28.02.2026
Zeitschriftenartikel

Between ‚Cancel Culture‘ and Campus Culture. Debate and Dissent in the Discursive Space of the University

This article investigates how German universities function as collective “discursive spaces” for academic freedom amid debates often framed as “cancel culture.” Drawing on a representative survey of 9,083 full-time academics across 158 institutions in mid-2024, we employed vignettes on four controversial issues – gender-sensitive language in exams, civil clauses in military research, the Middle East conflict, and explanations for crime rates of immigrant groups – to assess expectations for institutional responses. Descriptive analyses reveal that, rather than favoring passive or coercive stances, a broad majority of respondents across disciplines, status groups, and genders endorse universities to facilitate a discursive space for controversial issues. However, when state authorities threaten autonomy by mandating or banning military research clauses, respondents exhibit lower confidence in campus deliberation and greater support for legal action. The analyses also reveal that political orientation shapes preferred modes of engagement: left-leaning academics more readily back their universities to mobilize deliberative measures (e.g., committees, public forums), while right-leaning academics are comparatively less inclined to mobilize such avenues. The findings challenge individualistic conceptions of academic free speech, highlighting its collective negotiation within the administrative frameworks of the university. By shedding light on both enabling and constraining institutional dynamics, the study contributes a nuanced empirical perspective to debates on academic citizenship, institutional resilience, and the conditions under which universities cultivate or curtail academic freedom.

Aktuelles aus dem Forschungszentrum

Veranstaltung
24.09.2026 | Frankfurt am Main

Die neuen Warlords. Gewaltdynamiken einhegen / Friedensgutachten 2026

Buchvorstellung

Die imperialistische Großmachtpolitik ändert die Vorzeichen von Krieg, Frieden und Sicherheit. Staaten agieren zunehmend wie Warlords und setzen Krieg als Mittel der Politik ein. Übergänge von Gewaltkonflikten zu Frieden werden als „Deals“ behandelt, Mittelmächte wie die Golfstaaten treten mit neuem Selbstbewusstsein, aber ambivalentem Kurs auf, und technologische Innovation verändert Kriege und erschwert die Regulierung. Zugleich befindet sich die internationale Kooperation in der Friedenssicherung – etwa in der Entwicklungszusammenarbeit oder in den Vereinten Nationen – in ihrer schwersten Krise. Innenpolitisch nehmen auch in Deutschland rassistische Einstellungen zu. Das Friedensgutachten 2026 analysiert Optionen, dennoch Frieden zu fördern.

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News
23.07.2026

Dr. Jonas Heller mit Maria-Weber-Grant ausgezeichnet

Dr. Jonas Heller, assoziiertes Mitglied von Normative Orders, erforscht, wie sich geschichtlicher Wandel als Überwindung geschichtlicher Blockaden verstehen lässt. Hierfür wurde er nun mit einem Preis der Hans-Böckler-Stiftung ausgezeichnet.

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News
16.07.2026

Was verteidigen wir, wenn wir Demokratie verteidigen?

Die Krise der Demokratie stand im Mittelpunkt der diesjährigen Jahreskonferenz. Angesichts des weltweiten Erstarkens autoritärer und populistischer Bewegungen diskutierten internationale Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aktuelle Gefährdungen demokratischer Ordnungen und die grundlegende normative Frage: Was genau verteidigen wir eigentlich, wenn wir Demokratie verteidigen?

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News
15.07.2026

Von der normativen Kraft des Rechts in Zeitenwenden

Erleben wir gegenwärtig den Übergang von einer regelbasierten internationalen Ordnung zu einer Machtordnung? Dieser weitverbreiteten Diagnose widerspricht Hendrik Simon in seinem neuen Buch „Das Recht der Gewalt. Warum Waffen allein keinen Frieden schaffen“, das am 15. Juli im Reclam-Verlag erschienen ist.

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Publikation
15.07.2026 | Monographie

Das Recht der Gewalt. Warum Waffen allein keinen Frieden schaffen

Simon, Hendrik (2026): Das Recht der Gewalt. Warum Waffen allein keinen Frieden schaffen. Ditzingen: Reclam.

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Publikation
10.07.2026 | Sammelband

Schnittstellen im Gesundheitsrecht

Kießling, Andrea (Hrsg.) (2026): „Schnittstellen im Gesundheitsrecht“. Nomos.

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