20.08.2025
Zeitschriftenartikel

Violence against civil society actors in democracies

Abstract

International NGOs and cross-national scholarship have drawn attention to a type of political violence particularly prevalent in democracies of the Global South: the assassination of social activists. We argue that the decentralized yet systematic nature of this targeted, lethal violence requires a theoretical framework and empirical approach addressing subnational dynamics. Specifically, we suggest that a significant share of these assassinations stems from the presence of highly territorialized illicit activities, particularly those based on dispossession. These criminal economies are sustained by networks of local elites and criminal actors – criminal-political networks – that develop forms of extra-legal governance and redefine land ownership and resource use, provoking resistance from local communities. When confronted by activist-led challenges, these criminal-political networks respond with lethal violence. We assess this theory through an empirical study of the Brazilian Amazon. Our statistical analysis indicates that the frequency of assassinations is significantly associated with industrial deforestation, a highly territorialized illicit practice involving dispossession. A qualitative case study of the municipality of Altamira further confirms that lethal violence against social activists can be attributed to criminal-political networks responding to local resistance against industrial deforestation, rather than to less territorialized drug trafficking. By bridging debates on criminal governance and socio-environmental conflict, the article contributes theoretically to the growing research on repressive violence against civil society actors in democratic regimes. Empirically, the study demonstrates how the micropolitics of this violence necessitate a focus on subnational variation, akin to micro-level approaches in civil war studies.

Aktuelles aus dem Forschungszentrum

Veranstaltung
14.07.2026 | Frankfurt am Main

Democracy Over Time and the Climate Crisis

Ringvorlesungen

Vortrag von Anja Karnein (Binghamton). Die Vortragsreihe untersucht Fragen der Klimakrise als Herausforderungen für demokratische Gesellschaften und konzentriert sich auf Themen wie politische Legitimität, Widerstand gegen fossile Brennstoffe und die Interessen künftiger Generationen. Sie wird organisiert von Prof. Dr. Darrel Moellendorf und Dr. Lukas Sparenborg.

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Veranstaltung
10.06.2026 | Frankfurt am Main

Capital Investment, Inequality, and State Power in a Time of Climate Emergency

Ringvorlesungen, Vortrag

Vortrag von MartinO'Neill (University of York). Die Vortragsreihe untersucht Fragen der Klimakrise als Herausforderungen für demokratische Gesellschaften und konzentriert sich auf Themen wie politische Legitimität, Widerstand gegen fossile Brennstoffe und die Interessen künftiger Generationen. Sie wird organisiert von Prof. Dr. Darrel Moellendorf und Dr. Lukas Sparenborg.

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Veranstaltung
13.05.2026 | Frankfurt am Main

Failed States and Cloudy skies: Tipping Points, Overshoot and Permanent Emergency, after America

Ringvorlesungen

Vortrag von Geoff Mann (Simon Fraser University, Canada). Die Vortragsreihe untersucht Fragen der Klimakrise als Herausforderungen für demokratische Gesellschaften und konzentriert sich auf Themen wie politische Legitimität, Widerstand gegen fossile Brennstoffe und die Interessen künftiger Generationen. Sie wird organisiert von Prof. Dr. Darrel Moellendorf und Dr. Lukas Sparenborg.

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Veranstaltung
22.04.2026 | Frankfurt am Main

Political Legitimacy, Authoritarianism, and Climate Change

Ringvorlesungen, Vortrag

Vortrag von Ross Mittiga (SOAS London). Die Ringvorlesung "Der Klimawandel: Von ökologischen zu demokratischen Kipppunkten?" untersucht Fragen der Klimakrise als Herausforderungen für demokratische Gesellschaften und konzentriert sich auf Themen wie politische Legitimität, Widerstand gegen fossile Brennstoffe und die Interessen künftiger Generationen. Sie wird organisiert von Prof. Dr. Darrel Moellendorf und Dr. Lukas Sparenborg.

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News
17.03.2026

Kommunikative Vernunft. Zum Tod von Jürgen Habermas

Von Rainer Forst und Klaus Günther. Mit Jürgen Habermas verlieren wir einen unvergleichlichen, weltweit die Geistes- und Sozialwissenschaften über viele Jahrzehnte prägenden Gelehrten und engagierten Intellektuellen, der, wie er selbst anlässlich seiner Rede zu seinem 90. Geburtstag an der Goethe-Universität sagte, an dieser Universität drei glückliche Phasen seines akademischen Lebens erfahren hat. Er hat auch nach seiner Emeritierung an vielen unserer Diskussionen am Zentrum Normative Ordnungen aktiv teilgenommen, und seine Theorie war für uns stets ein zentraler Bezugspunkt der Forschung. Wir selbst verlieren unseren wichtigsten akademischen Lehrer, der uns über die Jahrzehnte hinweg freundschaftlich verbunden war.

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Veranstaltung
30.06.2026 | Frankfurt am Main

Recht und Angst in Demokratien

Vortrag
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Veranstaltung
03.06.2026 | Frankfurt am Main

Angst als gesellschaftliche Stimmung

Vortrag
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Veranstaltung
21.05.2026 | Frankfurt am Main

Angst und Misstrauen in Krisenzeiten

Vortrag

Vortrag von Prof. Dr. Vera King im Rahmen der partizipativen Redenreihe "DenkArt_ Im Schmelztiegel der Angst".

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Veranstaltung
08.07.2026 | Frankfurt am Main

Krisenhafter Wandel der Gegenwart. Einige soziologische Beobachtungen

Vortrag

Der Vortrag von Prof. Dr. Steffen Mau beschäftigt sich mit den Krisensymptomen des liberalen Gesellschaftmodells. Krisenhafter sozialer Wandel ist dadurch zu charakterisieren, dass er nicht allmählich, sondern abrupt vor sich geht und zur Destabilisierung bestehender Institutionen, Ordnungen und Normen führt. Zugleich sollte er von den Menschen auch als krisenhaft erlebt werden und mit Orientierungslosigkeit, Vertrauensverlust und erhöhten Spannungen einhergehen. Der Vortrag findet im Rahmen der Kantorowicz Lectures in Political Language statt.

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