Mitglied

Prof. Dr. Annette Langner-Pitschmann

  • Biografische Angaben

    Prof. Dr. Annette Langner-Pitschmann ist Professorin für Religionsphilosophie der Gegenwart an der Goethe-Universität Frankfurt. Sie wurde mit einer Arbeit zur Religionstheorie John Deweys (Religiosität als Qualität des Säkularen. Tübingen/Mohr Siebeck 2017) promoviert und forscht seither zur Rolle religiöser Einstellungen und Weltbilder im Kontext der (Spät)moderne. Ein Schwerpunkt gilt dabei dem Verhältnis zwischen Demokratie und Religion. Aktuell untersucht sie als PI der DFG-Forschungsgruppe „Macht und Machtmissbrauch“ die Wechselwirkung zwischen Zuschreibung und Ausübung von Macht im Bereich religiösen Glaubens. Als PI des LOEWE-Zentrums „Dynamiken des Religiösen“ forscht sie ausgehend von Begründungsformen politischer Autorität zur Struktur der Politisierung religiöser Konzepte. Langner-Pitschmann ist u.a. Vorstandsvorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Philosophie an deutschsprachigen katholisch-theologischen Fakultäten und Mitglied der European Academy of Religion.

    Forschungsschwerpunkte: Religion in der (Spät)moderne; Philosophie des Pragmatismus; Religion und Demokratie; religiöse und ideologische Einstellung

  • Publikationen

    2026 2025

    Auswahl

    Langner-Pitschmann, Annette 2024: Zwischen Kontingenzeinsicht und Geltungsbegehren. Kontingente Gewissheit als Zukunftsthema der Religionsphilosophie, in: Deutsche Zeitschrift für Philosophie 72, S. 683–696.

    Langner-Pitschmann, Annette 2024: „Wo sich der Spaten zurückbiegt“ (PU, § 217). Ideologie und Religion nach Wittgenstein, in: Heinrich-Ramharter, Esther (Hrsg.): Religionsphilosophie nach Wittgenstein. Sprachen und Gewissheiten des Glaubens, Berlin, S. 335-354.

    Roseneck, Michael/Langner-Pitschmann, Annette/Müller, Tobias 2025: Den Diskurs bestreiten. Religion im Spannungsfeld zwischen Erfahrung und Begriff. Festschrift für Thomas M. Schmidt, Baden-Baden.

    Langner-Pitschmann, Annette 2025: Pragmatist Instrumentalism as a Paradigm of Intercultural Legal Semiotics, in: Oxford Journal of Law and Religion 14: 2, S. 183–205.

    Langner-Pitschmann, Annette 2026: „Das Andere in uns selbst“ (Marcel Gauchet). Das Ideal gesellschaftlicher Autonomie und die Denkfigur der Alterität, in: Schlette, Magnus et. al. (Hrsg.): Ordnung im Übergang Zur Funktion von Transzendenzbezügen in der Konstitution und Transformation politischer Gemeinschaft, Tübingen, S. 185-205.

Aktuelles aus dem Forschungszentrum

Veranstaltung
24.09.2026 | Frankfurt am Main

Die neuen Warlords. Gewaltdynamiken einhegen / Friedensgutachten 2026

Buchvorstellung

Die imperialistische Großmachtpolitik ändert die Vorzeichen von Krieg, Frieden und Sicherheit. Staaten agieren zunehmend wie Warlords und setzen Krieg als Mittel der Politik ein. Übergänge von Gewaltkonflikten zu Frieden werden als „Deals“ behandelt, Mittelmächte wie die Golfstaaten treten mit neuem Selbstbewusstsein, aber ambivalentem Kurs auf, und technologische Innovation verändert Kriege und erschwert die Regulierung. Zugleich befindet sich die internationale Kooperation in der Friedenssicherung – etwa in der Entwicklungszusammenarbeit oder in den Vereinten Nationen – in ihrer schwersten Krise. Innenpolitisch nehmen auch in Deutschland rassistische Einstellungen zu. Das Friedensgutachten 2026 analysiert Optionen, dennoch Frieden zu fördern.

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News
23.07.2026

Dr. Jonas Heller mit Maria-Weber-Grant ausgezeichnet

Dr. Jonas Heller, assoziiertes Mitglied von Normative Orders, erforscht, wie sich geschichtlicher Wandel als Überwindung geschichtlicher Blockaden verstehen lässt. Hierfür wurde er nun mit einem Preis der Hans-Böckler-Stiftung ausgezeichnet.

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News
16.07.2026

Was verteidigen wir, wenn wir Demokratie verteidigen?

Die Krise der Demokratie stand im Mittelpunkt der diesjährigen Jahreskonferenz. Angesichts des weltweiten Erstarkens autoritärer und populistischer Bewegungen diskutierten internationale Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aktuelle Gefährdungen demokratischer Ordnungen und die grundlegende normative Frage: Was genau verteidigen wir eigentlich, wenn wir Demokratie verteidigen?

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News
15.07.2026

Von der normativen Kraft des Rechts in Zeitenwenden

Erleben wir gegenwärtig den Übergang von einer regelbasierten internationalen Ordnung zu einer Machtordnung? Dieser weitverbreiteten Diagnose widerspricht Hendrik Simon in seinem neuen Buch „Das Recht der Gewalt. Warum Waffen allein keinen Frieden schaffen“, das am 15. Juli im Reclam-Verlag erschienen ist.

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Publikation
15.07.2026 | Monographie

Das Recht der Gewalt. Warum Waffen allein keinen Frieden schaffen

Simon, Hendrik (2026): Das Recht der Gewalt. Warum Waffen allein keinen Frieden schaffen. Ditzingen: Reclam.

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Publikation
10.07.2026 | Sammelband

Schnittstellen im Gesundheitsrecht

Kießling, Andrea (Hrsg.) (2026): „Schnittstellen im Gesundheitsrecht“. Nomos.

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