21.04.2023

Expertenkommission legt Empfehlungen zur Zukunft der Paulskirche in Frankfurt am Main vor

Die Expertenkommission Paulskirche hat am 21. April 2023 ihre Empfehlungen zur zukünftigen Entwicklung der Paulskirche und des Hauses der Demokratie vorgelegt. Bei der Übergabe des Berichts im Schloss Bellevue waren Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier, Kulturstaatsministerin Claudia Roth, Staatsminister Axel Wintermeyer und die kommissarische Oberbürgermeisterin der Stadt Frankfurt am Main, Nargess Eskandari-Grünberg, anwesend. Mitglied der Kommission ist unter anderem Prof. Dr. Rainer Forst, Direktor des Forschungszentrums Normative Ordnungen.

Nach den Empfehlungen der Expertenkommission sollen die Paulskirche und das Haus der Demokratie zu Orten gemacht werden, an denen moderne Erinnerungsarbeit und Demokratievermittlung stattfinden können. Wie der Kommissionsvorsitzende Volker Kauder mitteilte, schlägt die Kommission vor, die seit 1948 überlieferte Gestalt der Paulskirche zeitgemäß fortzuentwickeln, um möglichst viele Besucher zu erreichen. Das Haus der Demokratie solle politische Diskussionen und gesellschaftliche Partizipation ermöglichen.

Nach den Empfehlungen der Expertenkommission sollen die Paulskirche und das Haus der Demokratie zu Orten gemacht werden, an denen moderne Erinnerungsarbeit und Demokratievermittlung stattfinden können. Wie der Kommissionsvorsitzende Volker Kauder mitteilte, schlägt die Kommission vor, die seit 1948 überlieferte Gestalt der Paulskirche zeitgemäß fortzuentwickeln, um möglichst viele Besucher zu erreichen. Das Haus der Demokratie solle politische Diskussionen und gesellschaftliche Partizipation ermöglichen.“Um dieses Ziel zu erreichen, schlägt die Expertenkommission vor, die durch den Wiederaufbau geschaffene und seit 1948 überlieferte Gestalt der Paulskirche zeitgemäß und unter Beachtung des Denkmalschutzes fortzuentwickeln, damit möglichst viele Besucherinnen und Besucher erreicht werden. Das Haus der Demokratie soll politische Diskussionen und gesellschaftliche Partizipation ermöglichen. So soll die Paulskirche zur Erinnerungsstätte für die Geschichte unserer Demokratie und zugleich zur Lernstätte weiterentwickelt werden.“ so Kauder.
Die unabhängige Expertenkommission Paulskirche wurde 2021 von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien, dem Land Hessen und der Stadt Frankfurt gemeinsam berufen. Ihre Mitglieder sind deutschland- und europaweit vernetzte Fachleute, die das Projekt wissenschaftlich-museal beraten und die inhaltlich-konzeptionellen Grundlagen für den weiteren Prozess erarbeitet haben.

Aktuelles aus dem Forschungszentrum

Veranstaltung
18.04.2026 | Frankfurt am Main

Das Prinzip Donald Trump und die Verrohung der Welt

Podiumsdiskussion, Vortrag

Ein neuer Politikstil macht international Karriere. Er ist gekennzeichnet von Vulgarität, Verrohung und erklärter Rechtsfeindschaft. Machtinteressen werden nicht mehr juristisch bemäntelt. Stattdessen wird das angebliche Recht des Stärkeren zur Staatsdoktrin gemacht – innenpolitisch wie außenpolitisch. Treibende Kraft hinter dieser Verrohung der politischen Sitten ist ein US-Präsident, der nicht nur die amerikanische Gesellschaft und Kultur, sondern auch die globale Ordnung nach seinen Vorstellungen und Interessen umgestaltet. Die Römerberggespräche wollen diesen Politikstil verstehen.

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Veranstaltung
29.04.2026 | Frankfurt am Main

Kulturindustrie heute?

