31.12.2024
Zeitschriftenartikel

Paradoxien der Freiheit? Einführende Überlegungen zu einer philosophischen Debatte über die menschliche Freiheit

Aus dem Artikel:

Das Konzept der Freiheit steht im Zentrum der Fragestellungen, die für die Philosophie der Neuzeit und der Moderne insgesamt konstitutiv sind, insbesondere für die Praktische Philosophie. Der Rekurs auf die Freiheit des Menschen markiert gleichsam den Dreh- und Angelpunkt der philosophischen Reflexion auf die Prinzipien des menschlichen Handelns, auf den Willen des Menschen und seine praktische Vernunft. Das Plädoyer für die Freiheit des Willens und die Vernunft im Handeln verbindet die philosophische Freiheitsdebatte eng mit den gesellschaftlichen Prozessen der europäischen Aufklärung sowie mit den politischen Emanzipationsbewegungen in der Moderne und in deren Folge auch mit der Herausbildung der Konzeption eines demokratischen Rechts. Diesem kommt die Aufgabe zu, auch die bürgerliche Freiheit, die Gleichheit der Staatsbürger und deren soziale Integration in das politische Gemeinwesen zu sichern. „Liberté, Égalité, Fraternité“ waren nicht ohne Grund die Parolen der französischen Revolution und sie bezeichnen bis zum heutigen Tag die Prinzipien, auf denen auch die internationale Rechtsordnung der Vereinten Nationen aufbaut, die die zentrale Aufgabe besitzt, die Menschenrechte zu schützen und den Angriffskrieg zu verhindern. An den heute erkennbaren Schwierigkeiten, dieser Aufgabe wirklich gerecht zu werden, zeigen sich aber auch die Probleme, die mit der Freiheit und deren Verwirklichung verbunden sind. Alle dies führt zu der Frage nach möglichen „Paradoxien“ im Konzept der Freiheit.

Aktuelles aus dem Forschungszentrum

Veranstaltung
20.10.2026 | Frankfurt

Dr. h.c. Gerhard Wiese – Wirken als Ankläger im Auschwitz Prozess

Film, Podiumsdiskussion

Der Frankfurter Auschwitz-Prozess von 1963 bis 1965 gilt als ein zentraler Wendepunkt in der juristischen und öffentlichen Auseinandersetzung mit den nationalsozialistischen Verbrechen in der Bundesrepublik Deutschland. Dr. h.c. Gerhard Wiese, der als junger Staatsanwalt zum Anklägerteam des Prozesses gehörte, berichtet aus seiner Perspektive auf die damaligen Ermittlungen und die Hauptverhandlung. Im Gespräch mit der Historikerin Dr. Katharina Rauschenberger (Fritz Bauer Institut) wird die Bedeutung des Prozesses für die strafrechtliche Aufarbeitung der NS-Verbrechen in den Blick genommen.

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Publikation
21.09.2026 | Working Paper

Dimensionen wehrhafter Demokratie in unsicheren Zeiten

Abich, Leon; Adams, Cosima; Biebricher, Thomas; Britz, Gabriele; Daase, Christopher; Deitelhoff, Nicole; Dönges, Jan; Krause, Leon; Nitzschner, Patrick; Siebert, Hannes; Siefert, Julian; Stephanblome, Isabelle (2026): "Dimensionen wehrhafter Demokratie in unsicheren Zeiten". DemoReg Working Paper 3.1.

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Veranstaltung
10.02.2027 | Frankfurt am Main

Shifting Visions of Peace and Security

Podiumsdiskussion, Ringvorlesungen

Podiumsdiskussion im Rahmen der Ringvorlesung “Peace and Security in Post-Liberal Times” mit Lisbeth Zimmermann (Goethe University/Normative Orders), Antonia Witt (PRIF), Siddarth Tripathi (University of Erfurt). Moderation: Jonas Wolff (Goethe University/PRIF/Normative Orders).

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Veranstaltung
03.02.2027 | Frankfurt am Main

AI, War, and Big Tech

Ringvorlesungen, Vortrag

Vortrag von Ingvild Bode (University of Southern Denmark)im Rahmen der Ringvorlesung “Peace and Security in Post-Liberal Times”.

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Veranstaltung
16.12.2026 | Frankfurt am Main

International arms control in a world of uncertainties

Ringvorlesungen, Vortrag

Vortrag von Malte Göttsche (TU Darmstadt/PRIF) im Rahmen der Ringvorlesung “Peace and Security in Post-Liberal Times”.

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Veranstaltung
02.12.2026 | Frankfurt am Main

Enabling Authoritarianism: UN Peacekeeping and the Politics of Authoritarianism

Ringvorlesungen, Vortrag

Vortrag von Sarah von Billerbeck (University of Reading) im Rahmen der Ringvorlesung “Peace and Security in Post-Liberal Times”.

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