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01.07.2025 | Brüssel
Crisis Talk

Europa in einer multipolaren Welt – Wie kann die EU den Herausforderungen gegenüber Großmächten begegnen?

Crisis Talks

Europa tut sich schwer in einer Zeit, in der die internationalen Beziehungen weniger durch Regeln geprägt sind als durch politische, ökonomische und militärische Macht. Gleichzeitig ist die Forderung an die EU – aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft –, sich des eigenen Potenzials zu vergewissern und selbst eine Macht zu sein bzw. zu werden. Aber kann Europa das und was für eine Macht sollte Europa sein? Im Rahmen dieses Crisis Talks geht es um die zentrale Frage, wie europäischer Einfluss und europäische Verantwortung in einer multipolaren Welt gestaltet werden sollen. Die Herausforderungen sind groß. Die europäische Sicherheit muss eigenständig organisiert werden, der globale Handel muss möglichst und weitgehend frei gestaltet sein, globale Krisen müssen auch zukünftig mit einer starken europäischen Stimme, aber mit neuen Partnern bzw. Allianzen gelöst werden.

Crisis Talks des Leibniz-Forschungsnetzwerk „Umweltkrisen – Krisenumwelten“
Krisen sind in der EU historisch ein wichtiger Motor der Veränderung und des Fortschritts. In Krisensituationen ist die von großer Heterogenität geprägte und auf konsensuale Meinungsbildung ausgerichtete EU bisher meist in der Lage gewesen, gemeinsame Wahrnehmungen herzustellen, Blockaden zu überwinden und Integration zu gestalten. Das Leibniz-Forschungsnetzwerk „Umweltkrisen – Krisenumwelten“ geht in der Reihe Crisis Talks der Frage nach, wie Europa mit seinen aktuellen und vergangenen Krisen umgehen sollte.

Begrüßung
Dr. Parinas Parhisi
Referatsleiterin Grundsatzfragen der EU
Vertretung des Landes Hessen bei der EU

Rebecca C. Schmidt
Geschäftsführerin des Forschungszentrums Normative Ordnungen

Impuls
Prof. Dr. Nicole Deitelhoff
PRIF – Leibniz-Institut für Friedens- und Konfliktforschung, Forschungszentrum Normative Ordnungen

Podiumsdiskussion
Prof. Dr. Nicole Deitelhoff
Elmar Brok
Ehemaliger Vorsitzender des Auswärtigen Ausschusses des Europäischen Parlaments
Senior Fellow am Aspen Institut

Moderation
Alexandra von Nahmen
Studioleiterin Deutsche Welle Brüssel

Aktuelles aus dem Forschungszentrum

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23.07.2026

Dr. Jonas Heller mit Maria-Weber-Grant ausgezeichnet

Dr. Jonas Heller, assoziiertes Mitglied von Normative Orders, erforscht, wie sich geschichtlicher Wandel als Überwindung geschichtlicher Blockaden verstehen lässt. Hierfür wurde er nun mit einem Preis der Hans-Böckler-Stiftung ausgezeichnet.

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16.07.2026

Was verteidigen wir, wenn wir Demokratie verteidigen?

Die Krise der Demokratie stand im Mittelpunkt der diesjährigen Jahreskonferenz. Angesichts des weltweiten Erstarkens autoritärer und populistischer Bewegungen diskutierten internationale Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aktuelle Gefährdungen demokratischer Ordnungen und die grundlegende normative Frage: Was genau verteidigen wir eigentlich, wenn wir Demokratie verteidigen?

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15.07.2026

Von der normativen Kraft des Rechts in Zeitenwenden

Erleben wir gegenwärtig den Übergang von einer regelbasierten internationalen Ordnung zu einer Machtordnung? Dieser weitverbreiteten Diagnose widerspricht Hendrik Simon in seinem neuen Buch „Das Recht der Gewalt. Warum Waffen allein keinen Frieden schaffen“, das am 15. Juli im Reclam-Verlag erschienen ist.

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Publikation
15.07.2026 | Monographie

Das Recht der Gewalt. Warum Waffen allein keinen Frieden schaffen

Simon, Hendrik (2026): Das Recht der Gewalt. Warum Waffen allein keinen Frieden schaffen. Ditzingen: Reclam.

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01.07.2026

Stadtgespräch debattiert Chancen und Grenzen des Parteiverbots

Wie soll eine Demokratie mit politischen Kräften umgehen, die ihre eigenen Grundlagen in Frage stellen? Dieser Frage widmete sich das XXIV. Frankfurter Stadtgespräch am 23. Juni 2026 im Frankfurter Museum für Kommunikation.

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19.06.2026

Internationales Symposium würdigt Lebenswerk von Jürgen Habermas

Am Freitag, den 19. Juni 2026, würdigte das Forschungszentrum Normative Orders gemeinsam mit dem Suhrkamp-Verlag den verstorbenen Jürgen Habermas mit einem internationalen Symposium an der Goethe-Universität Frankfurt.

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