31.12.2024
Zeitschriftenartikel

Paradoxien der Freiheit? Einführende Überlegungen zu einer philosophischen Debatte über die menschliche Freiheit

Aus dem Artikel:

Das Konzept der Freiheit steht im Zentrum der Fragestellungen, die für die Philosophie der Neuzeit und der Moderne insgesamt konstitutiv sind, insbesondere für die Praktische Philosophie. Der Rekurs auf die Freiheit des Menschen markiert gleichsam den Dreh- und Angelpunkt der philosophischen Reflexion auf die Prinzipien des menschlichen Handelns, auf den Willen des Menschen und seine praktische Vernunft. Das Plädoyer für die Freiheit des Willens und die Vernunft im Handeln verbindet die philosophische Freiheitsdebatte eng mit den gesellschaftlichen Prozessen der europäischen Aufklärung sowie mit den politischen Emanzipationsbewegungen in der Moderne und in deren Folge auch mit der Herausbildung der Konzeption eines demokratischen Rechts. Diesem kommt die Aufgabe zu, auch die bürgerliche Freiheit, die Gleichheit der Staatsbürger und deren soziale Integration in das politische Gemeinwesen zu sichern. „Liberté, Égalité, Fraternité“ waren nicht ohne Grund die Parolen der französischen Revolution und sie bezeichnen bis zum heutigen Tag die Prinzipien, auf denen auch die internationale Rechtsordnung der Vereinten Nationen aufbaut, die die zentrale Aufgabe besitzt, die Menschenrechte zu schützen und den Angriffskrieg zu verhindern. An den heute erkennbaren Schwierigkeiten, dieser Aufgabe wirklich gerecht zu werden, zeigen sich aber auch die Probleme, die mit der Freiheit und deren Verwirklichung verbunden sind. Alle dies führt zu der Frage nach möglichen „Paradoxien“ im Konzept der Freiheit.

Aktuelles aus dem Forschungszentrum

Veranstaltung
02.02.2027 | Frankfurt

Klassenjustiz, race und abolitionistische Demokratie

Ringvorlesungen, Vortrag

Vortrag von Prof. Dr. Daniel Loick (Amsterdam) im Rahmen der Ringvorlesung "Ist das Recht am Ende?" im Wintersemester 2026/2027. Organisiert von Klaus Günther und Benno Zabel.

weitere Infos ›
Veranstaltung
19.01.2027 | Frankfurt

Nach der Normativität. Zum Verhältnis von Politik und Recht unter komputationalen Bedingungen

Ringvorlesungen, Vortrag

Vortrag von Prof. Dr. Sabine Müller-Mall (Frankfurt am Main) im Rahmen der Ringvorlesung "Ist das Recht am Ende?" im Wintersemester 2026/2027. Organisiert von Klaus Günther und Benno Zabel.

weitere Infos ›
Veranstaltung
08.12.2026 | Frankfurt am Main

Transformationen des Rechts im Anthropozän?

Ringvorlesungen, Vortrag

Vortrag von Prof. Dr. Doris Schweitzer (Frankfurt am Main) im Rahmen der Ringvorlesung "Ist das Recht am Ende?" im Wintersemester 2026/2027. Organisiert von Klaus Günther und Benno Zabel.

weitere Infos ›
Veranstaltung
26.11.2026 | Frankfurt am Main

Rechtskritik oder Rechtsnihilismus?

Ringvorlesungen, Vortrag

Vortrag von Prof. em. Dr. Günter Frankenberg (Frankfurt am Main) im Rahmen der Ringvorlesung "Ist das Recht am Ende?" im Wintersemester 2026/2027. Organisiert von Klaus Günther und Benno Zabel.

weitere Infos ›
Veranstaltung
24.10.2026 | Frankfurt am Main

Machtübergabe? Wie geht es weiter, wenn der demokratische Liberalismus abgewählt wird

Podiumsdiskussion, Vortrag

Gegen den Aufstieg autoritärer und populistischer Parteien hat national wie international bisher kein Mittel geholfen: Weder Brandmauern noch Anbiederung haben Wirkung gezeigt. Was geschieht, wenn sie in Regierungsverantwortung kommen und politische Macht übernehmen? Wie liefe ein solcher Prozess der Machtübergabe ab, welche Folgen hätte er für die Bundesrepublik – und wie kann die Gesellschaft darauf noch reagieren? Die Römerberggespräche als Ort demokratischer Gesprächskultur und gesellschaftlicher Kontroverse wollen sich dieses Themas annehmen und ihm statt Fatalismus Anschauung und Diskussion entgegensetzen.

weitere Infos ›
Publikation
08.09.2026 | Monographie

Bedingungen unserer Existenz. Zur Aktualität Michel Foucaults

Saar, Martin; Vogelmann, Frieder (2026): Bedingungen unserer Existenz. Zur Aktualität Michel Foucaults. Berlin: Suhrkamp. 

weitere Infos ›