Loading Events
  • Diese Veranstaltung hat bereits stattgefunden.
20.04.2026 | Brüssel
Podiumsdiskussion, Vortrag

Militärische KI verantwortungsvoll nutzen und Regulierung neu denken

Künstliche Intelligenz findet im Militär immer breiteren Einsatz, von Logistik und Training über Missionsplanung und Zielidentifikation bis hin zu autonomen Waffensystemen. Gleichzeitig wächst die Bedeutung von Mikroprozessoren immer stärker, der Zugang zu seltenen Erden und Chips wird zur zentralen Ressource. KI kann das Kampfgeschehen beschleunigen und damit destabilisierend wirken. Der Wettlauf um neue Fähigkeiten birgt jedoch auch Eskalationsrisiken.
Gleichzeitig bringt KI aber auch Chancen zur Stärkung der internationalen Sicherheit, etwa wenn es um die Detektion von neuen Bedrohungen oder die Verifikation von Waffenstillstandsabkommen geht. Im Spannungsfeld von Erhöhung der Verteidigungsfähigkeit (Readiness 2030) und rasanter technologischer Entwicklung werden neue Regulierungsansätze notwendig, die mit dem Tempo Schritt halten können. Mit dem AI Act hat die Europäische Union bereits einen Grundstein für die Regulierung von KI gelegt, der aber militärische Anwendungen ausschließt. Gemeinsam mit internationalen Partnern könnte sie die verantwortungsvolle Nutzung militärischer KI vorantreiben und strategischen Abhängigkeiten entgegenwirken. Wir laden Sie ein, diese Themen gemeinsam mit unseren hochkarätigen Podiumsgästen zu diskutieren.

Über die Veranstaltungsreihe „Crisis Talks“:
Krisen sind in der EU historisch ein wichtiger Motor der Veränderung und des Fortschritts. In Krisensituationen ist die von großer Heterogenität geprägte und auf konsensuale Meinungsbildung ausgerichtete EU bisher meist in der Lage gewesen, gemeinsame Wahrnehmungen herzustellen, Blockaden zu überwinden und Integration zu gestalten. Das Leibniz-Forschungsnetzwerk „Umweltkrisen – Krisenumwelten“ geht in der Reihe Crisis Talks der Frage nach, wie Europa mit seinen aktuellen und vergangenen Krisen umgehen sollte.

Programm

Begrüßung
Dr. Thomas Eckert
Leiter der Vertretung des Landes Hessen bei der EU

Impuls
Prof. Dr. Malte Göttsche
PRIF – Peace Research Institute Frankfurt/Technische Universität Darmstadt

Diskussion
Dr. Tobias Cremer
Mitglied des Europäisches Parlaments

Dr. Ulf Ehlert
Leiter für Strategie und Policy bei der NATO

Lene Hove Rietveld
Senior Expert für tödliche autonome Waffensysteme (LAWS)
EAD – Abteilung für Abrüstung, Nichtverbreitung und Ausfuhrkontrolle von Waffen

Prof. Dr. Malte Göttsche

Moderation
Alexandra von Nahmen
Direktorin für Russland, Ukraine und Osteuropa, Expertin für Sicherheitspolitik und NATO bei der
Deutschen Welle

Aktuelles aus dem Forschungszentrum

Publikation
19.08.2026 | Sammelband

Sokrates revised and revisited

Bohl, Judith K.; Brandis, Veronika; Pfeifer, Guido (Hrsg.) (2026): „Sokrates revised and revisited. Überlieferung, Diskurs, Inszenierung“. Heidelberg: Propylaeum. 

weitere Infos ›
Publikation
14.08.2026 | Buchkapitel

Vom rechtshistorischen Erkenntniswert antiker Tragödiendichtung: Überlegungen anhand Euripides’ Medeia

Pfeifer, Guido (2026): "Vom rechtshistorischen Erkenntniswert antiker Tragödiendichtung: Überlegungen anhand Euripides’ Medeia". In: Gsell, Beate; Rüfner, Thomas; Babusiaux, Ulrike (Hrsg.): Die unverzichtbare Wissenschaft – The Indispensable Science, Mohr Siebeck, S. 663-671.

weitere Infos ›
Publikation
01.08.2026 | Buchkapitel

"Das Andere in uns selbst" (Marcel Gauchet). Das Ideal gesellschaftlicher Autonomie und die Denkfigur der Alterität

Langner-Pitschmann, Annette (2026): „Das Andere in uns selbst“ (Marcel Gauchet). Das Ideal gesellschaftlicher Autonomie und die Denkfigur der Alterität. In: Schlette, Magnus et. al. (Hrsg.): Ordnung im Übergang Zur Funktion von Transzendenzbezügen in der Konstitution und Transformation politischer Gemeinschaft, Tübingen: Mohr Siebeck, S. 185-205.

weitere Infos ›
Veranstaltung
24.09.2026 | Frankfurt am Main

Die neuen Warlords. Gewaltdynamiken einhegen / Friedensgutachten 2026

Buchvorstellung

Die imperialistische Großmachtpolitik ändert die Vorzeichen von Krieg, Frieden und Sicherheit. Staaten agieren zunehmend wie Warlords und setzen Krieg als Mittel der Politik ein. Übergänge von Gewaltkonflikten zu Frieden werden als „Deals“ behandelt, Mittelmächte treten mit neuem Selbstbewusstsein, aber ambivalentem Kurs auf, und technologische Innovation verändert Kriege und erschwert die Regulierung. Zugleich befindet sich die internationale Kooperation in der Friedenssicherung in ihrer schwersten Krise. Das Friedensgutachten 2026 analysiert Optionen, dennoch Frieden zu fördern.

weitere Infos ›
News
23.07.2026

Dr. Jonas Heller mit Maria-Weber-Grant ausgezeichnet

Dr. Jonas Heller, assoziiertes Mitglied von Normative Orders, erforscht, wie sich geschichtlicher Wandel als Überwindung geschichtlicher Blockaden verstehen lässt. Hierfür wurde er nun mit einem Preis der Hans-Böckler-Stiftung ausgezeichnet.

weitere Infos ›
Publikation
23.07.2026 | Zeitschriftenartikel

Governing the Subject of Populism

Biebricher, Thomas: "Governing the Subject of Populism". In: European Journal of Social Theory, OnlineFirst.

weitere Infos ›