Mitglied

Prof. Dr. Roland Hardenberg

Professor am Institut für Ethnologie der Goethe-Universität Frankfurt und Direktor des Frobenius-Instituts für kulturanthropologische Forschung

Fachrichtungen
Ethnologie

Forschungsschwerpunkte
Ressourcenkulturen, religiöse Dynamiken, religiöse (De-)Toxifizierung, Anthropologie der Pflanzen, Rituale, Wertesysteme, Verwandtschaft, materielle Kultur

  • Biografische Angaben

    Roland Hardenberg studierte Ethnologie, Geschichtswissenschaften, Politikwissenschaft und Südostasienwissenschaften an den Universitäten in Münster, Berlin und Oxford. Er promovierte 1998 zum Dr. phil. an der Freien Universität Berlin mit einer Studie über die Erneuerung (nabakalebara) der Gottheiten des Jagannatha-Tempels, basierend auf 14 Monaten ethnographischer Feldforschung in Puri, Odisha (Indien). Anschließend war er als wissenschaftlicher Mitarbeiter an Instituten in Berlin und Heidelberg tätig. Ab 2001 führte er 16 Monate Feldforschung bei den Dongria Kond durch, einem scheduled tribe, der die Niamgiri Berge des Rayagada Distrikts in Odisha bewohnt. Auf der Grundlage dieser empirischen Arbeit wurde er 2006 von der Westfälischen Wilhelms Universität Münster für eine Schrift über Opfer-, Heirats- und Wertesysteme habilitiert. Im Jahr 2006 wechselte er an die Universität Tübingen und führte eine einjährige Feldforschung zu Bestattungspraktiken und kollektiven Erinnerungen im Issyk Köl Distrikt in Kirgisistan durch. Im Jahr 2009 übernahm er den Lehrstuhl für Sozial- und Kulturanthropologie an der Eberhard Karls Universität Tübingen. Ein Jahr später erhielt er den Ruf auf den Lehrstuhl für Sozial- und Kulturanthropologie an der Freien Universität Berlin, blieb aber an der Universität Tübingen, wo er zusammen mit Archäologen den Sonderforschungsbereich „Ressourcenkulturen: Sozio-kulturelle Dynamiken im Umgang mit Ressourcen“ (SFB 1070) initiierte. Im Jahr 2016 folgte er einem Ruf der Goethe-Universität Frankfurt, um den von A. E. Jensen gegründeten Lehrstuhl für Sozial- und Kulturanthropologie zu übernehmen. Im Jahr 2017 wurde er zudem als Nachfolger von Karl-Heinz Kohl zum Direktor des Frobenius-Instituts für kulturanthropologische Forschung gewählt. Roland Hardenberg ist Mitglied in verschiedenen wissenschaftlichen Beiräten und Mitherausgeber der Zeitschrift „Paideuma“ sowie der Buchreihe „Studien zur Kulturkunde“.

     

  • Publikationen

    Eine Übersicht der Publikationen von Prof. Dr. Roland Hardenberg finden Sie: Hier…

Aktuelles aus dem Forschungszentrum

Publikation
08.09.2026 | Monographie

Bedingungen unserer Existenz. Zur Aktualität Michel Foucaults

Saar, Martin; Vogelmann, Frieder (2026): Bedingungen unserer Existenz. Zur Aktualität Michel Foucaults. Berlin: Suhrkamp. 

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Veranstaltung
10.10.2026 | Frankfurt

Von der East West Street zum Anthropozän: Das Recht gegen Gewalt und Zerstörung

Podiumsdiskussion

Auf der Frankfurter Buchmesse spricht der diesjährige Preisträger des Friedenspreises des Deutschen Buchhandels Philippe Sands mit dem Friedensforscher und Historiker Hendrik Simon über die Geschichte, Gegenwart und Zukunft des Völkerrechts, über Ökozid und über die Frage, welche Rolle das Recht in einer von massiver Gewalt und globaler Zerstörung geprägten Welt spielen kann: von der East West Street bis zum Anthropozän.

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Veranstaltung
10.10.2026 | Frankfurt am Main

Das Recht der Gewalt. Warum Waffen allein keinen Frieden schaffen

Buchvorstellung

»Der Krieg ist zurück in Europa!«, heißt es – und mit ihm die Angst. Müssen wir wieder die Sprache der Machtpolitik lernen, um den Frieden zu sichern? Stehen wir wirklich vor dem Ende der regelbasierten Ordnung? Dr. Hendrik Simon bezieht im Gespräch mit Dr. Stefan Kroll in dieser hitzigen Debatte Stellung.

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Publikation
07.09.2026 | Monographie

The Examined Illness. A Philosopher's Confrontation with Deadly Disease

Moellendorf, Darrel (2026): The Examined Illness: A Philosopher Confronts Deadly Disease, Bristol: intellect.

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Publikation
20.08.2026 | Buchkapitel

Abschied vom Neoliberalismus im Zeichen des Postliberalismus?

Biebricher, Thomas (2026): Abschied vom Neoliberalismus im Zeichen des Postliberalismus? In: Selk, Veith; Hofmann, Julian Nicolai (Hrsg.): Postliberalismus? Eine transatlantische Debatte. Berlin: Suhrkamp, S. 222-246.

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Publikation
20.08.2026 | Buchkapitel

Krise oder Verfall der Weltordnung? Liberale und postliberale Erklärungen internationalen Wandels

Daase, Christopher (2026): Krise oder Verfall der Weltordnung? Liberale und postliberale Erklärungen internationalen Wandels. In: Selk, Veith; Hofmann, Julian Nicolai (Hrsg.): Postliberalismus? Eine transatlantische Debatte. Berlin: Suhrkamp, S. 205-221.

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