Global Health Justice Postdoctoral Programme

Fragen der Gesundheitsgerechtigkeit sind seit langem Teil der Diskussionen über globale Gerechtigkeit. Es gibt zahlreiche Ansätze, die von deontologischen bis zu konsequentialistischen Ansätzen reichen, um sie zu behandeln. Die Covid-19-Pandemie hat diesen Fragen zusätzliche Dringlichkeit verliehen und gezeigt, wie strukturelle Asymmetrien zwischen (und innerhalb von) verschiedenen Ländern zu höchst ungleichen Chancen bei der Versorgung mit und der Entwicklung von Impfstoffen und bei der Deckung grundlegender Gesundheitsbedürfnisse geführt haben. Es ist an der Zeit, eine globale Debatte über globale Gesundheitsgerechtigkeit zu führen, und Global Health Justice Programm am Forschungszentrum Normative Ordnungen soll dazu beitragen, jene Forschung zu fördern, die dieser Debatte zuträglich ist. Viele Fragen müssen in diesem Zusammenhang untersucht werden, nicht nur der gerechte Zugang zu Medikamenten, sondern auch die Art der transnationalen strukturellen Ungerechtigkeit, geschlechtsspezifische Ungleichheiten in der Gesundheitsversorgung, nachhaltige Entwicklungsziele, Klimawandel und Gesundheit, das Menschenrecht auf Gesundheit und viele weitere.


Das Global Health Justice Postdoctoral Programme vergibt zum 1. Oktober jährlich zwei Postdoc-Fellowships. Die Fellows werden für eine Dauer von 10 Monaten Teil der Frankfurter Forschungsgemeinschaft, insbesondere des Forschungszentrums Normative Ordnungen.


Projektleitung
Prof. Dr. Rainer Forst
Prof. Dr. Darrel Moellendorf


Gefördert von der Höppschen Stiftung gGmbH


Laufzeit
Seit 2023

Aktuelles aus dem Forschungszentrum

Publikation
20.08.2026 | Buchkapitel

Abschied vom Neoliberalismus im Zeichen des Postliberalismus?

Biebricher, Thomas (2026): Abschied vom Neoliberalismus im Zeichen des Postliberalismus? In: Selk, Veith; Hofmann, Julian Nicolai (Hrsg.): Postliberalismus? Eine transatlantische Debatte. Berlin: Suhrkamp, S. 222-246.

weitere Infos ›
Publikation
20.08.2026 | Buchkapitel

Krise oder Verfall der Weltordnung? Liberale und postliberale Erklärungen internationalen Wandels

Daase, Christopher (2026): Krise oder Verfall der Weltordnung? Liberale und postliberale Erklärungen internationalen Wandels. In: Selk, Veith; Hofmann, Julian Nicolai (Hrsg.): Postliberalismus? Eine transatlantische Debatte. Berlin: Suhrkamp, S. 205-221.

weitere Infos ›
Publikation
19.08.2026 | Sammelband

Sokrates revised and revisited

Bohl, Judith K.; Brandis, Veronika; Pfeifer, Guido (Hrsg.) (2026): „Sokrates revised and revisited. Überlieferung, Diskurs, Inszenierung“. Heidelberg: Propylaeum. 

weitere Infos ›
Publikation
14.08.2026 | Buchkapitel

Vom rechtshistorischen Erkenntniswert antiker Tragödiendichtung: Überlegungen anhand Euripides’ Medeia

Pfeifer, Guido (2026): "Vom rechtshistorischen Erkenntniswert antiker Tragödiendichtung: Überlegungen anhand Euripides’ Medeia". In: Gsell, Beate; Rüfner, Thomas; Babusiaux, Ulrike (Hrsg.): Die unverzichtbare Wissenschaft – The Indispensable Science, Mohr Siebeck, S. 663-671.

weitere Infos ›
Publikation
01.08.2026 | Buchkapitel

"Das Andere in uns selbst" (Marcel Gauchet). Das Ideal gesellschaftlicher Autonomie und die Denkfigur der Alterität

Langner-Pitschmann, Annette (2026): „Das Andere in uns selbst“ (Marcel Gauchet). Das Ideal gesellschaftlicher Autonomie und die Denkfigur der Alterität. In: Schlette, Magnus et. al. (Hrsg.): Ordnung im Übergang Zur Funktion von Transzendenzbezügen in der Konstitution und Transformation politischer Gemeinschaft, Tübingen: Mohr Siebeck, S. 185-205.

weitere Infos ›
Veranstaltung
24.09.2026 | Frankfurt am Main

Die neuen Warlords. Gewaltdynamiken einhegen / Friedensgutachten 2026

Buchvorstellung

Die imperialistische Großmachtpolitik ändert die Vorzeichen von Krieg, Frieden und Sicherheit. Staaten agieren zunehmend wie Warlords und setzen Krieg als Mittel der Politik ein. Übergänge von Gewaltkonflikten zu Frieden werden als „Deals“ behandelt, Mittelmächte treten mit neuem Selbstbewusstsein, aber ambivalentem Kurs auf, und technologische Innovation verändert Kriege und erschwert die Regulierung. Zugleich befindet sich die internationale Kooperation in der Friedenssicherung in ihrer schwersten Krise. Das Friedensgutachten 2026 analysiert Optionen, dennoch Frieden zu fördern.

weitere Infos ›