15.12.2023
Zeitschriftenartikel

(Was bleibt vom) Strafrecht in der Big Data-Überwachungsgesellschaft?

Um einer ernst zu nehmenden Big Data-Überwachungsgesellschaft strafrechtswissenschaftlich etwas Substantielles entgegenzusetzen, ist eine Strafrechtskritik erforderlich, die weder technologischen Solutionismus predigt noch ein Interventionsrecht oder ein klassisch entworfenes Strafrecht glorifiziert. Es kommt daher darauf an, welches Strafrecht in der Leitfrage „Was bleibt vom Strafrecht in einer post-digitalen Big Data-Überwachungsgesellschaft?“ angesprochen ist. Von den hellen Seiten eines idealisierten und essentialisierten liberal-rechtsstaatlichen Straf- und Strafprozessrechts bleibt weniger als vielen lieb sein dürfte. Und von seinen dunklen Seiten bleibt mehr, als uns lieb sein sollte.

Entfalten werde ich diese Thesen anhand der Einzelfragen, ob uns in der post-digitalen Big Data-Überwachungsgesellschaft ein Ende der Normativität (unten III.) wie auch der Anfang vom Ende des Anfangsverdachts (unten IV.) ins Haus steht. Bevor ich hierzu komme, sind die zuvor aufgerufenen Begriffe zu schärfen. Damit pointiere ich zugleich meine o.g. Thesen und skizziere den Strukturwandel formaler Sozialkontrolle, die in einer Big Data-Überwachungsgesellschaft weder zwingend rechtlich verfasst ist noch auf Strafe im herkömmlichen Sinne setzt (unten II.).

Aktuelles aus dem Forschungszentrum

Veranstaltung
20.10.2026 | Frankfurt

Dr. h.c. Gerhard Wiese – Wirken als Ankläger im Auschwitz Prozess

Film, Podiumsdiskussion

Der Frankfurter Auschwitz-Prozess von 1963 bis 1965 gilt als ein zentraler Wendepunkt in der juristischen und öffentlichen Auseinandersetzung mit den nationalsozialistischen Verbrechen in der Bundesrepublik Deutschland. Dr. h.c. Gerhard Wiese, der als junger Staatsanwalt zum Anklägerteam des Prozesses gehörte, berichtet aus seiner Perspektive auf die damaligen Ermittlungen und die Hauptverhandlung. Im Gespräch mit der Historikerin Dr. Katharina Rauschenberger (Fritz Bauer Institut) wird die Bedeutung des Prozesses für die strafrechtliche Aufarbeitung der NS-Verbrechen in den Blick genommen.

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Publikation
21.09.2026 | Working Paper

Dimensionen wehrhafter Demokratie in unsicheren Zeiten

Abich, Leon; Adams, Cosima; Biebricher, Thomas; Britz, Gabriele; Daase, Christopher; Deitelhoff, Nicole; Dönges, Jan; Krause, Leon; Nitzschner, Patrick; Siebert, Hannes; Siefert, Julian; Stephanblome, Isabelle (2026): "Dimensionen wehrhafter Demokratie in unsicheren Zeiten". DemoReg Working Paper 3.1.

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Veranstaltung
10.02.2027 | Frankfurt am Main

Shifting Visions of Peace and Security

Podiumsdiskussion, Ringvorlesungen

Podiumsdiskussion im Rahmen der Ringvorlesung “Peace and Security in Post-Liberal Times” mit Lisbeth Zimmermann (Goethe University/Normative Orders), Antonia Witt (PRIF), Siddarth Tripathi (University of Erfurt). Moderation: Jonas Wolff (Goethe University/PRIF/Normative Orders).

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Veranstaltung
03.02.2027 | Frankfurt am Main

AI, War, and Big Tech

Ringvorlesungen, Vortrag

Vortrag von Ingvild Bode (University of Southern Denmark)im Rahmen der Ringvorlesung “Peace and Security in Post-Liberal Times”.

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Veranstaltung
16.12.2026 | Frankfurt am Main

International arms control in a world of uncertainties

Ringvorlesungen, Vortrag

Vortrag von Malte Göttsche (TU Darmstadt/PRIF) im Rahmen der Ringvorlesung “Peace and Security in Post-Liberal Times”.

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Veranstaltung
02.12.2026 | Frankfurt am Main

Enabling Authoritarianism: UN Peacekeeping and the Politics of Authoritarianism

Ringvorlesungen, Vortrag

Vortrag von Sarah von Billerbeck (University of Reading) im Rahmen der Ringvorlesung “Peace and Security in Post-Liberal Times”.

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