Fellow (ehemalig)

Prof. Dr. Maria Kaiafa-Gbandi

Professorin für Strafrecht an der Aristoteles-Universität Thessaloniki (Griechenland)

Forschungsthema:
»Artificial intelligence as a challenge for Criminal Law: in search of a new model of criminal liability?«

Projektbeschreibung:
The research project is trying to answer the question whether we need a new model for ascribing criminal liability in cases of causing harm with the use of AI systems. After delving into the current scope and the significance of the use of artificial intelligence as a challenge for law in general, the research tries in an initial approach to shed light on the emerging concerns and their significance for criminal law and especially to discuss the question of ascribing criminal liability for harm caused by the use of AI systems in the framework of the existing law. On this basis it discusses a wide range of crucial questions of the theoretical framework for ascribing criminal liability and at the end it focuses to answer the question whether alternative schemes of attributing criminal responsibility to an e-person or e-personality is compatible with the European legal civilization. (Maria Kaiafa-Gbandi)

Veranstaltungen:

Online Vortrag innerhalb des Dienstagsseminars des Instituts für Kriminalwissenschaften und Rechtsphilosophie der Goethe-Universität Frankfurt am Main23. November 2021, 16 Uhr
AI and criminal law: Need for a new model of criminal liability?

Fellow Colloquium
16. Dezember 2021, 11 Uhr
Algorithmic Justice for Deciding on Criminal Matters?


Forschungsprojekt:
Das Sicherheitsstrafrecht zur Bekämpfung des Terrorismus und die Grenzen der Kriminalisierung

Forschungsvorhaben:
Im Mittelpunkt der Forschung steht die Anwendung des Strafrechts im Rahmen der modernen EU-Sicherheitsagenda gegen den Terrorismus: ihre Merkmale, die zu beobachtende Erosion wichtiger Grundzüge des Strafrechts durch die entsprechenden neuen EU-Kriminalisierungsvorgaben (Richtlinie 2017/541) – und vor allem die Frage nach den Kriminalisierungsgrenzen im modernen Rechtsstaat. Die Untersuchung der Entwicklung vom »Risiko-« zum »Sicherheitsstrafrecht« soll einen Beitrag zur Diskussion über die grundrechtsbezogenen Grenzen der Kriminalisierung im Rechtsstaat leisten. Ziel des Forschungsvorhabens ist die Formulierung eines konkreten Vorschlags zur Wiederherstellung der verlorenen Balance zwischen Freiheit und Sicherheit auf dem Gebiet der strafrechtlichen Repression des Terrorismus. (Maria Kaiafa-Gbandi).

Veranstaltungen:

24. Oktober 2017, 18 Uhr
Vortrag innerhalb des Rechtstheoretischen Arbeitskreises am Exzellenzcluster „Die Herausbildung normativer Ordnungen“ (Prof. Dr. Klaus Günther)
Menschenwürde: Vom Strafrecht geschützt oder auch gefährdet?
Campus Westend, Goethe-Universität Frankfurt am Main

2. November 2017, 11 Uhr
Vortrag

The criminal respression of racist rhetoric, racist crimes, and race discrimination – the Greek example

  • Biografische Angaben

    Maria Kaiafa-Gbandi ist Professorin für Strafrecht an der Aristoteles-Universität Thessaloniki. Darüber hinaus ist sie unter anderem Direktorin des »Research Institute for Transparency, Corruption and Financial Crime« der Aristoteles-Universität Thessaloniki und Mitglied der Expert Group der EU Kommission für europäische Strafrechtspolitik.

  • Publikationen

    – (mit Ath. Giannakoula und D. Lima) »Combating Crime in the Digital Age: A Critical Review of EU Information Systems in the Area of Freedom, Security and Justice – Challenges for Criminal Law and Personal Data Protection in the Post-Interoperability Era«, in: Brill Research Perspectives in Transnational Crime 2:4, 2020.
    – (mit Ν. Karaliota, Εl. Kompatsiari und Chr. Lampakis) »The New EU Counter-Terrorism Offences and the Complementary Mechanism of Controlling Terrorist Financing as Challenges for the Rule of Law«, in: Brill, Transnational Crime 3:1, 2020.
    – »Information exchange for the purpose of crime control: The EU-paradigm for controlling terrorism-Challenges of an »Open« System for Collecting and Exchanging Personal Data«, in: EuCLR, 2019, S. 141-174.
    – »Prosecution-Led Investigations and Measures of Procedural Coercion in the Field of Corruption«, in: D. Brown, J. Turner, B. Weisser (Hrsg.): The Oxford Handbook of Criminal Process, 2018, S. 393-416.

     

    – Elements of EU Criminal Law and its transposition into the Greek legal order, Athen-Thessaloniki 2016.
    – Τhe EU and US criminal law as two tier models-Αcomparison of their central axes with a view to addressing challenges for EU criminal law and for the protection of fundamental rights, Stockholm 2016.
    – »Punishing Corruption in the Public and the Private Sector: Key Issues on the Current EU Policy and the Rule-of-Law Challenges«, in: Research Handbook on EU Criminal Law, eds. V. Mitsilegas, M. Bergström und Th. Konstadinides, 2016, pp. 376-399.
    – »A cohesive Model to Counteract Financial Crime and Corruption in the Public Sector«, in: Financial crime and corruption in the public sector, Bd. 3, eds. Dikaio & Oikonomia – P.N Sakkoulas, Athen 2015.

