Lichter Vorträge und Talks: Let Chaos reign? I
The End is Not the End. Post-apocalyptic Imaginaries in Contemporary Movies
Diskussion zum Begleitprogramms „Chaos“ des Lichter Filmfests Frankfurt International 2018 und des Exzellenzclusters „Die Herausbildung normativer Ordnungen“ mit Jacob Lillemose PhD (Kritiker, Kurator und Co-Direktor von Artnode – Independent Research Center for Digital Art and Culture (Dänemark) und Dr. Peer Illner (Postdoktorand des Exzellenzclusters „Die Herausbildung normativer Ordnungen“), moderiert von Stefanie Plappert (Kuratorin für Film, DIF).
Schon seit Urzeiten fantasieren die Menschen über das Ende der Welt. Bereits die Höhlenmalereien in Chauvet, deren Ursprünge 37.000 Jahre zurückliegen, bilden das monströse Drama eines Vulkanausbruchs ab. Heute sind solche Darstellungen welterschütternder Ereignisse ubiquitär in den fiktionalen Werken der Filmindustrie, vom Satellitenversagen in Geostorm bis zur Zombieapokalypse in World War Z. Jedoch ist das Ende in diesen zeitgenössischen Entwürfen nie wirklich das Ende, sondern immer auch Anlass für die Rückkehr zu etwas bereits zuvor Existentem oder der Anfang von etwas völlig Neuem. Dieser Vortrag präsentiert eine breite Auswahl kinematischer Katastrophen und erörtert die Implikationen dieser beiden „Nicht-Enden“. Er verhandelt die Vorstellung vom Ende der Welt als Ausblick für ein Weltenmachen, um ein kritisches Bewusstsein für die politischen und existentiellen Fragen imaginierter Desaster zu schaffen.
Veranstalter:
LICHTER Filmkultur e.V. und Exzellenzcluster „Die Herausbildung normativer Ordnungen“
Aktuelles aus dem Forschungszentrum
Die neuen Warlords. Gewaltdynamiken einhegen / Friedensgutachten 2026
Die imperialistische Großmachtpolitik ändert die Vorzeichen von Krieg, Frieden und Sicherheit. Staaten agieren zunehmend wie Warlords und setzen Krieg als Mittel der Politik ein. Übergänge von Gewaltkonflikten zu Frieden werden als „Deals“ behandelt, Mittelmächte wie die Golfstaaten treten mit neuem Selbstbewusstsein, aber ambivalentem Kurs auf, und technologische Innovation verändert Kriege und erschwert die Regulierung. Zugleich befindet sich die internationale Kooperation in der Friedenssicherung – etwa in der Entwicklungszusammenarbeit oder in den Vereinten Nationen – in ihrer schwersten Krise. Innenpolitisch nehmen auch in Deutschland rassistische Einstellungen zu. Das Friedensgutachten 2026 analysiert Optionen, dennoch Frieden zu fördern.
weitere Infos ›Dr. Jonas Heller mit Maria-Weber-Grant ausgezeichnet
Dr. Jonas Heller, assoziiertes Mitglied von Normative Orders, erforscht, wie sich geschichtlicher Wandel als Überwindung geschichtlicher Blockaden verstehen lässt. Hierfür wurde er nun mit einem Preis der Hans-Böckler-Stiftung ausgezeichnet.
weitere Infos ›Was verteidigen wir, wenn wir Demokratie verteidigen?
Die Krise der Demokratie stand im Mittelpunkt der diesjährigen Jahreskonferenz. Angesichts des weltweiten Erstarkens autoritärer und populistischer Bewegungen diskutierten internationale Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aktuelle Gefährdungen demokratischer Ordnungen und die grundlegende normative Frage: Was genau verteidigen wir eigentlich, wenn wir Demokratie verteidigen?
weitere Infos ›Von der normativen Kraft des Rechts in Zeitenwenden
Erleben wir gegenwärtig den Übergang von einer regelbasierten internationalen Ordnung zu einer Machtordnung? Dieser weitverbreiteten Diagnose widerspricht Hendrik Simon in seinem neuen Buch „Das Recht der Gewalt. Warum Waffen allein keinen Frieden schaffen“, das am 15. Juli im Reclam-Verlag erschienen ist.
weitere Infos ›Das Recht der Gewalt. Warum Waffen allein keinen Frieden schaffen
Simon, Hendrik (2026): Das Recht der Gewalt. Warum Waffen allein keinen Frieden schaffen. Ditzingen: Reclam.
weitere Infos ›Schnittstellen im Gesundheitsrecht
Kießling, Andrea (Hrsg.) (2026): „Schnittstellen im Gesundheitsrecht“. Nomos.
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