31.12.2025
Zeitschriftenartikel

Kapitalismus und Konservatismus: Oder, wie konservativ ist die schwäbische Hausfrau?

Blickt man auf den real existierenden Konservatismus der (deutschen) Gegenwart, dann gewinnt man zum einen den Eindruck, dass Konservatismus und Kapitalismus eine natürliche Allianz bilden und zum anderen, dass die Figur der schwäbischen Hausfrau konservativ-kapitalistische Tugenden auf ideale Weise verkörpert. Im vorliegenden Beitrag werden beide vermeintlichen Selbstverständlichkeiten einer kritischen Überprüfung unterzogen, indem zunächst mit Verweis auf den US-amerikanischen Neokonservatismus gezeigt wird, dass das Verhältnis zwischen Konservatismus und Kapitalismus durchaus spannungsreicher ist, als es zunächst den Anschein hat. Im Folgenden wird auf der Grundlage einer pointierten Konzeptionalisierung eines zweipoligen Konservatismus als anti-revolutionäres Präventionsregime argumentiert, dass die Kombination aus Schwarzer Null und Schuldenbremse im Geist der schwäbischen Hausfrau mitnichten als ideal konservativer Politik gelten kann, sondern, im Gegenteil als ideologische Rechtfertigung einer zutiefst unkonservativen Politik des Zehrens von der Substanz auf Kosten der Zukunft diente.

Aktuelles aus dem Forschungszentrum

Publikation
19.08.2026 | Sammelband

Sokrates revised and revisited

Bohl, Judith K.; Brandis, Veronika; Pfeifer, Guido (Hrsg.) (2026): „Sokrates revised and revisited. Überlieferung, Diskurs, Inszenierung“. Heidelberg: Propylaeum. 

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Publikation
14.08.2026 | Buchkapitel

Vom rechtshistorischen Erkenntniswert antiker Tragödiendichtung: Überlegungen anhand Euripides’ Medeia

Pfeifer, Guido (2026): "Vom rechtshistorischen Erkenntniswert antiker Tragödiendichtung: Überlegungen anhand Euripides’ Medeia". In: Gsell, Beate; Rüfner, Thomas; Babusiaux, Ulrike (Hrsg.): Die unverzichtbare Wissenschaft – The Indispensable Science, Mohr Siebeck, S. 663-671.

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Publikation
01.08.2026 | Buchkapitel

"Das Andere in uns selbst" (Marcel Gauchet). Das Ideal gesellschaftlicher Autonomie und die Denkfigur der Alterität

Langner-Pitschmann, Annette (2026): „Das Andere in uns selbst“ (Marcel Gauchet). Das Ideal gesellschaftlicher Autonomie und die Denkfigur der Alterität. In: Schlette, Magnus et. al. (Hrsg.): Ordnung im Übergang Zur Funktion von Transzendenzbezügen in der Konstitution und Transformation politischer Gemeinschaft, Tübingen: Mohr Siebeck, S. 185-205.

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Veranstaltung
24.09.2026 | Frankfurt am Main

Die neuen Warlords. Gewaltdynamiken einhegen / Friedensgutachten 2026

Buchvorstellung

Die imperialistische Großmachtpolitik ändert die Vorzeichen von Krieg, Frieden und Sicherheit. Staaten agieren zunehmend wie Warlords und setzen Krieg als Mittel der Politik ein. Übergänge von Gewaltkonflikten zu Frieden werden als „Deals“ behandelt, Mittelmächte treten mit neuem Selbstbewusstsein, aber ambivalentem Kurs auf, und technologische Innovation verändert Kriege und erschwert die Regulierung. Zugleich befindet sich die internationale Kooperation in der Friedenssicherung in ihrer schwersten Krise. Das Friedensgutachten 2026 analysiert Optionen, dennoch Frieden zu fördern.

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News
23.07.2026

Dr. Jonas Heller mit Maria-Weber-Grant ausgezeichnet

Dr. Jonas Heller, assoziiertes Mitglied von Normative Orders, erforscht, wie sich geschichtlicher Wandel als Überwindung geschichtlicher Blockaden verstehen lässt. Hierfür wurde er nun mit einem Preis der Hans-Böckler-Stiftung ausgezeichnet.

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Publikation
23.07.2026 | Zeitschriftenartikel

Governing the Subject of Populism

Biebricher, Thomas: "Governing the Subject of Populism". In: European Journal of Social Theory, OnlineFirst.

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