29.04.2026
Zeitschriftenartikel

Vom Gegenstand her denken: Interdisziplinarität als Praxis und als Ideologie

Der Text argumentiert, dass Interdisziplinarität in den Geistes- und Sozialwissenschaften ursprünglich keine methodische Strategie, sondern eine selbstverständliche Praxis war, die sich aus der Komplexität des jeweiligen Forschungsgegenstands ergab. Anhand von Hegel, W. E. B. Du Bois und Hannah Arendt wird gezeigt, dass diese Denker verschiedene disziplinäre Perspektiven selbstverständlich miteinander verbanden. Die zunehmende Spezialisierung und Abschottung der Disziplinen im 20. Jahrhundert führte hingegen zu einer Verengung wissenschaftlicher Perspektiven. Die heute häufig geforderte Interdisziplinarität bleibt deshalb oft auf organisatorische Kooperationen beschränkt und verkommt zur Ideologie, da eine gemeinsame theoretische Grundlage fehlt. Der Text plädiert dafür, Interdisziplinarität wieder vom Gegenstand her zu denken und bereits in der wissenschaftlichen Ausbildung eine Offenheit für unterschiedliche Perspektiven zu fördern.

Aktuelles aus dem Forschungszentrum

News
23.07.2026

Dr. Jonas Heller mit Maria-Weber-Grant ausgezeichnet

Dr. Jonas Heller, assoziiertes Mitglied von Normative Orders, erforscht, wie sich geschichtlicher Wandel als Überwindung geschichtlicher Blockaden verstehen lässt. Hierfür wurde er nun mit einem Preis der Hans-Böckler-Stiftung ausgezeichnet.

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News
16.07.2026

Was verteidigen wir, wenn wir Demokratie verteidigen?

Die Krise der Demokratie stand im Mittelpunkt der diesjährigen Jahreskonferenz. Angesichts des weltweiten Erstarkens autoritärer und populistischer Bewegungen diskutierten internationale Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aktuelle Gefährdungen demokratischer Ordnungen und die grundlegende normative Frage: Was genau verteidigen wir eigentlich, wenn wir Demokratie verteidigen?

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News
15.07.2026

Von der normativen Kraft des Rechts in Zeitenwenden

Erleben wir gegenwärtig den Übergang von einer regelbasierten internationalen Ordnung zu einer Machtordnung? Dieser weitverbreiteten Diagnose widerspricht Hendrik Simon in seinem neuen Buch „Das Recht der Gewalt. Warum Waffen allein keinen Frieden schaffen“, das am 15. Juli im Reclam-Verlag erschienen ist.

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Publikation
15.07.2026 | Monographie

Das Recht der Gewalt. Warum Waffen allein keinen Frieden schaffen

Simon, Hendrik (2026): Das Recht der Gewalt. Warum Waffen allein keinen Frieden schaffen. Ditzingen: Reclam.

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Publikation
10.07.2026 | Sammelband

Schnittstellen im Gesundheitsrecht

Kießling, Andrea (Hrsg.) (2026): „Schnittstellen im Gesundheitsrecht“. Nomos.

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News
01.07.2026

Stadtgespräch debattiert Chancen und Grenzen des Parteiverbots

Wie soll eine Demokratie mit politischen Kräften umgehen, die ihre eigenen Grundlagen in Frage stellen? Dieser Frage widmete sich das XXIV. Frankfurter Stadtgespräch am 23. Juni 2026 im Frankfurter Museum für Kommunikation.

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