Fellow (ehemalig)

Prof. Dr. Emmanuel Melissaris

Associate Professor in Law, London School of Economics and Political Science

Forschungsprojekt:
Eine post-metaphysische Theorie des Strafrechts

Forschungsvorhaben:
„The aim of my research is to construct a political philosophical theory of the criminal law and explore its implications for criminalisation, criminal responsibility and punishment. The project is rooted in the post-petaphysical turn in political and legal philosophy. The aim is to construct a theory of the criminal law, which does not rely on controversial moral doctrines and is suitable for a specific type of political society with a specific type of institutional structure. This has several upshots. First, the wrongfulness of some acts is to be judged with reference to the political duties, flowing from the terms of social cooperation and not in relation to an independent moral order. Secondly, the criminal law is grounded in its acceptability by all citizens. Thirdly, the political conception of the person also determines the subject of the criminal law. In Frankfurt I hope to explore the specific implications of these general theses and develop general principles of criminalisation and criminal responsibility. In particular, I will consider the following questions: Under which political duties are participants in a political community with these general characteristics? Who may respond to violations of these political duties? What kind of response is justified and on what terms? What are the constraints to criminalisation and punishment (in particular constraints stemming from the rule of law, democracy and social justice)? How can acts be attributed to an actor simpliciter and as criminal offences?” (Emmanuel Melissaris)

Veranstaltungen:
Paper Presentation, 3. Juni 2015
Solidarity and State Punishment

  • Biografische Angaben

    Emmanuel Melissaris ist Associate Professor in Law am Law Department der London School of Economics and political Science (LSE). Seine Forschungsschwerpunkte sind die Philosophie und Soziologie des Rechts sowie Strafrechtstheorien. Aktuell beschäftigt er sich vor allem mit dem Problem des Rechtspluralismus und der Rechtfertigung von Verstößen gegen das Recht auf Eigentum. Der gebürtige Grieche studierte Jura in Athen und promovierte an der School of Law der University of Edinburgh. Er unterrichtete an der University of Manchester und der Keele University bevor er 2005 die Lehre an der LSE aufnahm. Emmanuel Mellissaris ist Mitglied der Redaktionsleitung des Jahresmagazins „Jurisprudence“.

  • Publikationen

    Theories of Crime and Punishment, in: Markus D. Dubber and Tatjana Hörnle (Hrsg.) The Oxford Handbook of Criminal Law. Oxford Handbooks in Law. Oxford University Press, Oxford 2014.
    Property offences as crimes of injustice, in: Criminal Law and Philosophy, 6 (2) 2012, S. 149-166.
    McCoubrey & White’s Textbook on Jurisprudence (mit J. E. Penner), Oxford University Press, Oxford 2012.
    Ubiquitous Law : Legal Theory and the Space for Legal Pluralism, Ashgate, Farnham 2009.

Aktuelles aus dem Forschungszentrum

Veranstaltung
18.04.2026 | Frankfurt am Main

Das Prinzip Donald Trump und die Verrohung der Welt

Podiumsdiskussion, Vortrag

Ein neuer Politikstil macht international Karriere. Er ist gekennzeichnet von Vulgarität, Verrohung und erklärter Rechtsfeindschaft. Machtinteressen werden nicht mehr juristisch bemäntelt. Stattdessen wird das angebliche Recht des Stärkeren zur Staatsdoktrin gemacht – innenpolitisch wie außenpolitisch. Treibende Kraft hinter dieser Verrohung der politischen Sitten ist ein US-Präsident, der nicht nur die amerikanische Gesellschaft und Kultur, sondern auch die globale Ordnung nach seinen Vorstellungen und Interessen umgestaltet. Die Römerberggespräche wollen diesen Politikstil verstehen.

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Veranstaltung
29.04.2026 | Frankfurt am Main

Kulturindustrie heute?

