Fellow (ehemalig)

Prof. Dr. Till van Rahden

Inhaber des Canada Research Chair in German and European Studies an der Université de Montréal

Forschungsprojekt:
Forms, Style and Manners: Democracy as a Way of Life

Forschungsvorhaben: „We are all democrats now. Yet concerns over the future viability of democracy pervade scholarly and public controversies. Today, the social sciences dominate the domain of democratic theory. In contrast, the humanities have contributed comparatively little to our understanding of democracy’s fragile and contingent nature in the past and in the present. Against this background, I aim to strengthen the role of the humanities in scholarly exchanges over the meaning, the fragility and the contingency of democracy as a way of life. The focus of the research project is not on the content of content, i.e. democratic ideas in democratic polities, but on the content of form. It therefore invites conversations about the democratic content of aesthetic forms, styles, and manners. Such an endeavor responds to the suspicion that an emphasis on democratic forms, styles, and aesthetics detracts from more urgent questions about democratic substance and procedures. Key questions of such an endeavor include: If we argue that a specific culture is an essential, if elusive bedrock for democratic polities, is it possible to identify which forms and styles stimulate, sustain and revive democracy as a way of life?” (Till van Rahden)

Veranstaltungen:

8. Mai 2017, 18.15 Uhr
Lumpensammeln: Siegfried Kracauer und die Geschichte des 19. Jahrhunderts

13. März 2017, 19.00 Uhr
Vortrag
Wie Vati die Demokratie lernte: Zur Frage der Autorität in der frühen Bundesrepublik

8. Mai 2017, 18 Uhr c.t.Vortrag
Lumpensammeln: Siegfried Kracauer und die Geschichte des 19. Jahrhunderts

7. Juli 2017
Workshop mit Johannes Voelz (Heisenberg-Professor of American Studies, Democracy, and Aesthetics)
Was war demokratische Kultur? Moralische Leidenschaften, Ästhetik und Politik


Veranstaltungen:
Workshop, 21. Mai 2015
Demokratie als Lebensform? Stil und Ästhetik als Schlüsselbegriffe der politischen Theorie

Paper Presentation, 22. Juli 2015, 11.30 Uhr
History in the House of the Hangman: How Postwar Germany Became a Key Site for the Study of Jewish History

  • Biografische Angaben

    Till van Rahden ist Inhaber des Canada Research Chair in German and European Studies an der Université de Montréal, Kanada. Bereits seit 2010 forscht er als Research Fellow in Kooperation mit dem Exzellenzcluster “Die Herausbildung normativer Ordnungen” am Forschungskolleg Humanwissenschaften. Seine Forschungsschwerpunkte sind unter anderem neuere europäische und deutsche Geschichte und die Geschichte der Demokratie. In Deutschland hielt er Professuren für Geschichte in Köln und Bielefeld, wo er seinen Doktorabschluss machte.

  • Publikationen

    »Sanfte Vaterschaft und Demokratie in der frühen Bundesrepublik«, in: Bernhard Gotto and Elke Seefried (Hg.), Männer mit ›Makel‹. Männlichkeiten und gesellschaftlicher Wandel in der Bundesrepublik Deutschland. Zeitgeschichte im Gespräch, Bd. 25, München: de Gruyter, 2016, S. 142-156.

    (Hg. mit Oliver Kohns and Martin Roussel), Autorität: Krise, Konstruktion und Konjunktur (=Texte zur politischen Ästhetik Bd. 5), Paderborn: Wilhelm Fink, 2016.

    »History in the House of the Hangman: How Postwar Germany Became a Key Site for the Study of Jewish History«, in: Steven E. Aschheim and Vivian Liska (Hg.), The German-Jewish Experience Revisited, Berlin: de Gruyter, 2015, S. 171-192.

     

    Genealogie der Autorität, Texte zur politischen Ästhetik (Co-Hrsg. mit Kohns und Roussel) , Fink, München 2014.

    Clumsy Democrats: Moral Passions in the Federal Republic, in: German History, Bd. 29 (2011), Nr. 3, S. 485–504.

    Demokratie im Schatten der Gewalt: Geschichten des Privaten im deutschen Nachkrieg (Co-Hrsg. mit Fulda, Hoffmann und Herzog),  Wallstein-Verlag, Göttingen 2010.

