13.10.2021
Buchkapitel

Status und Mitleid. Zur Affektökonomie der Einfühlung

Ungleiche Gesellschaften zeichnen sich nicht nur durch eine ungleiche Verteilung von materiellen und kulturellen Gütern aus, sondern auch durch eine bestimmte affektive Ökonomie (Ahmed 2004). Die Weise, wie sich Akteure zueinander in Bezug setzen und wie sie emotional füreinander empfinden, welche Affekte also zwischen ihnen zirkulieren, sie zu Kollektiven verbinden und sie voneinander abgrenzen, wird durch Ungleichheiten geprägt. Dabei können Emotionen Ungleichheiten herausfordern, beispielsweise durch Wut und Empörung. Diese sind als emotionale Reaktion auf Ungerechtigkeit ein zentrales Movens sozialer Bewegungen. Ebenso aber können Emotionen Ungleichheiten auch reproduzieren, zum Beispiel, wenn jene, die ohnehin geringe Ressourcen haben, aus Scham über ihren Status ihre sozialen Rechte gar nicht erst wahrnehmen oder wenn in beschämenden Situationen ein gesellschaftlich inferiorer Status symbolisch festgeschrieben wird. Status und Scham (Neckel 1991) beginnt mit den Schamgefühlen, die aus der Entwertung der Lebensleistungen Ostdeutscher nach der Wiedervereinigung entstanden – beispielsweise beim Schlange-Stehen für das Begrüßungsgeld. […]

Aktuelles aus dem Forschungszentrum

Publikation
08.09.2026 | Monographie

Bedingungen unserer Existenz. Zur Aktualität Michel Foucaults

Saar, Martin; Vogelmann, Frieder (2026): Bedingungen unserer Existenz. Zur Aktualität Michel Foucaults. Berlin: Suhrkamp. 

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Veranstaltung
10.10.2026 | Frankfurt

Von der East West Street zum Anthropozän: Das Recht gegen Gewalt und Zerstörung

Podiumsdiskussion

Auf der Frankfurter Buchmesse spricht der diesjährige Preisträger des Friedenspreises des Deutschen Buchhandels Philippe Sands mit dem Friedensforscher und Historiker Hendrik Simon über die Geschichte, Gegenwart und Zukunft des Völkerrechts, über Ökozid und über die Frage, welche Rolle das Recht in einer von massiver Gewalt und globaler Zerstörung geprägten Welt spielen kann: von der East West Street bis zum Anthropozän.

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Veranstaltung
10.10.2026 | Frankfurt am Main

Das Recht der Gewalt. Warum Waffen allein keinen Frieden schaffen

Buchvorstellung

»Der Krieg ist zurück in Europa!«, heißt es – und mit ihm die Angst. Müssen wir wieder die Sprache der Machtpolitik lernen, um den Frieden zu sichern? Stehen wir wirklich vor dem Ende der regelbasierten Ordnung? Dr. Hendrik Simon bezieht im Gespräch mit Dr. Stefan Kroll in dieser hitzigen Debatte Stellung.

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Publikation
07.09.2026 | Monographie

The Examined Illness. A Philosopher's Confrontation with Deadly Disease

Moellendorf, Darrel (2026): The Examined Illness: A Philosopher Confronts Deadly Disease, Bristol: intellect.

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Publikation
20.08.2026 | Buchkapitel

Abschied vom Neoliberalismus im Zeichen des Postliberalismus?

Biebricher, Thomas (2026): Abschied vom Neoliberalismus im Zeichen des Postliberalismus? In: Selk, Veith; Hofmann, Julian Nicolai (Hrsg.): Postliberalismus? Eine transatlantische Debatte. Berlin: Suhrkamp, S. 222-246.

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Publikation
20.08.2026 | Buchkapitel

Krise oder Verfall der Weltordnung? Liberale und postliberale Erklärungen internationalen Wandels

Daase, Christopher (2026): Krise oder Verfall der Weltordnung? Liberale und postliberale Erklärungen internationalen Wandels. In: Selk, Veith; Hofmann, Julian Nicolai (Hrsg.): Postliberalismus? Eine transatlantische Debatte. Berlin: Suhrkamp, S. 205-221.

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