Podiumsdiskussion

Das Gespräch „Kulturindustrie heute?“ widmet sich der Aktualität und Tragfähigkeit eines zentralen Begriffs der Kritischen Theorie. Die Filmwissenschaftlerin Gertrud Koch diskutiert im Rahmen der Gesprächsreihe "Frankfurter Schule" mit dem Filmkritiker Bert Rebhandl die gegenwärtigen Formen kultureller Produktion und Verbreitung vor dem Hintergrund von Digitalisierung, Plattformen und globalen Medienmärkten.

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News
19.02.2026

Call for Applications – Postdoctoral Fellowships

Am Forschungszentrum Normative Ordnungen sind für das akademische Jahr 2026/2027 mehrere Postdoctoral Fellowships mit einer Laufzeit von 10 Monaten (Beginn: 1. Oktober 2026) ausgeschrieben. Bewerbungsschluss für alle Programme ist der 15. März 2026.

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Veranstaltung
20.03.2026 | Frankfurt am Main

40 Jahre Schengen-Raum

Kolloqium

Der 1984 geschlossene Schengen-Vertrag schuf einen heute 29 Staaten umfassenden Raum ohne Binnengrenzen, doch Migration über die Außengrenzen führte zuletzt zur Wiedereinführung von Kontrollen, auch durch die Bundesregierung ab 8. Mai 2025. Das Walter Hallstein-Kolloquium diskutiert die rechtliche Zulässigkeit, wirtschaftliche Folgen insbesondere für Arbeitsmigration und Arbeitsmarkt sowie die Zukunft des Schengen-Raums.

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News
12.02.2026

Satanistische Politik und der Niedergang der Vernunft in liberalen Demokratien

Ein letztes Mal im Wintersemester 2025/26 lud das Forschungszentrum zur Ringvorlesung „Am Scheidepunkt. Zur Krise der Demokratie“. Zum Abschluss hat der Philosoph Michael Rosen von der Harvard University sein Konzept der „satanic politics“ als eine Variante der politischen Deutung der Welt vorgestellt.

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News
09.02.2026

Zur Aktualität des Gewaltbegriffs anhand von Camus und Derrida

Prof. Dr. Christine Abbt von der Universität St. Gallen hat im Rahmen der Ringvorlesung „Am Scheidepunkt? Zur Krise der Demokratie“ einen Vortrag über Demokratien und den Gewaltbegriff gehalten. Unter dem Titel „Demokratien verteidigen. Zur Aktualität des Gewaltbegriffs bei Camus und Derrida“ besprach die Philosophin Formen von Gewalt und Revolte und ordnete diese im Hinblick auf ein demokratisches Setting ein.

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Publikation
04.02.2026 | Zeitschriftenartikel

New Perspectives on Trust in International Conflicts

Wille, Tobias; Simon, Hendrik; Daase, Christopher; Deitelhoff, Nicole; Wheeler, Nicholas J.; Holmes, Marcus; Rathbun, Brian C.; Acharya, Amitav; Mitzen, Jennifer (2026): „New Perspectives on Trust in International Conflicts“. In: International Studies Review 28 (1), viaf027. 

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News
02.02.2026

Staatlicher Wettbewerb um Menschen – David Owen über civil geopolitics

Im Rahmen der Ringvorlesung „Am Scheidepunkt – Zur Zukunft der Demokratie“ präsentierte David Owen von der Universität Southampton sein Konzept der civil geopolitics.

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News
20.01.2026

Christine Hentschel über Neuorientierungen in katastrophischen Zeiten

Im Rahmen der Ringvorlesung „Am Scheidepunkt? Zur Krise der Demokratie“ sprach die Soziologin über das Leben in und den Umgang mit katastrophischen Zeiten. Vor dem Hintergrund der Zerstörung der Lebensbedingungen, Kriegen, dauerhafter Krisenhaftigkeit sowie der Bedrohungen der Demokratie widmete sich Hentschel dem Einsickern des Katastrophischen in den gesellschaftlichen Alltag und einem sich verändernden aktivistischen und literarischen Umgang mit der Zukunft.

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