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03.07.2024 | Frankfurt am Main
Workshop

Michel Foucault – Erneute Zwischenbilanz einer Rezeption

Nachwuchsworkshop

In den 40 Jahren seit seinem Tod ist Michel Foucault auch in Deutschland zu einem kanonischen Autor der Geistes- und Gesellschaftswissenschaften geworden. In Einführungsveranstaltungen gehört er zum festen Repertoire, zu kaum einem*r anderen*r Autor*in des 20. Jahrhunderts erscheinen so regelmäßig Monographien, Sammelbände und Einführungswerke. Während die deutschsprachige akademische Rezeption von Anfang an von Konflikten begleitet war, ist Foucaults Kanonisierung in den gegenwärtigen gesellschaftspolitischen Debatten aber auch wieder zum Gegenstand scharfer öffentlichen Auseinandersetzungen geworden: Die Frage, welche Relevanz sein Denken für das Verständnis unserer Gegenwart hat, muss neu verhandelt werden. In der Tradition der Frankfurter Foucault Konferenz 2001 wollen wir vor diesem Hintergrund eine „erneute” Zwischenbilanz der Foucault-Rezeption ziehen.
Die Veranstaltung wird als zweitägiger Nachwuchsworkshop organisiert und richtet sich damit vor allem an Nachwuchswissenschaftler. Die ausgewählten Beiträge adressieren den Einfluss Foucaults auf unsere Gegenwart in vielfältiger Weise: So bearbeiteten einige Vorträge Foucaults Bedeutung für die verschiedensten Disziplinen, andere widmen sich neuentdeckten Herkünften seines Denkens oder aber innovativen Anschlussmöglichkeiten an sein Werk. Ein letzter Block an Beiträgen adressiert schließlich die unmittelbaren Bedeutung Foucaults für das Verständnis aktueller politischer Konflikte.
Die Vorträge werden in 4 Panels mit jeweils bis zu 4 Vorträgen vorgestellt; für einen Vortrag inkl. Diskussion sind jeweils insgesamt 45 Minuten eingeplant. Daneben finden Keynote-Vorträge von Frieder Vogelmann, Vincent August und Judith Revel statt.

Die gesamte Veranstaltung findet im Haus Normative Ordnungen auf dem Campus Westend statt (Raum EG.01/02). Alle Teile der Veranstaltung sind grundsätzlich öffentlich,
es ist jedoch eine Anmeldung erforderlich: Hier…

Organisation: Jonas Lang und Jannik Oestmann mit freundlicher Unterstützung des Lehrstuhls für Politische Theorie, Ideengeschichte und Theorien der Ökonomie (Prof. Dr. Thomas Biebricher)
Kontakt: jonaslang@stud.uni-frankfurt.de, oestmann@stud.uni-frankfurt.de

Aktuelles aus dem Forschungszentrum

Veranstaltung
18.04.2026 | Frankfurt am Main

Das Prinzip Donald Trump und die Verrohung der Welt

Podiumsdiskussion, Vortrag

Ein neuer Politikstil macht international Karriere. Er ist gekennzeichnet von Vulgarität, Verrohung und erklärter Rechtsfeindschaft. Machtinteressen werden nicht mehr juristisch bemäntelt. Stattdessen wird das angebliche Recht des Stärkeren zur Staatsdoktrin gemacht – innenpolitisch wie außenpolitisch. Treibende Kraft hinter dieser Verrohung der politischen Sitten ist ein US-Präsident, der nicht nur die amerikanische Gesellschaft und Kultur, sondern auch die globale Ordnung nach seinen Vorstellungen und Interessen umgestaltet. Die Römerberggespräche wollen diesen Politikstil verstehen.

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Veranstaltung
29.04.2026 | Frankfurt am Main

Kulturindustrie heute?

