01.01.2025
Zeitschriftenartikel

Stichwort: Kritik der Vulnerabilität

Dass ›Vulnerabilität‹ zu einem Schlüsselkonzept der Gegenwartsdiagnostik geworden ist,
lässt sich kaum bezweifeln: Je krisenhafter die gesellschaftlichen Verhältnisse, umso größer
das sozialwissenschaftliche und gesellschaftstheoretische Interesse an der Erforschung und
Ergründung von Verwundbarkeit. Die jüngste Konjunktur des ebenso sperrigen wie um-
strittenen Begriffs beginnt Mitte des letzten Jahrzehnts, kritisch begleitet unter anderem
durch den für dieses Stichwort wiederentdeckten und ins Deutsche übertragenen Text von
Alyson Cole zur politischen Ambivalenz der Vulnerabilitätskategorie und der mit ihr operie-
renden Vulnerability Studies. Während im deutschsprachigen Publikationsraum bis heute das
Genre der Zusammenschau disziplinärer und interdisziplinärer Perspektiven und Zugriffe
auf das soziale Phänomen und Problem der Verwundbarkeit dominiert (vgl. Burghardt et al.
2017; Dederich und Zirfas 2022; Keul 2023; Maio 2025), beschäftigte sich die englischsprachi-
ge Literatur praktisch von Beginn des aktuellen wissenschaftlichen Diskurses an mit der
Frage nach der (im weiteren Sinne) politischen Dimension der Mobilisierung von Fremd-
und Selbstdiagnostiken der Vulnerabilität (zum Beispiel Ferrarese 2018b; Oliviero 2018; vgl.
aber zuletzt auch Hartmann und Nungesser 2025). Dieser Spur folgt auch der vorliegende
WestEnd-Schwerpunkt. […]

Aktuelles aus dem Forschungszentrum

Publikation
08.09.2026 | Monographie

Bedingungen unserer Existenz. Zur Aktualität Michel Foucaults

Saar, Martin; Vogelmann, Frieder (2026): Bedingungen unserer Existenz. Zur Aktualität Michel Foucaults. Berlin: Suhrkamp. 

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Veranstaltung
10.10.2026 | Frankfurt

Von der East West Street zum Anthropozän: Das Recht gegen Gewalt und Zerstörung

Podiumsdiskussion

Auf der Frankfurter Buchmesse spricht der diesjährige Preisträger des Friedenspreises des Deutschen Buchhandels Philippe Sands mit dem Friedensforscher und Historiker Hendrik Simon über die Geschichte, Gegenwart und Zukunft des Völkerrechts, über Ökozid und über die Frage, welche Rolle das Recht in einer von massiver Gewalt und globaler Zerstörung geprägten Welt spielen kann: von der East West Street bis zum Anthropozän.

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Veranstaltung
10.10.2026 | Frankfurt am Main

Das Recht der Gewalt. Warum Waffen allein keinen Frieden schaffen

Buchvorstellung

»Der Krieg ist zurück in Europa!«, heißt es – und mit ihm die Angst. Müssen wir wieder die Sprache der Machtpolitik lernen, um den Frieden zu sichern? Stehen wir wirklich vor dem Ende der regelbasierten Ordnung? Dr. Hendrik Simon bezieht im Gespräch mit Dr. Stefan Kroll in dieser hitzigen Debatte Stellung.

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Publikation
07.09.2026 | Monographie

The Examined Illness. A Philosopher's Confrontation with Deadly Disease

Moellendorf, Darrel (2026): The Examined Illness: A Philosopher Confronts Deadly Disease, Bristol: intellect.

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Publikation
20.08.2026 | Buchkapitel

Abschied vom Neoliberalismus im Zeichen des Postliberalismus?

Biebricher, Thomas (2026): Abschied vom Neoliberalismus im Zeichen des Postliberalismus? In: Selk, Veith; Hofmann, Julian Nicolai (Hrsg.): Postliberalismus? Eine transatlantische Debatte. Berlin: Suhrkamp, S. 222-246.

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Publikation
20.08.2026 | Buchkapitel

Krise oder Verfall der Weltordnung? Liberale und postliberale Erklärungen internationalen Wandels

Daase, Christopher (2026): Krise oder Verfall der Weltordnung? Liberale und postliberale Erklärungen internationalen Wandels. In: Selk, Veith; Hofmann, Julian Nicolai (Hrsg.): Postliberalismus? Eine transatlantische Debatte. Berlin: Suhrkamp, S. 205-221.

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