Podiumsdiskussion

Das Gespräch „Kulturindustrie heute?“ widmet sich der Aktualität und Tragfähigkeit eines zentralen Begriffs der Kritischen Theorie. Die Filmwissenschaftlerin Gertrud Koch diskutiert im Rahmen der Gesprächsreihe "Frankfurter Schule" mit dem Filmkritiker Bert Rebhandl die gegenwärtigen Formen kultureller Produktion und Verbreitung vor dem Hintergrund von Digitalisierung, Plattformen und globalen Medienmärkten.

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News
19.02.2026

Call for Applications – Postdoctoral Fellowships

Am Forschungszentrum Normative Ordnungen sind für das akademische Jahr 2026/2027 mehrere Postdoctoral Fellowships mit einer Laufzeit von 10 Monaten (Beginn: 1. Oktober 2026) ausgeschrieben. Bewerbungsschluss für alle Programme ist der 15. März 2026.

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Veranstaltung
20.03.2026 | Frankfurt am Main

40 Jahre Schengen-Raum

Kolloqium

Der 1984 geschlossene Schengen-Vertrag schuf einen heute 29 Staaten umfassenden Raum ohne Binnengrenzen, doch Migration über die Außengrenzen führte zuletzt zur Wiedereinführung von Kontrollen, auch durch die Bundesregierung ab 8. Mai 2025. Das Walter Hallstein-Kolloquium diskutiert die rechtliche Zulässigkeit, wirtschaftliche Folgen insbesondere für Arbeitsmigration und Arbeitsmarkt sowie die Zukunft des Schengen-Raums.

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News
12.02.2026

Satanistische Politik und der Niedergang der Vernunft in liberalen Demokratien

Ein letztes Mal im Wintersemester 2025/26 lud das Forschungszentrum zur Ringvorlesung „Am Scheidepunkt. Zur Krise der Demokratie“. Zum Abschluss hat der Philosoph Michael Rosen von der Harvard University sein Konzept der „satanic politics“ als eine Variante der politischen Deutung der Welt vorgestellt.

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News
09.02.2026

Zur Aktualität des Gewaltbegriffs anhand von Camus und Derrida

Prof. Dr. Christine Abbt von der Universität St. Gallen hat im Rahmen der Ringvorlesung „Am Scheidepunkt? Zur Krise der Demokratie“ einen Vortrag über Demokratien und den Gewaltbegriff gehalten. Unter dem Titel „Demokratien verteidigen. Zur Aktualität des Gewaltbegriffs bei Camus und Derrida“ besprach die Philosophin Formen von Gewalt und Revolte und ordnete diese im Hinblick auf ein demokratisches Setting ein.

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Publikation
04.02.2026 | Zeitschriftenartikel

New Perspectives on Trust in International Conflicts

Wille, Tobias; Simon, Hendrik; Daase, Christopher; Deitelhoff, Nicole; Wheeler, Nicholas J.; Holmes, Marcus; Rathbun, Brian C.; Acharya, Amitav; Mitzen, Jennifer (2026): „New Perspectives on Trust in International Conflicts“. In: International Studies Review 28 (1), viaf027. 

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News
02.02.2026

Staatlicher Wettbewerb um Menschen – David Owen über civil geopolitics

Im Rahmen der Ringvorlesung „Am Scheidepunkt – Zur Zukunft der Demokratie“ präsentierte David Owen von der Universität Southampton sein Konzept der civil geopolitics.

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News
20.01.2026

Christine Hentschel über Neuorientierungen in katastrophischen Zeiten

Im Rahmen der Ringvorlesung „Am Scheidepunkt? Zur Krise der Demokratie“ sprach die Soziologin über das Leben in und den Umgang mit katastrophischen Zeiten. Vor dem Hintergrund der Zerstörung der Lebensbedingungen, Kriegen, dauerhafter Krisenhaftigkeit sowie der Bedrohungen der Demokratie widmete sich Hentschel dem Einsickern des Katastrophischen in den gesellschaftlichen Alltag und einem sich verändernden aktivistischen und literarischen Umgang mit der Zukunft.

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