Aktuelles aus dem Forschungszentrum

Veranstaltung
18.04.2026 | Frankfurt am Main

Das Prinzip Donald Trump und die Verrohung der Welt

Podiumsdiskussion, Vortrag

Ein neuer Politikstil macht international Karriere. Er ist gekennzeichnet von Vulgarität, Verrohung und erklärter Rechtsfeindschaft. Machtinteressen werden nicht mehr juristisch bemäntelt. Stattdessen wird das angebliche Recht des Stärkeren zur Staatsdoktrin gemacht – innenpolitisch wie außenpolitisch. Treibende Kraft hinter dieser Verrohung der politischen Sitten ist ein US-Präsident, der nicht nur die amerikanische Gesellschaft und Kultur, sondern auch die globale Ordnung nach seinen Vorstellungen und Interessen umgestaltet. Die Römerberggespräche wollen diesen Politikstil verstehen.

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Veranstaltung
29.04.2026 | Frankfurt am Main

Kulturindustrie heute?

Podiumsdiskussion

Das Gespräch „Kulturindustrie heute?“ widmet sich der Aktualität und Tragfähigkeit eines zentralen Begriffs der Kritischen Theorie. Die Filmwissenschaftlerin Gertrud Koch diskutiert im Rahmen der Gesprächsreihe "Frankfurter Schule" mit dem Filmkritiker Bert Rebhandl die gegenwärtigen Formen kultureller Produktion und Verbreitung vor dem Hintergrund von Digitalisierung, Plattformen und globalen Medienmärkten.

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News
19.02.2026

Call for Applications – Postdoctoral Fellowships

Am Forschungszentrum Normative Ordnungen sind für das akademische Jahr 2026/2027 mehrere Postdoctoral Fellowships mit einer Laufzeit von 10 Monaten (Beginn: 1. Oktober 2026) ausgeschrieben. Bewerbungsschluss für alle Programme ist der 15. März 2026.

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Veranstaltung
20.03.2026 | Frankfurt am Main

40 Jahre Schengen-Raum

Kolloqium

Der 1984 geschlossene Schengen-Vertrag schuf einen heute 29 Staaten umfassenden Raum ohne Binnengrenzen, doch Migration über die Außengrenzen führte zuletzt zur Wiedereinführung von Kontrollen, auch durch die Bundesregierung ab 8. Mai 2025. Das Walter Hallstein-Kolloquium diskutiert die rechtliche Zulässigkeit, wirtschaftliche Folgen insbesondere für Arbeitsmigration und Arbeitsmarkt sowie die Zukunft des Schengen-Raums.

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News
12.02.2026

Satanistische Politik und der Niedergang der Vernunft in liberalen Demokratien

Ein letztes Mal im Wintersemester 2025/26 lud das Forschungszentrum zur Ringvorlesung „Am Scheidepunkt. Zur Krise der Demokratie“. Zum Abschluss hat der Philosoph Michael Rosen von der Harvard University sein Konzept der „satanic politics“ als eine Variante der politischen Deutung der Welt vorgestellt.

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News
09.02.2026

Zur Aktualität des Gewaltbegriffs anhand von Camus und Derrida

Prof. Dr. Christine Abbt von der Universität St. Gallen hat im Rahmen der Ringvorlesung „Am Scheidepunkt? Zur Krise der Demokratie“ einen Vortrag über Demokratien und den Gewaltbegriff gehalten. Unter dem Titel „Demokratien verteidigen. Zur Aktualität des Gewaltbegriffs bei Camus und Derrida“ besprach die Philosophin Formen von Gewalt und Revolte und ordnete diese im Hinblick auf ein demokratisches Setting ein.

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Publikation
04.02.2026 | Zeitschriftenartikel

New Perspectives on Trust in International Conflicts

Wille, Tobias; Simon, Hendrik; Daase, Christopher; Deitelhoff, Nicole; Wheeler, Nicholas J.; Holmes, Marcus; Rathbun, Brian C.; Acharya, Amitav; Mitzen, Jennifer (2026): „New Perspectives on Trust in International Conflicts“. In: International Studies Review 28 (1), viaf027. 

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News
02.02.2026

Staatlicher Wettbewerb um Menschen – David Owen über civil geopolitics

Im Rahmen der Ringvorlesung „Am Scheidepunkt – Zur Zukunft der Demokratie“ präsentierte David Owen von der Universität Southampton sein Konzept der civil geopolitics.

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News
20.01.2026

Christine Hentschel über Neuorientierungen in katastrophischen Zeiten

Im Rahmen der Ringvorlesung „Am Scheidepunkt? Zur Krise der Demokratie“ sprach die Soziologin über das Leben in und den Umgang mit katastrophischen Zeiten. Vor dem Hintergrund der Zerstörung der Lebensbedingungen, Kriegen, dauerhafter Krisenhaftigkeit sowie der Bedrohungen der Demokratie widmete sich Hentschel dem Einsickern des Katastrophischen in den gesellschaftlichen Alltag und einem sich verändernden aktivistischen und literarischen Umgang mit der Zukunft.

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