Aktuelles aus dem Forschungszentrum

Veranstaltung
18.04.2026 | Frankfurt am Main

Das Prinzip Donald Trump und die Verrohung der Welt

Podiumsdiskussion, Vortrag

Ein neuer Politikstil macht international Karriere. Er ist gekennzeichnet von Vulgarität, Verrohung und erklärter Rechtsfeindschaft. Machtinteressen werden nicht mehr juristisch bemäntelt. Stattdessen wird das angebliche Recht des Stärkeren zur Staatsdoktrin gemacht – innenpolitisch wie außenpolitisch. Treibende Kraft hinter dieser Verrohung der politischen Sitten ist ein US-Präsident, der nicht nur die amerikanische Gesellschaft und Kultur, sondern auch die globale Ordnung nach seinen Vorstellungen und Interessen umgestaltet. Die Römerberggespräche wollen diesen Politikstil verstehen.

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Veranstaltung
29.04.2026 | Frankfurt am Main

Kulturindustrie heute?

Podiumsdiskussion

Das Gespräch „Kulturindustrie heute?“ widmet sich der Aktualität und Tragfähigkeit eines zentralen Begriffs der Kritischen Theorie. Die Filmwissenschaftlerin Gertrud Koch diskutiert im Rahmen der Gesprächsreihe "Frankfurter Schule" mit dem Filmkritiker Bert Rebhandl die gegenwärtigen Formen kultureller Produktion und Verbreitung vor dem Hintergrund von Digitalisierung, Plattformen und globalen Medienmärkten.

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News
19.02.2026

Call for Applications – Postdoctoral Fellowships

Am Forschungszentrum Normative Ordnungen sind für das akademische Jahr 2026/2027 mehrere Postdoctoral Fellowships mit einer Laufzeit von 10 Monaten (Beginn: 1. Oktober 2026) ausgeschrieben. Bewerbungsschluss für alle Programme ist der 15. März 2026.

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Veranstaltung
20.03.2026 | Frankfurt am Main

40 Jahre Schengen-Raum

Kolloqium

Der 1984 geschlossene Schengen-Vertrag schuf einen heute 29 Staaten umfassenden Raum ohne Binnengrenzen, doch Migration über die Außengrenzen führte zuletzt zur Wiedereinführung von Kontrollen, auch durch die Bundesregierung ab 8. Mai 2025. Das Walter Hallstein-Kolloquium diskutiert die rechtliche Zulässigkeit, wirtschaftliche Folgen insbesondere für Arbeitsmigration und Arbeitsmarkt sowie die Zukunft des Schengen-Raums.

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News
12.02.2026

Satanistische Politik und der Niedergang der Vernunft in liberalen Demokratien

Ein letztes Mal im Wintersemester 2025/26 lud das Forschungszentrum zur Ringvorlesung „Am Scheidepunkt. Zur Krise der Demokratie“. Zum Abschluss hat der Philosoph Michael Rosen von der Harvard University sein Konzept der „satanic politics“ als eine Variante der politischen Deutung der Welt vorgestellt.

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News
09.02.2026

Zur Aktualität des Gewaltbegriffs anhand von Camus und Derrida

Prof. Dr. Christine Abbt von der Universität St. Gallen hat im Rahmen der Ringvorlesung „Am Scheidepunkt? Zur Krise der Demokratie“ einen Vortrag über Demokratien und den Gewaltbegriff gehalten. Unter dem Titel „Demokratien verteidigen. Zur Aktualität des Gewaltbegriffs bei Camus und Derrida“ besprach die Philosophin Formen von Gewalt und Revolte und ordnete diese im Hinblick auf ein demokratisches Setting ein.

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Publikation
04.02.2026 | Zeitschriftenartikel

New Perspectives on Trust in International Conflicts

Wille, Tobias; Simon, Hendrik; Daase, Christopher; Deitelhoff, Nicole; Wheeler, Nicholas J.; Holmes, Marcus; Rathbun, Brian C.; Acharya, Amitav; Mitzen, Jennifer (2026): „New Perspectives on Trust in International Conflicts“. In: International Studies Review 28 (1), viaf027. 

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News
02.02.2026

Staatlicher Wettbewerb um Menschen – David Owen über civil geopolitics

Im Rahmen der Ringvorlesung „Am Scheidepunkt – Zur Zukunft der Demokratie“ präsentierte David Owen von der Universität Southampton sein Konzept der civil geopolitics.

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News
20.01.2026

Christine Hentschel über Neuorientierungen in katastrophischen Zeiten

Im Rahmen der Ringvorlesung „Am Scheidepunkt? Zur Krise der Demokratie“ sprach die Soziologin über das Leben in und den Umgang mit katastrophischen Zeiten. Vor dem Hintergrund der Zerstörung der Lebensbedingungen, Kriegen, dauerhafter Krisenhaftigkeit sowie der Bedrohungen der Demokratie widmete sich Hentschel dem Einsickern des Katastrophischen in den gesellschaftlichen Alltag und einem sich verändernden aktivistischen und literarischen Umgang mit der Zukunft.

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