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22.05.2021 | Frankfurt am Main

#49 Die Republik auf allen Viren – wieviel Angst verträgt die Demokratie?

Livestream aus dem Schauspiel

49. Römerberggespräche

Die Pandemie gerät zum Stresstest – nicht nur für das Individuum, sondern auch für das politische System. Grundrechte werden eingeschränkt, Gesetze zu Verordnungen verkürzt. Die Regierung inszeniert sich als effizienter Krisenmanager, der aus wissenschaftlichen Erkenntnissen alternativlose Konsequenzen zieht. Grenzüberschreitend werden angesichts der viralen Bedrohung Rückfälle in autoritär anmutendes Staatshandeln und überwunden geglaubten Nationalismus sichtbar.

Bleibt den Bürger*innen derweil nur noch Angst und Ohnmacht, wenn Experten das Sagen haben? Welche Langzeitfolgen wird der fortgesetzte Lockdown haben – psychisch und politisch? Was wird aus individueller Freiheit, wechselseitigem Vertrauen und staatsbürgerlicher Souveränität? Wie verändert sich das Verhältnis von Staat, Wissenschaft und Gesellschaft? Wie kann die Zivilgesellschaft wieder zum Ort einer kritischen Öffentlichkeit werden? Wieviel Vertrauen müssen wir dem staatlichen Handeln und wissenschaftlicher Wahrheit gegenüber aufbringen; wie sehr können wir es in Frage stellen – ohne haltlosem Verschwörungsglauben in die Hände zu spielen?

In Krisenzeiten werden die Grenzen und Möglichkeiten des Politischen neu bestimmt – mit welchen Risiken und Nebenwirkungen? Das fragen die Römerberggespräche im Superwahljahr 2021 und vier Monate vor der Bundestagswahl.

10:00 – Begrüßung Angela Dorn / Ina Hartwig
Hessische Staatsministerin für Wissenschaft und Kunst / Dezernentin für Kultur und Wissenschaft der Stadt Frankfurt am Main

10:15 – Armin Nassehi
Die infizierte Gesellschaft und ihre Immunreaktionen

11:00 – Thomas Brussig – Günter Frankenberg
Mehr Diktatur wagen? Demokratie und Rechtsstaat in der Pandemie

12:00 – Birgit Aschmann – Valentin Groebner
Tod und Krankheit – Politik- und Sozialgeschichte der Pandemie

13:00 – MITTAGSPAUSE

14:00 – Romy Jaster – Rudolf Stichweh
Wahnsinn und Methode – Was bleibt von der Wahrheit in Corona-Zeiten?

15:00 – Christiane Eichenberg – Nico Dragano
Stresstest Pandemie – Psychische Leiden im Lockdown

16:00 – Klaus Günther
„Wandle nur wehrlos fort durchs Leben, und fürchte nichts!“ – Angst und Vertrauen im demokratischen Rechtsstaat.

17:00 – ENDE

Aktuelles aus dem Forschungszentrum

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15.07.2026

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Publikation
15.07.2026 | Monographie

Das Recht der Gewalt. Warum Waffen allein keinen Frieden schaffen

Simon, Hendrik (2026): Das Recht der Gewalt. Warum Waffen allein keinen Frieden schaffen. Ditzingen: Reclam.

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Publikation
10.07.2026 | Sammelband

Schnittstellen im Gesundheitsrecht

Kießling, Andrea (Hrsg.) (2026): „Schnittstellen im Gesundheitsrecht“. Nomos.

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Stadtgespräch debattiert Chancen und Grenzen des Parteiverbots

Wie soll eine Demokratie mit politischen Kräften umgehen, die ihre eigenen Grundlagen in Frage stellen? Dieser Frage widmete sich das XXIV. Frankfurter Stadtgespräch am 23. Juni 2026 im Frankfurter Museum für Kommunikation.

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