21.11.2025
Buchkapitel

Die Sicherheit der Zukunft – Künstliche Intelligenz und soziale Kontrolle: Vom Predictive Policing zum Social Scoring

Künstliche Intelligenz wird ähnliche Auswirkungen haben wie die Erfindung der Elektrizität. Mit dieser viel zitierten Feststellung hat der Informatiker und Stanford-Professor Andrew Ng die prägende Rolle künstlicher Intelligenz (KI) auf den Punkt gebracht (Armbruster, Er ist ein Star der künstlichen Intelligenz. Frankfurter Allgemeine Zeitung, 2017). Ebenso wie die Elektrizität im 19. und 20. Jahrhundert ist auch KI eine Technologie, die in praktisch allen Lebensbereichen Einzug halten und diese mehr oder weniger grundlegend verändern wird. Die Welt der Kriminalität und der Kriminalwissenschaften macht hier keine Ausnahme. Die neuen Techniken und das ihnen zugrunde liegende Verständnis werden in den kommenden Jahrzehnten zu einem gänzlich anderen gesellschaftlichen Verständnis von Sicherheit und ihren Bedrohungen führen. Denn es ist nicht nur so, dass abweichendes Verhalten die Maßnahmen prägt, die die Gesellschaft ergreift. Aus konstruktivistischer Perspektive ist es vielmehr entgegen diesem gängigen Verständnis so, dass die Art und Weise des Umgangs mit Abweichung bestimmt, wie diese gesehen, verstanden und konzeptioniert wird.

Aktuelles aus dem Forschungszentrum

Publikation
14.08.2026 | Buchkapitel

Vom rechtshistorischen Erkenntniswert antiker Tragödiendichtung: Überlegungen anhand Euripides’ Medeia

Pfeifer, Guido (2026): "Vom rechtshistorischen Erkenntniswert antiker Tragödiendichtung: Überlegungen anhand Euripides’ Medeia". In: Gsell, Beate; Rüfner, Thomas; Babusiaux, Ulrike (Hrsg.): Die unverzichtbare Wissenschaft – The Indispensable Science, Mohr Siebeck, S. 663-671.

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Publikation
01.08.2026 | Buchkapitel

"Das Andere in uns selbst" (Marcel Gauchet). Das Ideal gesellschaftlicher Autonomie und die Denkfigur der Alterität

Langner-Pitschmann, Annette (2026): „Das Andere in uns selbst“ (Marcel Gauchet). Das Ideal gesellschaftlicher Autonomie und die Denkfigur der Alterität. In: Schlette, Magnus et. al. (Hrsg.): Ordnung im Übergang Zur Funktion von Transzendenzbezügen in der Konstitution und Transformation politischer Gemeinschaft, Tübingen: Mohr Siebeck, S. 185-205.

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Veranstaltung
24.09.2026 | Frankfurt am Main

Die neuen Warlords. Gewaltdynamiken einhegen / Friedensgutachten 2026

Buchvorstellung

Die imperialistische Großmachtpolitik ändert die Vorzeichen von Krieg, Frieden und Sicherheit. Staaten agieren zunehmend wie Warlords und setzen Krieg als Mittel der Politik ein. Übergänge von Gewaltkonflikten zu Frieden werden als „Deals“ behandelt, Mittelmächte treten mit neuem Selbstbewusstsein, aber ambivalentem Kurs auf, und technologische Innovation verändert Kriege und erschwert die Regulierung. Zugleich befindet sich die internationale Kooperation in der Friedenssicherung in ihrer schwersten Krise. Das Friedensgutachten 2026 analysiert Optionen, dennoch Frieden zu fördern.

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News
23.07.2026

Dr. Jonas Heller mit Maria-Weber-Grant ausgezeichnet

Dr. Jonas Heller, assoziiertes Mitglied von Normative Orders, erforscht, wie sich geschichtlicher Wandel als Überwindung geschichtlicher Blockaden verstehen lässt. Hierfür wurde er nun mit einem Preis der Hans-Böckler-Stiftung ausgezeichnet.

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Publikation
23.07.2026 | Zeitschriftenartikel

Governing the Subject of Populism

Biebricher, Thomas: "Governing the Subject of Populism". In: European Journal of Social Theory, OnlineFirst.

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News
16.07.2026

Was verteidigen wir, wenn wir Demokratie verteidigen?

Die Krise der Demokratie stand im Mittelpunkt der diesjährigen Jahreskonferenz. Angesichts des weltweiten Erstarkens autoritärer und populistischer Bewegungen diskutierten internationale Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aktuelle Gefährdungen demokratischer Ordnungen und die grundlegende normative Frage: Was genau verteidigen wir eigentlich, wenn wir Demokratie verteidigen?

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