „Am Scheidepunkt. Zur Krise der Demokratie“. Zum Abschluss hat der Philosoph Michael Rosen von der Harvard University sein Konzept der „satanic politics“ als eine Variante der politischen Deutung der Welt vorgestellt.

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News
09.02.2026

Zur Aktualität des Gewaltbegriffs anhand von Camus und Derrida

Prof. Dr. Christine Abbt von der Universität St. Gallen hat im Rahmen der Ringvorlesung „Am Scheidepunkt? Zur Krise der Demokratie“ einen Vortrag über Demokratien und den Gewaltbegriff gehalten. Unter dem Titel „Demokratien verteidigen. Zur Aktualität des Gewaltbegriffs bei Camus und Derrida“ besprach die Philosophin Formen von Gewalt und Revolte und ordnete diese im Hinblick auf ein demokratisches Setting ein.

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Publikation
04.02.2026 | Zeitschriftenartikel

New Perspectives on Trust in International Conflicts

Wille, Tobias; Simon, Hendrik; Daase, Christopher; Deitelhoff, Nicole; Wheeler, Nicholas J.; Holmes, Marcus; Rathbun, Brian C.; Acharya, Amitav; Mitzen, Jennifer (2026): „New Perspectives on Trust in International Conflicts“. In: International Studies Review 28 (1), viaf027. 

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