Podiumsdiskussion

Das Gespräch „Kulturindustrie heute?“ widmet sich der Aktualität und Tragfähigkeit eines zentralen Begriffs der Kritischen Theorie. Die Filmwissenschaftlerin Gertrud Koch diskutiert im Rahmen der Gesprächsreihe "Frankfurter Schule" mit dem Filmkritiker Bert Rebhandl die gegenwärtigen Formen kultureller Produktion und Verbreitung vor dem Hintergrund von Digitalisierung, Plattformen und globalen Medienmärkten.

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News
19.02.2026

Call for Applications – Postdoctoral Fellowships

Am Forschungszentrum Normative Ordnungen sind für das akademische Jahr 2026/2027 mehrere Postdoctoral Fellowships mit einer Laufzeit von 10 Monaten (Beginn: 1. Oktober 2026) ausgeschrieben. Bewerbungsschluss für alle Programme ist der 15. März 2026.

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Veranstaltung
20.03.2026 | Frankfurt am Main

40 Jahre Schengen-Raum

Kolloqium

Der 1984 geschlossene Schengen-Vertrag schuf einen heute 29 Staaten umfassenden Raum ohne Binnengrenzen, doch Migration über die Außengrenzen führte zuletzt zur Wiedereinführung von Kontrollen, auch durch die Bundesregierung ab 8. Mai 2025. Das Walter Hallstein-Kolloquium diskutiert die rechtliche Zulässigkeit, wirtschaftliche Folgen insbesondere für Arbeitsmigration und Arbeitsmarkt sowie die Zukunft des Schengen-Raums.

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News
12.02.2026

Satanistische Politik und der Niedergang der Vernunft in liberalen Demokratien

Ein letztes Mal im Wintersemester 2025/26 lud das Forschungszentrum zur Ringvorlesung „Am Scheidepunkt. Zur Krise der Demokratie“. Zum Abschluss hat der Philosoph Michael Rosen von der Harvard University sein Konzept der „satanic politics“ als eine Variante der politischen Deutung der Welt vorgestellt.

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News
09.02.2026

Zur Aktualität des Gewaltbegriffs anhand von Camus und Derrida

Prof. Dr. Christine Abbt von der Universität St. Gallen hat im Rahmen der Ringvorlesung „Am Scheidepunkt? Zur Krise der Demokratie“ einen Vortrag über Demokratien und den Gewaltbegriff gehalten. Unter dem Titel „Demokratien verteidigen. Zur Aktualität des Gewaltbegriffs bei Camus und Derrida“ besprach die Philosophin Formen von Gewalt und Revolte und ordnete diese im Hinblick auf ein demokratisches Setting ein.

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Publikation
04.02.2026 | Zeitschriftenartikel

New Perspectives on Trust in International Conflicts

Wille, Tobias; Simon, Hendrik; Daase, Christopher; Deitelhoff, Nicole; Wheeler, Nicholas J.; Holmes, Marcus; Rathbun, Brian C.; Acharya, Amitav; Mitzen, Jennifer (2026): „New Perspectives on Trust in International Conflicts“. In: International Studies Review 28 (1), viaf027. 

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News
02.02.2026

Staatlicher Wettbewerb um Menschen – David Owen über civil geopolitics

Im Rahmen der Ringvorlesung „Am Scheidepunkt – Zur Zukunft der Demokratie“ präsentierte David Owen von der Universität Southampton sein Konzept der civil geopolitics.

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News
20.01.2026

Christine Hentschel über Neuorientierungen in katastrophischen Zeiten

Im Rahmen der Ringvorlesung „Am Scheidepunkt? Zur Krise der Demokratie“ sprach die Soziologin über das Leben in und den Umgang mit katastrophischen Zeiten. Vor dem Hintergrund der Zerstörung der Lebensbedingungen, Kriegen, dauerhafter Krisenhaftigkeit sowie der Bedrohungen der Demokratie widmete sich Hentschel dem Einsickern des Katastrophischen in den gesellschaftlichen Alltag und einem sich verändernden aktivistischen und literarischen Umgang mit der Zukunft.

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