Global Change and Civil Wars
Vortrag von Prof. Stathis N. Kalyvas (University of Oxford) innerhalb der Ringvorlesung des Exzellenzclusters „Die Herausbildung normativer Ordnungen“: „The End of Pacification? The Transformation of Political Violence in the 21st Century“ am 06.02.2019
The systematic and comparative analysis of civil wars has relied primarily on the experience of the post-WWII and Cold War period (1945-1990) to draw general lessons which are extrapolated into the future. This is clearly problematic, as both the pre- and the post-Cold War periods vary on a number of key dimensions; it stands to reason that this variation would impact the likelihood but also the character of civil wars. Yet, this reasonable conjecture has yet to be explored systematically.
Moving beyond early superficial and misleading speculation about “new versus old wars,” recent research has pointed to changes in warfare between the Cold War and the post-Cold War period, but also emerging differentiations between the post-Cold War unipolar and Liberal era and an emerging period of multipolarity and newly ideological insurgencies. I take stock of these trends and sketch a theory that seeks to specify how macro-historical change has shaped civil wars from the late 18th century to the present.
Veranstalter:
Exzellenzcluster „Die Herausbildung normativer Ordnungen“
Aktuelles aus dem Forschungszentrum
Vom rechtshistorischen Erkenntniswert antiker Tragödiendichtung: Überlegungen anhand Euripides’ Medeia
Pfeifer, Guido (2026): "Vom rechtshistorischen Erkenntniswert antiker Tragödiendichtung: Überlegungen anhand Euripides’ Medeia". In: Gsell, Beate; Rüfner, Thomas; Babusiaux, Ulrike (Hrsg.): Die unverzichtbare Wissenschaft – The Indispensable Science, Mohr Siebeck, S. 663-671.
weitere Infos ›"Das Andere in uns selbst" (Marcel Gauchet). Das Ideal gesellschaftlicher Autonomie und die Denkfigur der Alterität
Langner-Pitschmann, Annette (2026): „Das Andere in uns selbst“ (Marcel Gauchet). Das Ideal gesellschaftlicher Autonomie und die Denkfigur der Alterität. In: Schlette, Magnus et. al. (Hrsg.): Ordnung im Übergang Zur Funktion von Transzendenzbezügen in der Konstitution und Transformation politischer Gemeinschaft, Tübingen: Mohr Siebeck, S. 185-205.
weitere Infos ›Die neuen Warlords. Gewaltdynamiken einhegen / Friedensgutachten 2026
Die imperialistische Großmachtpolitik ändert die Vorzeichen von Krieg, Frieden und Sicherheit. Staaten agieren zunehmend wie Warlords und setzen Krieg als Mittel der Politik ein. Übergänge von Gewaltkonflikten zu Frieden werden als „Deals“ behandelt, Mittelmächte treten mit neuem Selbstbewusstsein, aber ambivalentem Kurs auf, und technologische Innovation verändert Kriege und erschwert die Regulierung. Zugleich befindet sich die internationale Kooperation in der Friedenssicherung in ihrer schwersten Krise. Das Friedensgutachten 2026 analysiert Optionen, dennoch Frieden zu fördern.
weitere Infos ›Dr. Jonas Heller mit Maria-Weber-Grant ausgezeichnet
Dr. Jonas Heller, assoziiertes Mitglied von Normative Orders, erforscht, wie sich geschichtlicher Wandel als Überwindung geschichtlicher Blockaden verstehen lässt. Hierfür wurde er nun mit einem Preis der Hans-Böckler-Stiftung ausgezeichnet.
weitere Infos ›Governing the Subject of Populism
Biebricher, Thomas: "Governing the Subject of Populism". In: European Journal of Social Theory, OnlineFirst.
weitere Infos ›Was verteidigen wir, wenn wir Demokratie verteidigen?
Die Krise der Demokratie stand im Mittelpunkt der diesjährigen Jahreskonferenz. Angesichts des weltweiten Erstarkens autoritärer und populistischer Bewegungen diskutierten internationale Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aktuelle Gefährdungen demokratischer Ordnungen und die grundlegende normative Frage: Was genau verteidigen wir eigentlich, wenn wir Demokratie verteidigen?
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