When Design Gets Political
Internationale Konferenz im Rahmen der Design Policy Days der World Design Capital 2026
Der dritte Tag der Design Policy Days an der Goethe-Universität Frankfurt richtet sich an alle, die Design als politische Kraft denken. Gemeinsam mit dem Deutschen Designtag und dem Forschungszentrum Normative Ordnungen widmet er sich der institutionellen Politik: Wie lässt sich Design methodisch, strukturell und normativ in politische Entscheidungsprozesse integrieren – und wie kann Politik selbst als Gestaltungsfeld verstanden werden?
Der Tag ist in drei Tracks gegliedert: DEBATE verhandelt in Roundtable-Diskussionen die großen Herausforderungen unserer Zeit im Zusammenspiel von Design, Politik und Wissenschaft – in vier Feldern: Zivilgesellschaft, Digitale Souveränität, Transformation und Staatsreform. REFLECT bildet den politik- und designwissenschaftlichen Track, in dem Projekte präsentiert und die aufgeworfenen Fragen theoretisch gerahmt werden. ACT erweitert die Konferenz durch Workshops sowie eine Ausstellung internationaler Best-Practice-Beispiele, die erfahrbar machen, wie Design bereits heute als politische Gestaltungskraft wirkt. Die Ergebnisse des Tages fließen in die Finalisierung des Design Action Plan Frankfurt RheinMain ein.
Außerdem im Programm: Europe by Design. Denn die Zukunft Europas passiert nicht von selbst – sie wird gestaltet. Im Track ACT entwirft 21st Europe mit Blueprints for the Future of Europe Design als zivilgesellschaftliche Fähigkeit, Europas Richtung aktiv und gestalterisch mitzubestimmen. Und wer Demokratie nicht nur besprechen, sondern verändern will, findet im Workshop von Mehr Demokratie e. V. den Raum dafür – von der eigenen Nachbarschaft bis zur globalen Ebene.
Zum Abschluss des Tages wird der Hessische Staatspreis Universelles Design durch Finanzminister Alexander Lorz und Staatssekretärin Manuela Strube verliehen. Der Preis wird seit 2013 alle zwei Jahre von den hessischen Ministerien für Finanzen, für Soziales und für Wirtschaft und Verkehr gemeinsam vergeben, unter der Schirmherrschaft von Ministerpräsident Boris Rhein. Ausgezeichnet werden Produkte, Projekte und Dienstleistungen, die Barrieren abbauen: im digitalen Raum, in der gebauten Umwelt, im Alltag.
Speaker:innen:
Mit dabei sind unter anderem die Friedens- und Konfliktforscherin Nicole Deitelhoff (Goethe-Universität/PRIF/Normative Orders), WDO-Präsident Pradyumna Vyas, Thomas Hemmelgarn, Leiter des EU Policy Lab der Europäischen Kommission, und Lucy Kimbell, Professorin für Contemporary Design Practices an der University of the Arts London. Internationale Perspektiven bringen der Pekinger Designprofessor Min Wang und der Hongkonger Designer Freeman Lau ein. Aus der Wissenschaft kommen die Designforscherin Sabine Junginger (Northumbria University), der Rechtsphilosoph Klaus Günther, Professor an der Goethe-Universität Frankfurt/Normative Orders, der politische Philosoph Darrel Moellendorf, Professor an der Goethe-Universität Frankfurt/Normative Orders, der Politikwissenschaftler Michael Saward (Democratic Design) sowie der Architekt und Designtheoretiker Friedrich von Borries – und viele weitere.
Workshops:
21st Europe, Mehr Demokratie e. V., die Deutsche Gesellschaft für Designtheorie und -forschung (DGTF) in Zusammenarbeit mit dem Bureau of European Design Associations (BEDA)
Themenschwerpunkte:
- Design als demokratische Kompetenz: normative Grundlagen von Gestaltung und Demokratie
- Design in Government & Design Policy: internationale Perspektiven von Europa bis Asien
- Zivilgesellschaft, Digitale Souveränität, Transformation und Staatsreform als Gestaltungsfelder
- Demokratische Innovationsformate: Citizens‘ Assemblies, Civic Prototyping, neue Repräsentationsmodelle
- Von Analyse zu Handlung: der Design Action Plan Frankfurt RheinMain
Programm
ab 09:00 Uhr Registrierung
09:30–09:45 Uhr Begrüßung und thematische Einführung
09:45–11:15 Uhr Internationales Panel
11:30–12:45 Uhr Session 1 – parallele Tracks zu den Themen: DEBATE; Staatsreform (Roundtables) · REFLECT: Policy Design (Keynotes) · ACT: Workshops & Ausstellung
13:00–14:15 Uhr Session 2 – parallele Tracks zu den Themen: DEBATE Digitale Souveränität (Roundtables) · REFLECT Designing Democracy (Keynotes) · ACT Workshops & Ausstellung
14:15–15:30 Uhr Mittagspause [Selbstverpflegung]
15:30–16:45 Uhr Session 3 – parallele Tracks zu den Themen: DEBATE Zivilgesellschaft (Roundtables) · REFLECT Design in Government (Keynotes) · ACT Workshops & Ausstellung
17:00–18:15 Uhr Session 4 – parallele Tracks zu den Themen: DEBATE Transformation (Roundtables) · REFLECT Civic Prototyping & Citizen Assembly (Keynotes) · ACT Workshops & Ausstellung
18:15–18:30 Uhr Pause
18:30–19:15 Uhr Abschlusspanel
19:15–20:15 Uhr Verleihung Hessischer Staatspreis Universelles Design
20:15–21:00 Uhr Drinks & Networking
Die Veranstaltung findet in deutscher und englischer Sprache mit wechselseitiger, automatisierter Übersetzung statt.
Tickets unter: https://pretix.eu/WDC2026/DesignPolicyDays/5021652/

