31.12.2024
Zeitschriftenartikel

Paradoxien der Freiheit? Einführende Überlegungen zu einer philosophischen Debatte über die menschliche Freiheit

Aus dem Artikel:

Das Konzept der Freiheit steht im Zentrum der Fragestellungen, die für die Philosophie der Neuzeit und der Moderne insgesamt konstitutiv sind, insbesondere für die Praktische Philosophie. Der Rekurs auf die Freiheit des Menschen markiert gleichsam den Dreh- und Angelpunkt der philosophischen Reflexion auf die Prinzipien des menschlichen Handelns, auf den Willen des Menschen und seine praktische Vernunft. Das Plädoyer für die Freiheit des Willens und die Vernunft im Handeln verbindet die philosophische Freiheitsdebatte eng mit den gesellschaftlichen Prozessen der europäischen Aufklärung sowie mit den politischen Emanzipationsbewegungen in der Moderne und in deren Folge auch mit der Herausbildung der Konzeption eines demokratischen Rechts. Diesem kommt die Aufgabe zu, auch die bürgerliche Freiheit, die Gleichheit der Staatsbürger und deren soziale Integration in das politische Gemeinwesen zu sichern. „Liberté, Égalité, Fraternité“ waren nicht ohne Grund die Parolen der französischen Revolution und sie bezeichnen bis zum heutigen Tag die Prinzipien, auf denen auch die internationale Rechtsordnung der Vereinten Nationen aufbaut, die die zentrale Aufgabe besitzt, die Menschenrechte zu schützen und den Angriffskrieg zu verhindern. An den heute erkennbaren Schwierigkeiten, dieser Aufgabe wirklich gerecht zu werden, zeigen sich aber auch die Probleme, die mit der Freiheit und deren Verwirklichung verbunden sind. Alle dies führt zu der Frage nach möglichen „Paradoxien“ im Konzept der Freiheit.

Aktuelles aus dem Forschungszentrum

Veranstaltung
24.09.2026 | Frankfurt am Main

Die neuen Warlords. Gewaltdynamiken einhegen / Friedensgutachten 2026

Buchvorstellung

Die imperialistische Großmachtpolitik ändert die Vorzeichen von Krieg, Frieden und Sicherheit. Staaten agieren zunehmend wie Warlords und setzen Krieg als Mittel der Politik ein. Übergänge von Gewaltkonflikten zu Frieden werden als „Deals“ behandelt, Mittelmächte wie die Golfstaaten treten mit neuem Selbstbewusstsein, aber ambivalentem Kurs auf, und technologische Innovation verändert Kriege und erschwert die Regulierung. Zugleich befindet sich die internationale Kooperation in der Friedenssicherung – etwa in der Entwicklungszusammenarbeit oder in den Vereinten Nationen – in ihrer schwersten Krise. Innenpolitisch nehmen auch in Deutschland rassistische Einstellungen zu. Das Friedensgutachten 2026 analysiert Optionen, dennoch Frieden zu fördern.

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News
23.07.2026

Dr. Jonas Heller mit Maria-Weber-Grant ausgezeichnet

Dr. Jonas Heller, assoziiertes Mitglied von Normative Orders, erforscht, wie sich geschichtlicher Wandel als Überwindung geschichtlicher Blockaden verstehen lässt. Hierfür wurde er nun mit einem Preis der Hans-Böckler-Stiftung ausgezeichnet.

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News
16.07.2026

Was verteidigen wir, wenn wir Demokratie verteidigen?

Die Krise der Demokratie stand im Mittelpunkt der diesjährigen Jahreskonferenz. Angesichts des weltweiten Erstarkens autoritärer und populistischer Bewegungen diskutierten internationale Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aktuelle Gefährdungen demokratischer Ordnungen und die grundlegende normative Frage: Was genau verteidigen wir eigentlich, wenn wir Demokratie verteidigen?

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News
15.07.2026

Von der normativen Kraft des Rechts in Zeitenwenden

Erleben wir gegenwärtig den Übergang von einer regelbasierten internationalen Ordnung zu einer Machtordnung? Dieser weitverbreiteten Diagnose widerspricht Hendrik Simon in seinem neuen Buch „Das Recht der Gewalt. Warum Waffen allein keinen Frieden schaffen“, das am 15. Juli im Reclam-Verlag erschienen ist.

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Publikation
15.07.2026 | Monographie

Das Recht der Gewalt. Warum Waffen allein keinen Frieden schaffen

Simon, Hendrik (2026): Das Recht der Gewalt. Warum Waffen allein keinen Frieden schaffen. Ditzingen: Reclam.

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Publikation
10.07.2026 | Sammelband

Schnittstellen im Gesundheitsrecht

Kießling, Andrea (Hrsg.) (2026): „Schnittstellen im Gesundheitsrecht“. Nomos.

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