Fellow (ehemalig)

Prof. Dr. James Sleeper

Lecturer an der Yale University

Forschungsprojekt:
„Civic-republican“ leadership traning in American Colleges

Abstract:
The premises and protocols of citizen-leadership training in the United States have long been guided by a “civic-republican” model envisioned and elaborated by drafters of the American Constitution. Because their capitalist republic lacked mythical bonds of ethno-racial solidarity and sacred land, its survival depended on a critical mass of its citizens’ upholding public virtues and beliefs which neither the liberal state nor capitalist markets alone nurture or defend—the liberal state because it cannot judge strongly among different ways of life, and markets because they reward self-interested consumers and investors rather than citizens who attain personal and public dignity by moderating self-interest to advance a common good. For these reasons, American republican understandings of selfhood and of citizen-leadership had to be nurtured all the more intensively in institutions such as residential undergraduate colleges in universities that stood somewhat apart from markets and the state.
The premises and practices of civic-republican collegiate education have never been pure or entirely successful, but they did nurture the American leadership that framed the post-World War II trans-Atlantic alliance, Cold War “containment” of Communism, and made possible the American Civil-Rights movement. The breakdown of that leadership and its ethos, and the search for alternative ways to nurture citizen-leadership in an increasingly global sphere, are the subjects of my research.

Veranstaltungen:

5. Juni 2014
Paper Presentation
„Should American Liberal-Arts Colleges Train Citizen-Leaders?“, Chairs: Prof. Dr. Rainer Forst,  Prof. Dr. Klaus Günther
Ort: Forschungskolleg Humanwissenschaften, Bad Homburg

  • Biografische Angaben

    James Sleeper ist Publizist und Politikwissenschaftler. An der Yale University hält er Vorlesungen, in denen es beispielsweise um die nationale Identität der USA, Liberalismus und Demokratie geht. Hinzu kommen Lehrveranstaltungen über Journalismus. In seinem aktuellen Forschungsprojekt beschäftigt sich James Sleeper mit staatsbürgerlichem Engagement und zivilgesellschaftlichen Führungsqualitäten. Er untersucht, wie diese Tugenden an amerikanischen Colleges und Universitäten vermittelt werden. Zugleich geht er dabei der Frage nach, inwiefern und warum sich die zivilgesellschaftliche Erziehung im amerikanischen Bildungssystem gegenwärtig wandelt. James Sleeper forscht und publiziert insbesondere über die amerikanische politische Kultur, Rassenpolitik, Medien und die Hochschulausbildung. Seine Reportagen und Kommentare erschienen unter anderem in „Harper’s“, „The New Republic“, „The Nation“, „The New Yorker“, „The Washington Monthly“ und „Dissent“. Als Autor arbeitete er auch für das öffentliche Fernsehen „Public Broadcasting Service“ (PBS) und den öffentlichen Hörfunk „National Public Radio“ (NPR). Seine wissenschaftliche Laufbahn umfasst Stationen in Harvard, wo er promovierte, sowie an der New York University und der Columbia University.

  • Publikationen

    Liberal Racism (Rowman & Littlefield, 2002) (First edition published by Viking/Penguin, 1997 and 1998).

    The Closest of Strangers: Liberalism and the Politics of Race in New York (W. W. Norton & Co.), 1990; paperback (Norton), 1991.

    In Search of New York (Transaction Books), 1988. Editor. An anthology of reportage, essays, reminiscences, and photography that was a special issue of Dissent magazine in 1987. Contributors include Irving Howe, Ada Louise Huxtable, Michael Harrington, Jim Chapin, Paul Berman, and many others.

    The New Jews (Vintage paperback), 1971. Co-editor; essays by young religious radicals of the time.

    Artikel in Sammelbänden:
    Orwell Into the Twenty-First Century Thomas Cushman and John Rodden, eds. (Paradigm Press, 2005). Chapter: “Orwell’s Smelly Little Orthodoxies – and Ours”

    A Way Out Owen Fiss, Joshua Cohen eds. (Princeton U. Press, 2003); Essay, “Against Social Engineering,” a response to an “urban removal” manifesto by Yale Law Professor. Owen Fiss.

    One America? Stanley Renshon, ed. (Georgetown U. Press, 2001). Essay:“American National Identity in a Post-national Age.”

    Empire City: New York Through the Centuries Kenneth Jackson and David Dunbar, eds. (Columbia U. Press, October 2002). Chapter: “Boodling, Bigotry, and Cosmopolitanism,” about New York City in the late 1980s.

    Post-Mortem: The O.J. Verdict Jeffrey Abramson, editor (Basic Books, 1996). Essay, “Racial Theater,” about the public staging of the O.J. trial.

    The New Republic Guide to the Candidates, 1996 Andrew Sullivan, editor (Basic Books, 1996). Essay on Bill Bradley, the non-candidate, and hisconcerns about civil society.

    Blacks and Jews: Alliances and Arguments Paul Berman, editor (Delacorte, 1995). Chapter: “The Battle for Enlightenment at City College,” on CUNY Prof. Leonard Jeffries and identity politics.

    Debating Affirmative Action Nicolaus Mills, editor. (Dell, 1994). Essay,“Affirmative Action’s Outer Limits.”

    Tikkun Anthology Michael Lerner, editor, 1992. Essay, “Demagoguery in America: Wrong Turns in the Politics of Race.” (One of the early, classic critiques of identity politics in the American left.)

Aktuelles aus dem Forschungszentrum

Veranstaltung
18.04.2026 | Frankfurt am Main

Das Prinzip Donald Trump und die Verrohung der Welt

Podiumsdiskussion, Vortrag

Ein neuer Politikstil macht international Karriere. Er ist gekennzeichnet von Vulgarität, Verrohung und erklärter Rechtsfeindschaft. Machtinteressen werden nicht mehr juristisch bemäntelt. Stattdessen wird das angebliche Recht des Stärkeren zur Staatsdoktrin gemacht – innenpolitisch wie außenpolitisch. Treibende Kraft hinter dieser Verrohung der politischen Sitten ist ein US-Präsident, der nicht nur die amerikanische Gesellschaft und Kultur, sondern auch die globale Ordnung nach seinen Vorstellungen und Interessen umgestaltet. Die Römerberggespräche wollen diesen Politikstil verstehen.

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Veranstaltung
29.04.2026 | Frankfurt am Main

Kulturindustrie heute?

Podiumsdiskussion

Das Gespräch „Kulturindustrie heute?“ widmet sich der Aktualität und Tragfähigkeit eines zentralen Begriffs der Kritischen Theorie. Die Filmwissenschaftlerin Gertrud Koch diskutiert im Rahmen der Gesprächsreihe "Frankfurter Schule" mit dem Filmkritiker Bert Rebhandl die gegenwärtigen Formen kultureller Produktion und Verbreitung vor dem Hintergrund von Digitalisierung, Plattformen und globalen Medienmärkten.

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News
19.02.2026

Call for Applications – Postdoctoral Fellowships

Am Forschungszentrum Normative Ordnungen sind für das akademische Jahr 2026/2027 mehrere Postdoctoral Fellowships mit einer Laufzeit von 10 Monaten (Beginn: 1. Oktober 2026) ausgeschrieben. Bewerbungsschluss für alle Programme ist der 15. März 2026.

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Veranstaltung
20.03.2026 | Frankfurt am Main

40 Jahre Schengen-Raum

Kolloqium

Der 1984 geschlossene Schengen-Vertrag schuf einen heute 29 Staaten umfassenden Raum ohne Binnengrenzen, doch Migration über die Außengrenzen führte zuletzt zur Wiedereinführung von Kontrollen, auch durch die Bundesregierung ab 8. Mai 2025. Das Walter Hallstein-Kolloquium diskutiert die rechtliche Zulässigkeit, wirtschaftliche Folgen insbesondere für Arbeitsmigration und Arbeitsmarkt sowie die Zukunft des Schengen-Raums.

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News
12.02.2026

Satanistische Politik und der Niedergang der Vernunft in liberalen Demokratien

Ein letztes Mal im Wintersemester 2025/26 lud das Forschungszentrum zur Ringvorlesung „Am Scheidepunkt. Zur Krise der Demokratie“. Zum Abschluss hat der Philosoph Michael Rosen von der Harvard University sein Konzept der „satanic politics“ als eine Variante der politischen Deutung der Welt vorgestellt.

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News
09.02.2026

Zur Aktualität des Gewaltbegriffs anhand von Camus und Derrida

Prof. Dr. Christine Abbt von der Universität St. Gallen hat im Rahmen der Ringvorlesung „Am Scheidepunkt? Zur Krise der Demokratie“ einen Vortrag über Demokratien und den Gewaltbegriff gehalten. Unter dem Titel „Demokratien verteidigen. Zur Aktualität des Gewaltbegriffs bei Camus und Derrida“ besprach die Philosophin Formen von Gewalt und Revolte und ordnete diese im Hinblick auf ein demokratisches Setting ein.

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Publikation
04.02.2026 | Zeitschriftenartikel

New Perspectives on Trust in International Conflicts

Wille, Tobias; Simon, Hendrik; Daase, Christopher; Deitelhoff, Nicole; Wheeler, Nicholas J.; Holmes, Marcus; Rathbun, Brian C.; Acharya, Amitav; Mitzen, Jennifer (2026): „New Perspectives on Trust in International Conflicts“. In: International Studies Review 28 (1), viaf027. 

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News
02.02.2026

Staatlicher Wettbewerb um Menschen – David Owen über civil geopolitics

Im Rahmen der Ringvorlesung „Am Scheidepunkt – Zur Zukunft der Demokratie“ präsentierte David Owen von der Universität Southampton sein Konzept der civil geopolitics.

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News
20.01.2026

Christine Hentschel über Neuorientierungen in katastrophischen Zeiten

Im Rahmen der Ringvorlesung „Am Scheidepunkt? Zur Krise der Demokratie“ sprach die Soziologin über das Leben in und den Umgang mit katastrophischen Zeiten. Vor dem Hintergrund der Zerstörung der Lebensbedingungen, Kriegen, dauerhafter Krisenhaftigkeit sowie der Bedrohungen der Demokratie widmete sich Hentschel dem Einsickern des Katastrophischen in den gesellschaftlichen Alltag und einem sich verändernden aktivistischen und literarischen Umgang mit der Zukunft.

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